Hannelore Elsner - Im Überschwang. Aus meinem Leben - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 11.06.2011

Hannelore Elsner - Im Überschwang. Aus meinem Leben
Sharon Adler

Noch viel mehr als nur eine Autobiographie ist die erste Veröffentlichung einer der bedeutendsten Schauspielpersönlichkeiten im deutschen Film und Fernsehen. Reflektionen und Betrachtungen über ...



... Vergangenes und Zukünftiges macht dieses Selbstporträt aus.

Weise und wach hinterfragt die Künstlerin ihre eigene Rolle in ihrem privaten und beruflichen Leben und kreiert in ihrer Interpretation neue Sichtweisen und Denkansätze.

"Mein Beruf ist der beste, der schönste, der allerschönste für mich, den ich mir vorstellen kann. Dieser Beruf, der am Anfang nur ein Job war, ist mir längst zur Berufung geworden. Wenn ich nicht spielen kann, ist mir das Leben zu ernst."

Wie ernst ihr dieser Beruf war und ist, wie sie sich in die jeweiligen Rollen einarbeitet und wie alles begann, schildert Hannelore Elsner äußerst kurzweilig, amüsant, aber auch nachdenklich und klug. Beinahe, so scheint es der Leserin bisweilen, tritt sie nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit ihrem unbekannten Gegenüber in einen Dialog. Aber auch die ihr wichtigen Personen werden durch die Erinnerungen Elsners fühl- und spürbar. Darunter Lover, Lebensgefährten, der Sohn, die Eltern, allen voran die Großmutter, Freunde und Freundinnen, aber auch SchauspielkollegInnen und RegisseurInnen. Die Menschen, die Elsner geprägt haben und die gleichzeitig von ihr geliebt und inspiriert wurden.

Rückblickend erinnert sie sich aber auch daran, dass sie nicht immer geliebt wurde, dass sie nicht immer nur Glück erfahren hat in ihrem Leben. Davon erzählt ihr Schmerz über den frühen Verlust ihres Bruders und Vaters, das Unvermögen, mit der Mutter Frieden zu schließen oder auch die Vorstellung, als Kind pummelig und hässlich gewesen zu sein.
Die heute gefeierte Künstlerin lässt uns teilhaben am Glück und Verlust der ersten Liebe, von ihren Lehrjahren als Schauspielerin und daran, wie sie als wildes, oft einsames Mädchen in ihrer bayerischen Heimat jeden Baum erklomm, aber nicht immer wieder herunterfand.

Später sollte sie als Klosterschülerin verlogene Moral verabscheuen lernen, und im München der Fünfziger- und Sechzigerjahre das Kino zu ihrem eigentlichen Zuhause machen, bis sie sich unverhofft als 16-Jährige in Istanbul zum ersten Mal vor einer Filmkamera wiederfand, auch wenn dieser Film letztlich nicht produziert wurde. Elsners spätere Jahre waren geprägt von ihrer Liebe zum Jazz und besonders zum französischen Film, auch wenn sie in dieser Zeit von Filmen unterschiedlichster Produktionen begeistert war – außer von den deutschen, denn:

"Die deutschen Filme von damals haben mich nicht interessiert. Die fand ich verlogen und falsch. Papas Kino."

Einen besonderen Raum schließlich gibt die Schauspielerin in ihrer Autobiographie den Rollen, die ihr wichtig waren und dem Herantasten an ein Stück und ihre Rolle.
Hannelore Elsner, geboren 1942 in Burghausen, absolvierte eine Schauspielausbildung in München und begann Ende der Fünfziger Jahre ihre Karriere mit ersten Filmauftritten. In den Sechzigern folgten Engagements an Theatern in München und Berlin sowie zahlreiche Rollen in Unterhaltungsfilmen. Doch auch die deutschen Autorenfilmer wurden auf sie aufmerksam. So spielte sie 1973 in Die Reise nach Wien von Edgar Reitz und 1975 in Berlinger von Bernhard Sinkel und Alf Brustellin. Ab den Siebziger Jahren war Hannelore Elsner auch häufiger im Fernsehen zu sehen, große Popularität erlangte sie ab 1994 als Titelfigur der ARD-Serie Die Kommissarin, ein Titel, für den sie sich gegen Widerstände persönlich einsetzte. Ihr großes Kino-Comeback erlebte sie 1999 mit Oskar Roehlers Die Unberührbare. Für ihre Verkörperung der Schriftstellerin Hanna Flanders/Gisela Elsner wurde sie im Jahr 2000 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Preise und Ehrungen erhielt sie für ihre Rollen in Mein letzter Film(2002), Alles auf Zucker (2005) und Kirschblüten – Hanami(2007). Seit dem 02. Juni 2011 ist sie in dem Film Das Blaue vom Himmel von Hans Steinbichler im Kino zu sehen.

Hannelore Elsner verkörpert auf der Leinwand und auf der Bühne subtile Stärke und eine archaische Ausdruckskraft, in der Schönheit, Stolz und Erotik auf faszinierende Weise verbunden sind. Mit ihrer schauspielerischen Wandlungsfähigkeit, die alle Facetten von der modernen Kommissarin bis zur historischen Kostümrolle mühelos auslotet, hat Hannelore Elsner hohe Anerkennung bei Presse und Publikum erreicht.

AVIVA-Tipp: "Im Überschwang. Aus meinem Leben" zeigt viele neue Seiten der Künstlerin, die in ihrem Selbstporträt gleichsam achtsam und aufrichtig reflektiert, sinniert und philosophiert – über die Liebe in all ihren Facetten, ihre "Lebensmenschen" und das nicht-planbare Leben.

Hannelore Elsner
Im Überschwang
Aus meinem Leben

ISBN: 978-3-462-04230-6
Kiepenheuer & Witsch, erschienen 19. Mai 2011
320 Seiten, gebunden
Euro 19,99


  • 22. Juni 2011, 20:00 Uhr
    Hannelore Elsner liest aus "Im Überschwang"

    Veranstaltungsort: Renaissancetheater
    Knesebeckstr. 100
    Berlin-Charlottenburg

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

    Das Blaue vom Himmel

    Alles auf Zucker

    Vivere,(2007), ein Film von Angelina Maccarone

    Rot und Blau (2002)

  • Literatur Beitrag vom 11.06.2011 Sharon Adler 

       




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