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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.12.2009

Eva Baronsky - Herr Mozart wacht auf
Stella Simon, »Nana« Wenger

Mozart (1756-1791) erwacht, eine Nacht nach seinem vermeintlichen Ableben, in einem ihm völlig fremden Bett, in einer unbekannten Wohnung! Wo ist er nur gelandet? Himmel, Hölle? Oder ...



... irgendwo dazwischen?

Nur langsam begreift der reichlich verwirrte und leicht verstörte Mozart, dass er sich immer noch in Wien befindet, allerdings über 200 Jahre später - in der heutigen Zeit. Die Orientierung fällt ihm zunächst gar nicht leicht und so irrt er nun durch ihm völlig unbekannte Welten. Er staunt über die "Wunder" der Neuzeit: Fortbewegung ohne Pferde, Licht ohne Kerzen und grässliche Ungeheuer aus Stahl, die allgemein unter dem Namen U-Bahn bekannt sind.

Doch den Kopf voller Melodien und Musik macht er sich gleich an die Arbeit, "sein" Requiem zu beenden, dessen fehlender Schluss nur der Grund für seine "Wiedergeburt" sein kann. Aber ist er wirklich Wolfgang Amadeus Mozart? Oder glaubt er es einfach nur zu sein?

Seine musikalischen Fähigkeiten sind tatsächlich die Mozarts. Schnell findet der liebenswerte Kauz Anerkennung und Freunde und wandelt so munter von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen. Da er allerdings ziemlich schnell erfahren muss, dass seine Umgebung doch recht ungläubig reagiert, wenn er seinen Namen sagt, legt er sich einen Künstlernamen, das Pseudonym Wolfgang Mustermann, zu.

Einen treuen Freund und Begleiter findet er in dem polnischem Stehgeiger Piotr, der zwei Jahre zuvor aus einer ländlichen Region Polens nach Wien kam und somit sehr gut verstehen kann, wie Wolfgang sich in der "Fremde" fühlen muss. Doch auch das "neue" Leben hat seine Schatten- und Kehrseiten und die "Wiedergeburt" hat aus Wolfgang auch nicht unbedingt einen Gutmenschen gemacht. Und so gibt der Musiker im Verlauf der Geschichte auch sehr egoistische und krankhafte Züge preis. Denn nicht nur die Musik und sein ständiger Alkoholkonsum vernebeln ihm seinen Geist, sondern auch die für ihn ungewöhnliche Mode. Schließlich ist er sich nicht so ganz sicher, ob er sich jemals an die kurzen Röcke und die nackten Schenkel der Frauen gewöhnen kann ...

Während Mozart auch in der Gegenwart weiter zwischen Genie und Wahnsinn wandelt, kommt es zu der Begegnung mit seiner "Vogelfrau".
Anju, eine junge indische Biologiestudentin, droht an der Beziehung mit dem Exzentriker zu zerbrechen und (unnötiger Weise) zur tragischen Figur des Romans zu avancieren ...

Eva Baronsky hat ihre Figuren mit viel Liebe ausgestaltet, was sich unter anderem in den wechselnden Sprachstilen der ProtagonistInnen widerspiegelt. Piotr erklärt Mozart mit melodisch-polnischem Akzent die Welt, der seinerseits im schwülstigen Dialekt der vergangenen Zeit antwortet.

Zur Autorin: Eva Baronsky, 1968 geboren, studierte Innenarchitektur und Marketing-Kommunikation und war zuletzt selbständig als Beraterin für Kommunikation und Journalistin. Sie lebt im Taunus. "Herr Mozart wacht auf" ist ihr erster Roman. (Presse- Informationen)
Weitere Informationen im Netz unter:
"Herr Mozart wacht auf" – Eine kleine Leseprobe

AVIVA-Tipp: Das Erstlingswerk Eva Baronskys konnte nicht nur einen renommierten Verlag und Mozart-LiebhaberInnen überzeugen. Ihr tragik-komischer Roman, durchwachsen mit Höhen und Tiefen, behandelt unterhaltsam die Suche nach Sinn und Identität, Wahnsinn und Liebe, auch wenn die große Symphonie letztlich ausbleibt.

Eva Baronsky
Herr Mozart wacht auf:
Aufbau Verlag, erschienen Juni 2009
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
ISBN: 978-3-351-03272-2
19,00 Euro

Weiterlesen: "Am Anfang war die Nacht Musik" von Alissa Walser und "trazoM.Ein Mozart-Krimi" von Rita Hauser.

Weiterhören: "Hofmann - Haydn – Mozart" gespielt von Sol Gabetta und "Mozart-Requiem" mit Nikolaus Harnoncourt.

Literatur Beitrag vom 21.12.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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