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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 20.09.2009

Celia Rees - Sovay
Jana Muschick

Sovay verkleidet sich als Mann, um ihren Vater vor den Beschuldigungen des Hochverrats zu retten und die Ehre der Familie Middleton wieder herzustellen. Spannender Roman für Teens ab 14 Jahren.



Inspiriert wurde die Autorin Celia Rees von dem englischen Folksong "Sovay", der aus dem 16. Jahrhundert stammt und über eine junge Dame erzählt, die sich als Mann verkleidete, um ihren Geliebten zu testen. Sie überfällt den Verlobten, um den Verlobungsring zu stehlen – doch dieser Mann kämpft für den Ring um sein Leben. Auch Rees´ Sovay will ihren Verlobten überfallen, um zu erfahren, ob er sein Leben für ihren Verlobungsring hergeben würde. Verkleidet als Mann bedroht Sovay ihren Zukünftigen, doch der rückt den Verlobungsring ohne Umstände heraus. Für die junge Heldin ist klar: diesen Mann wird sie nicht heiraten.

Sovay hat ihren eigenen Kopf – so wurde sie von ihrem Vater erzogen. Noch vor 200 Jahren war es äußerst unüblich für Frauen, die Ehre ihrer Familie wieder herstellen zu wollen. Doch Etikette und Konventionen sind dem jugendlichen Wildfang nicht so wichtig wie die Liebe zu ihrem Vater. Rees versetzte den Ansatz für Sovay deshalb an das Ende des 18. Jahrhunderts in England, um die Geschichte eines mutigen Mädchens mit den faszinierenden Details der Französischen Revolution zu mischen, die nicht nur Frankreich und England, sondern ganz Europa in einen Umbruch stürzte.

Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit?

In Frankreich tobt die Revolution und auch in England ist das Volk unzufrieden mit der Absoluten Monarchie. Sovays Vater Sir Middleton setzt sich für Freiheit, Gleichheit und Vernunft in England ein und wird dafür des Hochverrats beschuldigt, auch wenn er sich der Krone gegenüber loyal verhält. Durch diese Beschuldigungen steht das Leben von Sir Middleton und die Ehre seiner Familie auf dem Spiel – mit einem Schuldspruch ginge die Todesstrafe und die Enteignung sämtlicher Güter einher. Da Sovays Vater aber in London ist, ist es nun ihre Aufgabe, zu ihm zu reisen und ihn zu warnen. Problematisch ist nur, dass sowohl Hugh Middleton als auch ihr Bruder wie vom Erdboden verschwunden sind.

Mythos Captain Flame

Nachdem die junge Frau schon ihren Ex-Verlobten durch ihre Männerverkleidung täuschen konnte, macht sie sich in der gleichen Kleidung auf, um nach ihrem Vater zu suchen. Nebenher überfällt sie die Kutschen der Reichen, streut das erbeutete Geld aber in das Heidekraut und die Gärten der Armen. Schnell wird sie auf dem Land zu dem Mythos Captain Flame, der an seinem Hut ein Büschel Ginster trägt, galant zu den Damen ist, aber ohne Widerrede mit dem Hab und Gut der Herren verfährt.

Sovay wird nicht nur zu einer legendären Straßenräuberin. Die Beschuldigungen ihres Vaters sind anfangs durch neidische NachtbarInnen entstanden, die es auf den Besitz von Sir Middleton abgesehen haben. Da dieser aber auch politisch aktiv ist, besitzt er mit seinen modernen Ansichten bald viele FeindInnen in Staats- und Regierungskreisen. Sovay gerät in ein Machtspiel aus Intrigen, Spionage und Verschwörungen in den höchsten Kreisen, die letzten Endes nicht nur das Leben ihres Vaters, sondern auch ihr eigenes in große Gefahr bringen. Die problematischen Regierungszustände führen Sovay sogar in die Wirren der Französischen Revolution.


AVIVA-Tipp: Mit der Aufarbeitung eines englischen Mythos ist es Celia Rees gelungen, eine individuelle, starke Heldin durch ein Abenteuer voller historischer Ereignisse und spannender Begegnungen zu führen und an ihren Aufgaben reifen zu lassen. Dass die Französische Revolution zu dem Zeitpunkt, als die Guillotine wahllos eingesetzt wurde, nicht nur für demokratische Werte stand, sondern auch Angst und Schrecken um eine anarchistische Zukunft Europas schürte, wird durch die politischen Kreise, zu denen Sovay Zutritt erhält, sowie durch ihren Kontakt mit der proletarischen Bevölkerung schnell deutlich.

Zur Autorin: Celia Rees wuchs in West Midlands in England auf. Sie studierte Geschichte und Politik an der Warwick University und arbeitete 17 Jahre lang als Englischlehrerin. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Leamington Spa, England.
Weitere Informationen und Kontakt erhalten Sie unter:
www.celiarees.com


Celia Rees
Sovay

Übersetzerin: Henriette Heise
Originaltitel: Sovay
Bloomsbury Verlag, erschienen Januar 2009
Gebunden, 444 Seiten
ISBN-13: 978-3-8270-5334-3
16,90 Euro

Literatur Beitrag vom 20.09.2009 Jana Muschick 

   




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