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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 24.04.2010

Dominique Manotti - Letzte Schicht
AVIVA-Redaktion

Erpressung, Manipulation, Mord – die GegnerInnen in diesem Mega-Monopoly schrecken vor nichts zurück. Lebendige Miniaturen von kleinen Leuten und skrupellosen Machern ...



... verbinden sich zu einem handfesten Wirtschaftsthriller, dessen realen Hintergrund die Machenschaften um den Verkauf des französischen Staatskonzerns Thomson bilden.

Dominique Manotti wurde für "Letzte Schicht" (französischer Originaltitel "Lorraine Connection") mit dem renommierten Duncan Lawrie International Dagger 2008 ausgezeichnet. Dabei übertrumpfte sie die Crème der internationalen Kriminalliteratur: Nominiert waren neben ihr Fred Vargas, Stieg Larsson, Andrea Camilleri und Martin Suter.

In der Bildröhrenfabrik von Daewoo im lothringischen Pondange häufen sich die Betriebsunfälle. Als obendrein die beliebte Kollegin Rolande Lepetit entlassen und die Prämienzahlung verweigert wird, geht die Belegschaft auf die Barrikaden. Doch der wilde Streik läuft aus dem Ruder – bis ein verheerendes Feuer ausbricht. Unterdessen tobt in Paris der Kampf um die Privatisierung des Elektronik- und Rüstungskonzerns Thomson. Als der kleinere Bewerber Matra-Daewoo überraschend den Zuschlag erhält, holt Konkurrent Alcatel zum Gegenschlag aus. Ein Krisenstab soll kompromittierendes Material über Matra-Daewoo sammeln – mit allen Mitteln. Da kommen die Ereignisse in der lothringischen Fabrik wie gerufen. Man schickt den Privatdetektiv Charles Montoya nach Pondange, den seine Ermittlung zu Rolande Lepetit und zu explosiven Entdeckungen führt ...

Zur Autorin: Dominique Manotti, 1942 geboren, kam erst mit fünfzig Jahren zum Schreiben und veröffentlichte seither sechs Romane. Ihre Bezugspunkte sind der amerikanische Schriftsteller James Ellroy, die neuzeitliche Wirtschaftsgeschichte und die 68er-Bewegung. Diese ungewöhnliche Kombination begründet Manottis dichten, unpathetischen Stil. Die Historikerin lehrte an verschiedenen Pariser Universitäten Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, war als Gewerkschafterin in der CFDT aktiv und leitete als Generalsekretärin deren Pariser Sektion. Auf Deutsch erschienen: "Hartes Pflaster" (Assoziation A, 2004). (Quelle: Verlagsinformation)

"Die Hauptfigur – zum ersten Mal gibt es bei Manotti eine positiv konnotierte Heldin – heißt Rolande Lepetit und ist eine hervorragende Arbeiterin mittleren Alters, die ihren Sohn allein erzieht und dazu noch ihre alkoholabhängige Mutter durchbringen muss. Rolande ist schön, selbstbewusst, stark, intelligent und vom Leben enttäuscht: eine Mischung aus Simone Signoret in Goldhelm und Jackie Brown von Tarantino ..." europolar

"Dass die Geschäftswelt den Rahmen für einen Krimi bildet, ist nicht überraschend – es kommt sogar recht oft vor. Viel seltener ist es, dass die Arbeitswelt als Inspirationsquelle dient, obwohl die beiden Universen zusammenhängen. Manotti gelingt es meisterhaft, diese Verbindung manifest zu machen. Ihr Plot nimmt seinen Ausgang am Fließband und erstreckt sich bis ins Milieu der Hochfinanz. Dominique Manotti ist studierte Historikerin und nutzt dies sehr bewusst. Der Roman erzählt nicht nur die wahre Geschichte des Kampfs zwischen Alcatel und Matra-Daewoo um den Kauf von Thomson. Darüber hinaus liefert er eine Momentaufnahme von verblüffender Wahrhaftigkeit, als hätte das Genre Kriminalroman für die Autorin seinen Platz zwischen Zeitgeschichte und Investigationsjournalismus. Dabei beeinträchtigt die dokumentarische Präzision niemals das hohe literarische Niveau. Alle Figuren erscheinen vollkommen glaubwürdig, seien es die Fabrikarbeiterinnen oder die Elitebetriebswirte, die mit der Privatisierung von Thomson befasst sind. Und alle Zutaten des Kriminalromans sind da, so fesselnd wie sie sein müssen. Letzte Schicht liest sich wie der wahre Roman der Wirtschaftswelt, in der wir leben." Le Monde

"Mit der Strenge der Historikerin nutzt Dominique Manotti die Versatzstücke einer bekannten Affäre für einen prallen Roman. Sie verehrt James Ellroy und schreibt auch wie er: markig, ausdrucksstark, bilderreich. Brillant ihre Darstellung starker Gefühle – Verliebtheit, soziale Revolte, Machtgier –, gnadenlos ihre Chronik der Entgleisungen unserer Gesellschaft. Letzte Schicht liest sich als grandioser Krimi, aber seine Bedeutung geht weit über das Genre hinaus." Marie Claire

AVIVA-Tipp: ein Wirtschaftskrimi der besonderen Art: realistisch, elegant, voller Knowhow und literarischer Raffinesse.

Dominique Manotti
Letzte Schicht

Deutsch von Andrea Stephani
Ariadne Krimi 1188 (Argument Verlag), erscheint im Mai 2010
256 S., 12,90 Euro
ISBN 978-3-86754-188-6





Literatur Beitrag vom 24.04.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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