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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.04.2010

Atlas of Gender and Development. How social norms affect gender equality in non-oecd countries
Undine Zimmer

Die Daten des auf Englisch vorliegenden Atlas´ wurden zwischen 2005 und 2008 für 124 Entwicklungs- und Transformationsländer erhoben, die zu den Nicht-OECD-Staaten zählen. Der Atlas kartographiert..



.... den gesellschaftliche Status von Frauen in den untersuchten Staaten. Ein Update soll schon 2011 folgen.

Gleichberechtigung der Geschlechter wird innerhalb der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) als eines der wichtigsten Menschenrechte betrachtet.
Frauen sind vielerorts noch immer benachteiligt, in ihren Bürgerrechten eingeschränkt oder gewaltsamen Übergriffen in Kriegs- sowie Friedenszeiten ausgesetzt. Gleichberechtigung bekommt aber auch eine hohe Priorität auf der Agenda der OECD, da es sich als eine Schlüsselfunktion für Wirtschaftswachstum erwiesen hat und eng mit Bekämpfung der Armut und Entwicklung zusammen wirkt. Ebenso wichtig ist der OECD der Fokus auf die Mechanismen, welche die Ungleichheit reproduzieren. Daraus ergibt sich die zentrale Frage des vorliegenden Atlas´: Welche gesellschaftlichen Normen nehmen auf die Gleichstellung der Geschlechter in Nicht-OECD Ländern Einfluss?

Als Messinstrument wird der Social Institutions and Gender Index (SIGI) herangezogen. Er wurde vom OECD Entwicklungszentrum in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen definiert, um institutionelle Diskriminierung in Nicht-OECD Staaten messen zu können. Der Atlas präsentiert 124 Entwicklungs- und Transformationsländer, die wiederum in sechs Regionen zusammengefasst wurden: Ostasien und der Pazifik, Europa und Zentralasien, Lateinamerika und die Karibik, Naher Osten mit Nordafrika, Südasien und schließlich das subsaharische Afrika.

Gemessen wurde die Gleichberechtigung der Geschlechter am Erfolg von Frauen in den vier Bereichen Bildung, Gesundheit, Politik, Arbeitsmarkt:

  • "Family code" - bezieht sich auf Faktoren, die die Entscheidungen und Autorität der Frau im Haushalt betreffen: frühe Heirat, Polygamie, Abhängigkeit von den Eltern und Erbschaftsansprüche.
  • "Physical integrity" - indiziert Gewalt gegen Frauen und Genitalverstümmelung
  • "Son preference" - bezieht sich auf den "finanzielle Wert" der Frau, höhere Sterblichkeitsrate, bevorzugte Abtreibung von Mädchen oder Vernachlässigung weiblicher Babys.
  • "Civil liberties" - Freiheit der Anteilnahme an sozialen Aktivitäten, Bewegungsfreiheit und freie Wahl der Kleidung.
  • "Ownership rights" - Rechte der Frau und tatsächlicher Zugang zu Eigentum in Form von Land, Gütern und Krediten.

    "SIGI" bezieht sich auf Bereiche der Ungleichheit, die, laut OECD in anderen Gender-Indexen oft vernachlässigt wurden. Nach den oben genannten fünf Bereichen ist auch die jeweilige Bewertung der einzelnen Länder gegliedert. Sofern es die Datenlage erlaubte (in 102 von 124 Fällen), wurde eine allgemeine Einstufung des Landes nach SIGI in den fünf Kategorien "low", "low/medium", "medium", "medium/high", "high". vorgenommen. Der Index SIGI wird ständig verbessert, so dass bereits 2011 neue Forschungsergebnisse publiziert werden sollen. In Zukunft soll SIGI auch für die Mitgliedsstaaten der OECD anwendbar gemacht werden. Die Daten sind zusätzlich vollständig online einsehbar, so dass die interessierte LeserIn Angaben zu einem bestimmten Land oder bestimmten Thema nutzen kann. Jeder Region vorangestellt wurde eine kompakte Einleitung und ein Ranking der zu dieser Region gerechneten Länder.

    Fazit: Verteilung von Gleichberechtigung der Geschlechter in den sechs Regionen
    Von den Regionen ausgehend ein Fazit zu ziehen, birgt die Gefahr in sich, die oft großen Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten innerhalb der Region zu verfälschen. Aus der Vogelperspektive betrachtet zerfällt die Welt zunächst in zwei Teile: Südasien, subsaharisches Afrika, Naher Osten und Nordafrika landen auf der Schattenseite, wo der Index sie zwischen "hoch" und "sehr hoch" einstuft, während in den übrigen drei Regionen eine geringere Diskriminierung gemessen wurde. In der Region "Naher Osten und Nordafrika" liegt neben Algerien mit einem hohen Index zum Beispiel Tunesien mit einem niedrigen bis mittleren Index. Für die Länder Israel, Palästina, Jordanien, Libanon, Oman und Saudi Arabien ist aus Mangel an Daten in dieser Region kein Ranking vorhanden. Dennoch sind Informationen zu den strukturellen Merkmalen der Gesellschaft erläutert. Letztendlich ist das Anliegen des Atlas´ Strukturmerkmale sichtbar zu machen und diese müssen immer in ihrem Kontext ausgewertet und verglichen werden.

    Über die Organisation
    In der OECD haben sich 30 demokratische Regierungen zusammengeschlossen, um zusammen über die ökonomischen, sozialen und Umwelt relevanten Herausforderung der Globalisierung zu beraten. Mitgliedsstaaten sind Australien, Belgien, Kanada, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Japan, Korea, Luxemburg, Mexiko, Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, Polen, Portugal, Slowakische Republik, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei, Großbritannien, Tschechische Republik, Österreich, USA und die EU. Die Mitgliedschaft im OECD Entwicklungszentrum ist auch für Nicht-OECD Mitglieder möglich.

    AVIVA-Tipp: Der Atlas of Gender and Development ist vor allem für ExpertInnen gedacht, die sich mit diesen Themen in Wissenschaft und Forschung auseinandersetzen wollen. Auch wenn pro Land gerade eine Doppelseite zur Verfügung steht, findet die LeserIn wertvolle und kompakte Informationen, die auf Zusammenhänge schließen lassen und Stoff für interessante Fragen und Diskussionen liefern. Online findet sich ergänzend ein umfassendes Angebot an Informationen zur Geschlechterforschung weltweit. Die Ergebnisse des Atlas´ zu den einzelnen Ländern und den gemessenen Bereichen sind ebenfalls online einsehbar. Jede, die sich also für Fragen rund um Gender interessiert - auch innerhalb Europas - kann hier aufschlussreiche Hintergrundinformationen finden oder ihr Bewusstsein für Genderfragen mit Fakten schärfen.

    OECD
    Atlas of Gender and Development

    OECD, erschienen März 2010
    275 Seiten, Broschur
    ISBN: 9789264075207
    55 Euro

    Weitere Infos über den Atlas, Bestellmöglichkeiten und das Vorwort zum Downloaden finden Sie unter:

    www.oecd.org

    Aktuelle Forschung über "Gender" im Entwicklungszentrum der OECD:

    www.oecd.org/dev/gender

    Social Institutions and Gender Index (SIGI): hier sind die im Atlas zusammengefassten Daten einsehbar und es ist möglich, ein eigenes Ranking für ausgewählte Länder zu erstellen:

    www.genderindex.org

    Weitere Informationen und Studien zu "Gender gaps" in einzelnen Ländern finden Sie unter:

    www.wikigender.org

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

    25. Forum Globale Fragen am 23. März 2010 - Frauen als Akteure in Friedensprozessen - 10 Jahre VN-Sicherheitsresolution 1325

    Interview mit Catrin Hinkel zur Accenture-Studie One Step Ahead of 2011. A New Horizon for Working Women

    Die Accenture-Studie "One Step Ahead of 2011:A
    New Horizon for Working Women" können Sie unter folgendem
    Link als PDF herunterladen (in englischer Sprache):

    One Step Ahead of 2011: A New Horizon for Working Women

  • Literatur Beitrag vom 06.04.2010 Undine Zimmer 

       




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