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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 21.01.2010

Stefanie-Lahya Aukongo - Kalungas Kind. Wie die DDR mein Leben rettete
Sabine Grunwald

Clementine Aukongo überlebte schwer verletzt und schwanger das Massaker von Cassinga, und wurde als Bürgerkriegsflüchtling in die ehemalige DDR ausgeflogen, wo sie im September 1978 ihre Tochter ...



... Stefanie-Lahya Aukongo zur Welt brachte.

Stefanie-Lahya wuchs bei Pflegeeltern in Deutschland auf. Ein Artikel vom April 1979 in der Frauenzeitschrift "Für Dich" berichtete über das Schicksal der kleinen Stefanie, die im Bauch ihrer Mutter den Angriff auf ein namibisches Flüchtlingslager überlebte und von der Familie Schmieder aufgenommen und liebevoll gepflegt wurde. Doch nach 16 Monaten wurde das Baby zusammen mit der Mutter nach Afrika in ein Flüchtlingslager ausgeflogen.

Die Adoptiveltern kämpften über ein Jahr verzweifelt um die Rückkehr der kleinen Stefanie-Laya, und konnten das traumatisierte und körperlich schwer angeschlagene Kleinkind im Januar 1981 wieder in ihre Obhut nehmen. Stefanie wuchs zusammen mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Jenny behütet im ehemaligen Osten in der Prenzlauer Allee auf und hatte lediglich brieflich Kontakt zu ihrer Heimat Namibia.

Als Teenager besuchte sie zum ersten Mal ihre Eltern und das Heimatdorf ihrer Mutter, wo sie eine ganz andere Welt vorfand, die ihr völlig fremd war. Ihre Mutter war eine Fremde für sie und die beiden hatten es schwer, eine gegenseitige Verständigungsebene zu finden. Leichter gelang ihr der Zugang zu ihrem Vater Erasmus, den sie als 14jährige das erste Mal kennen lernte.
Mit den Jahren begann sie sich mehr und mehr für ihre Wurzeln zu interessieren und lauschte den Geschichten ihrer Großmutter Magdalena, die als Stammesfürstin eine natürliche Autorität und Würde ausstrahlte. Hier im Owamboland, wo das tägliche Leben hart und entbehrungsreich war, wurde sie mit offenen Armen aufgenommen und erfuhr eine Menge über die Stammestraditionen und Mythen. Stefanie-Laya lernte, das Beste der beiden unterschiedlichen Kulturen zu vereinen und ihre Wurzeln zu finden.

AVIVA-Tipp: Ein aufwühlender und persönlicher Lebensbericht einer jungen Frau, die ihr Überleben einigen glücklichen Umständen, der Kraft ihrer Mutter und der Beharrlichkeit ihrer deutschen Adoptiveltern verdankt.

Zur Autorin: Stefanie-Lahya Aukongo wurde im September 1978 in Berlin geboren und erhielt 1995 die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie studierte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und legte Ende 2009 ihr Diplom in "Public Management" ab, um für Hilfsorganisationen zu arbeiten. Weitere Infos und Kontakt unter: www.stefanie-lahya.de


Stefanie-Lahya Aukongo
Kalungas Kind
Wie die DDR mein Leben rettete

Rowohlt Taschenbuch Verlag, erschienen Oktober 2009
18 Fotos, 256 Seiten
ISBN 978-3- 499-62500-8
12 Euro

Literatur Beitrag vom 21.01.2010 Sabine Grunwald 

   




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