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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 24.07.2008

Peking Girls - Annie Wang
Anna-Lena Berscheid

Die Autorin berichtet in ihrem zwiespältigen Roman aus der Perspektive junger Chinesinnen in der heutigen Zeit, deren Leben nichts mehr mit kommunistischer Ideologie und Parteikonformität zu tun hat.



Die Protagonistin Niuniu ist Mitte 20 und entspricht wohl dem Stereotyp der modernen Großstadtchinesin: Sie hat in den USA studiert, arbeitet seit ihrer Rückkehr nach Peking als Journalistin bei einer ausländischen Presseagentur und gehört in einer vorgeblich klassenlosen Gesellschaft zur Oberschicht. Sie und ihre Freundinnen Beibei und Lulu, beide natürlich ebenfalls erstklassig ausgebildet und reich, haben nur wenige Probleme im Leben. Die meisten drehen sich um die Suche nach dem optimalen Partner. Soll es ein Chinese sein oder doch besser ein Ausländer? Wird ein Lebenskünstler die Frauen glücklich machen oder ein Mann, der VAV ist – verheiratet, aber verfügbar?

Autorin Annie Wang berichtet von der Entwicklung Chinas zu einer modernen Gesellschaft, die sich immer mehr am kapitalistischen Westen zu orientieren scheint. Wichtig sind Geld, Designerkleidung und Statussymbole. "Harvard" ist die begehrteste Marke, ein Studium dort ist Gold wert und erstrebenswert. Der kommunistischen Partei schließen sich junge Menschen längst nicht mehr aus ideologischen Gründen an: Mitglied der Partei wird, wer sich davon einen Nutzen für die Karriere verspricht. Leider erfährt die Leserin nur wenig über die tatsächlichen Ausmaße, die die gewaltige gesellschaftliche Umwälzung für die chinesische Bevölkerung mit sich bringt. Niuniu reißt diese zwar in ihrem Job als Journalistin an, der Fokus liegt jedoch auf der Party, die sie nach der Recherche in der fernen Provinz besucht.

Bei "Peking Girls" handelt es sich weniger um einen Roman mit stringenter Handlung als um eine lose Aneinanderreihung von Episoden, in denen Niuniu von den Sorgen, Problemen und Erlebnissen ihrer Freundinnen und Bekannten berichtet. Die Geschichten drehen sich dabei in erster Linie um die Liebe in Zeiten einer immer rasanter fortschreitenden Modernisierung der Gesellschaft. Promiskuität ist längst nicht mehr verpönt, dennoch scheint das größte Ziel immer noch der sichere Hafen der Ehe zu sein.

Zur Autorin: Annie Wang, geboren 1972, wuchs in Peking auf. Sie studierte Journalismus und verließ China 1993, um ihr Studium in Kalifornien abzuschließen. Im Anschluss arbeitete sie für die "Washington Post" in Peking.

AVIVA-Fazit: Der Klappentext von "Peking Girls" lockt mit Sex, Konfuzius und Prada – der Versuch, auf den Zug der Erfolgsserie "Sex and the City" aufzuspringen ist allzu eindeutig. Dabei fehlt dem Buch jedoch alles, was die Zuschauerinnen damals fesselte: Annie Wang gelingt es nicht, ihre Charaktere so zu gestalten, dass sie der Leserin ans Herz wachsen. Die Frauen bleiben gesichts- und herzlos, reiche Püppchen eben, an denen die wahren Probleme des "Entwickungslandes" China vorbeigehen. Ebenso fehlt es dem Buch an Humor, der zwischen der permanenten Larmoyanz der Protagonistinnen dringend nötig wäre, um die Lektüre erträglicher zu machen. Anstrengend ist zudem der Schreibstil, da Annie Wang ausschließlich im Präsens schreibt. Letztendlich handelt es sich bei "Peking Girls" um eine Aneinanderreihung von Oberflächlichkeiten, deren einzig interessanter Aspekt es ist, mehr über das moderne China zu erfahren.

Annie Wang
Peking Girls

Aus dem Englischen von Annette Hahn
Aufbau Verlag, erschienen im Mai 2008
Broschiert, 362 Seiten
ISBN-13: 978-3746624099
8,95 Euro

Literatur Beitrag vom 24.07.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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