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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 16.07.2010

Kay Langdale - Was das Herz weiß
Jana Muschick

Jane und Nick sind seit 12 Jahren verheiratet und glücklich. Nichts scheint ihnen im Leben zu fehlen – bis Nick beginnt, sehnsüchtig nach der neuen, alleinerziehenden Nachbarin Evie zu schauen..



... die glücklich mit ihren zwei Kindern lebt.

Risse im täglichen Einerlei

Die alltägliche Harmonie zwischen Jane und Nick wird abrupt unterbrochen, als Jane ihre pflegebedürftige, demenzkranke Mutter Vera bei sich aufnehmen muss. Plötzlich hat Jane nur noch für Vera Zeit und spürt nicht, dass Nick sich für ganz andere Dinge interessiert. Das Paar entfernt sich immer stärker voneinander.

Janes Mutter ist eine verbitterte Frau – bevor Jane geboren wurde, hatte sie eine Affäre mit dem Nachbarn, um ihren Mann eifersüchtig zu machen. Als ihr Mann die aus dem Seitensprung entstandene Tochter aber mehr liebte, als es Vera je für möglich gehalten hätte, begann ihr demütigender Feldzug gegen Jane. Auf diesem Weg des Hasses schreitet sie bis zu ihrem Tod voran. Noch mit den letzten Regungen ihres dementen Hirnes kritzelt sie auf die Geburtsurkunde von Jane den Namen ihres wahren Vaters, um so die Vater-Tochter-Liebe zu zerstören.

Neue Wünsche

Nick ahnt nichts von diesen Hasstiraden. Er lässt sich von der elfengleichen Nachbarsfrau Evie verzaubern – nicht, weil er sie attraktiv findet, sondern weil er es genießt, mit ihren Kindern TickTock und Felix zusammen zu sein. Die kurzen Besuche im Nachbarhaus erfüllen ihn stets mit Freude und geben ihm das Gefühl, dass er doch ein Vater sein könnte. Langsam reift in ihm der Wunsch, eine Familie zu gründen, auch wenn er sich nicht traut, seine überforderte Frau mit diesem Gedanken zu konfrontieren.

Als Evie einen schweren Autounfall hat und klar ist, dass sie nicht aus dem Koma zurückkehren wird, steht das Sorgerecht um die Kinder zur Debatte. Nick muss seine Frau nun fragen, ob sie es sich mit 42 Jahren noch vorstellen könnte, Mutter zu werden. Dass Jane in dieser Beziehung traumatisiert ist, weil sie glaubt, eine ebenso schlechte Mutter zu sein, wie ihre eigene es war, weiß Nick nicht.

Sorgerecht

Evie hat eine Schwester, Margaret. Da sie trotz jahrelanger Eizellenbefruchtung nicht schwanger werden konnte, möchte diese nun nichts sehnlicher, als die Kinder ihrer Schwester adoptieren. Doch Margaret ist sehr korrekt, streng und das ganze Gegenteil der chaotisch-gemütlichen Evie. Sie befiehlt den Kindern Benimmregeln einzuhalten, kleidet sie in die Sachen, die sie am wenigsten mögen und zwängt die Knirpse in eine Rolle, die ihnen die Tränen in die Augen treiben.

Nick, der sich selbst versprochen hatte, Evie zu helfen – gerade weil die zarte Frau in ihm Beschützerinstinkte weckte – fühlt sich den Kindern verpflichtet. Nicht nur, weil er nicht möchte, dass sie zu der ungeliebten Schwester von Evie kommen, sondern auch, weil er sie selbst sehr mag. Der Streit um das Sorgerecht beginnt. Letzten Endes liegt die Entscheidung bei den Kindern. Können sie sich der dominanten Tante widersetzen oder schafft es Nick, die kritische Frau vom Sorgerechtsamt von seinen guten Absichten zu überzeugen?

AVIVA-Tipp: Der Unterhaltungsroman "Was das Herz weiß", ist angesiedelt zwischen verschiedenen Familienmodellen unserer Zeit - hier die alleinerziehende Mutter und dort die kinderlosen Paare, deren Geschichten anhand von unterschiedlichen Erzählperspektiven authentisch dargestellt werden. Aktuell und sehr interessant.

Zur Autorin: Kay Langdale, 1963 in Coventry/ England geboren, studierte Englische Literatur an der London University und unterrichtete in Oxford die Literatur des 20. Jahrhunderts. Seit 2003 arbeitet sie als freie Schriftstellerin. Heute lebt Langdale mit ihren vier Kindern, Hunden und Hühnern im ländlichen Oxfordshire.
(Quelle: Verlagsinformation)

Kay Langdale
Was das Herz weiß

Übersetzerin: Judith Schwaab
"What the Heart knows"
Rowohlt Verlag, erschienen September 2009
Hardcover, 286 Seiten
ISBN-13: 978-3-463-405407
19,90 Euro


Literatur Beitrag vom 16.07.2010 Jana Muschick 

   




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