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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 17.08.2009

Irina von Bentheim - Ich bin eine Berlinerin - Ein Hörbuch
Iella Peter

In kleinen Passagen über das verrückte Leben im Berlin der 1980er Jahre, inklusive Schulterpolstern und Dauerwelle, lässt Irina von Bentheim ihre Eindrücke von damals Revue passieren.



In 2009 zelebrieren die BerlinerInnen "20 Jahre Mauerfall" und auch Irina von Bentheim feiert mit. Ihr Hörbuch, eine ganz persönliche Sammlung Berliner Erinnerungen, ist voll von lustigen und liebenswerten Betrachtungen ihrer Heimatstadt.

Es beginnt mit Originaltönen zum Mauerfall und einem 1990 im Radio zelebrierten Bungee-Jumping-Sprung der jungen Frau. Autofahrer, die zufällig zu diesem Zeitpunkt RIAS hörten, mussten rechts ran fahren, weil von Bentheims markerschütternder Schrei sie so erschreckt hatte.

Von Bentheim berichtet vom Lieblingsort ihrer Kindheit: Dem Teufelsberg. Die bedrückende Enge der Mauer war dort nicht zu spüren. Stattdessen konnte der Ausblick auf die geheimnisvolle Abhörstation der Amerikaner genossen werden.

In Richtung Kreuzberg und Neukölln sah die Welt schon ganz anders aus. Hier wurden "Wohnungen mit Blick auf Todesstreifen und Stacheldraht" vermietet. Irina von Bentheim erzählt von den gruseligen S- und U-Bahnhöfen in dieser Gegend, auf welchen es immer nach einem ganz bestimmten Putz- und Bohnermittel roch und so gut wie nie ein Zug einfuhr. Die "alles zerschneidende deutsch-deutsche Trennung" war omnipräsent und "No Future" war der Name für die gesamte Generation, wie sie berichtet.

Aber auch der Charme Berlins wird von der Schauspielerin in ihren Beiträgen eingefangen. Wenn beispielsweise Originalaufnahmen von BerlinerInnen mit sauber ausgesprochenem z bei dem Wort "Europa-Center" zu hören sind oder wenn die WestberlinerInnen pausenlos für amerikanische Endlosserien wie "Dallas" oder "Denver Clan" schwärmten. Auch vom ersten Männerstrip Deutschlands in Berlin, den langen Schlangen der DDR-BürgerInnen vor dem Sex-Shop oder dem Chaos beim Kassieren des Begrüßungsgeldes erzählt sie und untermalt ihre Eindrücke mit O-Tönen.

Berlin hatte in den 1980er Jahren einen Sonderstatus. Es gab die "Berlinzulage" und viele Firmen folgten diesem Ruf und ließen sich an der Spree nieder. Eine Besonderheit, die damit einherging, war der "Filz", wie die damalige RIAS-Reporterin es nennt. Alle und alles waren, geradezu inzestuös, miteinander verbunden. Egal, ob es sich um Nacht- oder Politikszene handelte. Und "Schmiere" war ein gängiger Begriff für den Zustand des damaligen Berlins. Nach von Bentheims Meinung war dies nur durch die Existenz der Mauer möglich geworden.

Alles in allem ist "Ich bin eine Berlinerin" ein kleines, feines Hörbuch für alle BerlinliebhaberInnen. Nur schade ist, dass Irina von Bentheims Stimme kaum noch von der Figur Carrie Bradshaw zu trennen ist. So ertappt sich die ZuhörerIn manchmal dabei, sich über die scheinbar intensive Beziehung der New Yorkerin Carrie Bradshaw zum Westberlin der 1980er zu wundern. Spannend und witzig bleiben die erzählten Anekdoten aber allemal.

Zur Autorin: Irina von Bentheim lebt in Berlin und ist Schauspielerin, Synchronsprecherin, Entertainerin, Verlegerin und Autorin. Bekannt wurde sie als deutsche Stimme von Carrie Bradshaw, die Hauptcharaktere aus "Sex in the City". 2009 setzt sie das Kabarettprogramm "Ein Paar mit Biss" weiter fort.
Weitere Infos und Kontakt unter: www.irinavonbentheim.de

AVIVA-Tipp: Die Stimme von "Sex and the City" wird nun auch zur Stimme des Berlins der 1980er Jahre. Irina von Bentheims Hörbuch ist eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt und ebenso wie Carrie Bradshaws Kolumne über New York mindestens genauso aufregend, lustig und charmant.

Irina von Bentheim
Ich bin eine Berlinerin

Audio Hoerbuchverlag/ hörbarWeiblich, erschienen Juli 2009
Hörbuch, 1 CD
Lauflänge: 78 min.
ISBN: 978-3-940318-03-9
Preis: 9,95 Euro


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Talk in the City. Die Trauer um das Ende der Kultserie "Sex in the City" ist zu Ende. Freud und Leid der Großstadtdiven auch als Hörbuch zu haben.



Literatur Beitrag vom 17.08.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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