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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.11.2009

Annett Gröschner - Moskauer Eis
»Nana« Nicole Wenger

Zwanzig Jahre Wiedervereinigung. Trotz großer Jubiläumsfreude über den Fall der Mauer ist in vielen Köpfen "die Mauer" jedoch nicht gefallen. Und auch die aufwendig in Szene gesetzten...



... Einheits-Bekenntnisse können nicht darüber hinwegtäuschen, wie tief sich der Graben zwischen "Ost" und "West" in die Seelen der Menschen gegraben hat.

Denn auch dieses Mal hat eine tiefgehende politische Aufarbeitung der politischen Vergangenheit beider wiedervereinigter Staaten nicht stattgefunden. Die Spuren des Kalten Krieges sind auf beiden Seiten nicht mit der oberflächlichen Formel von Ost + West = (West) BRD zu beseitigen. Vielmehr zeigt sich, wie wenig der Westen vom Osten - und umgekehrt – weiß. Fraglich bleibt nach wie vor, ob sich überhaupt ein konstruktives Gesellschaftssystem etablieren lässt, indem ein politisches System das Andere mehre oder wenig "schluckt". Dabei darf schließlich nicht vergessen werden, dass es sich bei den TrägerInnen der Gesellschaft um fühlende und denkende Menschen handelt, die nicht einfach auf Knopfdruck "umprogrammiert" werden können.

Die Wahl-Berlinerin und Schriftstellerin Annett Gröschner erzählt realistische und ergreifende Geschichten, die sich hinter der "Einheits"-Fassade verbergen. Sie beschreibt den Klima-Schock, dem BürgerInnen der "neuen Bundesländer" ausgesetzt waren, vielleicht auch noch sind, deren Orientierungslosigkeit, von Hoffnungen und (Alb-) Träumen:

"Das letzte Mal, es muss Mitte November gewesen sein, waren fast alle öffentlichen Fernsprecher im Umkreis meiner Wohnung kaputt. Die einen hatten Unbekannte offensichtlich mutwillig zerstört, die anderen konnten die Umstellung auf das schwerere Geld nicht vertragen(...). `Weißt Du, sagte die Großmutter, ich finde mich nicht mehr zurecht. Ich habe nun wirklich alles hinter mich gebracht, die Kaiserzeit, die zwanziger Jahre mit ihrem Durcheinander, die DDR und jetzt das. Und das einzige, was mir gefällt, ist, dass die Kaffeepreise gesunken sind."

Gröschners Roman Moskauer Eis, der bereits im Jahr 2000 erschien, ist nun pünktlich zu den Ost-West-Wende-Feierlichkeiten auch als Aufbau-Taschenbuch erschienen.

Zur Autorin: Annett Gröschner wurde 1964 in Magdeburg geboren und lebt seit 1983 in Berlin. Sie veröffentlichte Gedichte, Essays, Reportagen, Dokumentarliteratur und Radiofeatures. Seit 1997 arbeitet sie freiberuflich als Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, den Freitag, die taz, Literaturen. Von 2005 – 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sachbuchforschungsprojektes der Universität Hildesheim und der Humboldt- Universität Berlin. (Presse- Informationen)

Weitere Informationen und Kontakt unter:
www.annettgroeschner.de

AVIVA-Tipp: Mit eiskalter Ironie erzählt die Autorin von den ersten Überlebens- und Gehversuchen frischgebackener BundesbürgerInnen. Verpackt in eine etwas skurrile und makabre Rahmenhandlung, erzählt Gröschner irrsinnig-komische, dennoch unheimlich-berührende Geschichten aus der Vergangenheit und den ersten Tagen des "neuen" Deutschlands. Gänsehaut-Feeling garantiert!

Annett Gröschner
Moskauer Eis

Aufbau Verlag, erschienen September 2009
Broschiert: 287 Seiten
ISBN: 978-3-7466-2580-5
9,95 Euro

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Annett Gröschner - Parzelle Paradies. Berliner Geschichten

Annett Gröschner im AVIVA-Interview

"Immer wieder Dezember. Der Westen, Die Stasi, der Onkel und ich." von Susanne Schädlich.

Literatur Beitrag vom 22.11.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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