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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.07.2011

Andrea Schacht - Die keltische Schwester
Tatjana Zilg

Die Autorin, bereits durch ihre Katzenromane bekannt, siedelt ihren turbulent-humorvollen Working-Woman-Roman in der Gegenwart an und lässt dann geschickt Fantasy-Magie und keltische Geschichte ...



... einfließen.

Karriereentscheidungen

Anfangs sieht Lindis Farmut, Ende Zwanzig, in ihrem neuen Job als Projektplanerin bei der Unternehmensberatung KoenigConsult vor allem eine tolle Karrierechance. Inhaltlich setzt sie sich mit dem Projektziel, inmitten einer französisch-bretonischen Naturlandschaft eine hypermoderne Ferienanlage zu errichten, wenig auseinander. Urlaub macht doch jede(r) gern, warum nicht eine schicke Anlage mit zeltartig überdachten Freizeitpark errichten, rechtfertigt sie sich vor sich selbst. Dennoch meldet sich die innere Unzufriedenheit immer wieder, die schon der Grund war, warum sie den alten Job gekündigt und sich eine neue Herausforderung gesucht hatte.
Ablenkung findet sie in einer lockeren Affäre mit dem gut aussehenden Projektleiter Wulf Daniels, der auch ihr unmittelbarer Vorgesetzter ist. Die Zusammenarbeit läuft zunächst gut: Der Unternehmenschef Dr. Koenig ist begeistert von der neuen Mitarbeiterin. Ein Störenfried ist jedoch der ältliche Herr Schweitzer, der aus unerklärlichen Motiven zunehmend boykottierend auf das Projekt einwirkt.

Erste Zweifel am Turbo-Tourismus-Projekt

Lindis bietet Schweitzer gekonnt die Stirn und könnte sich auf dem besten Weg fühlen, alles zu erreichen, was sie sich vorgenommen hat. Wären da nicht einige Bewandtnisse, die dies alles in Frage stellen: Konkret und unübersehbar stolpert ihre kleine Schwester Beni, ein aufgeweckter und hochintelligenter Teenager, in ihr Leben. Bei den Eltern ausgerissen, bittet sie Lindis überraschend, bei ihr wohnen zu können. Das funktioniert besser, als die große Schwester gedacht hätte. Beni bietet ihr einen willkommenen Kontrapunkt zum durchstrukturierten Unternehmensberatungsalltag und kitzelt ihren Widerstand gegen das aalglatte Tourismusprojekt hervor. Lindis´ Zweifel werden durch plötzlich auftretende Tag- und Nachtträume verstärkt, die schnell Indizien darauf aufweisen, mehr zu sein als gewöhnliche Träume. Ständig drehen sie sich um die keltische Seherin Danu, die vor Jahrhunderten genau an dem Ort lebte, an dem das Feriendorf errichtet werden soll.

Lebendige Geschichte durch ein keltisches Museumsdorf

Die beiden Zeitebenen der Handlung in der Gegenwart und der Vergangenheit schieben sich weiter ineinander, als Lindis ihrer großen, aber gescheiterten Liebe Robert Caspary, einem attraktiven Junior-Universitätsprofessor, wiederbegegnet. Er plant gemeinsam mit der Dorfbevölkerung ein Museumsdorf anstelle der Ferienanlage einzurichten. Dafür müsste das von KoenigConsult gesteuerte Projekt fallen gelassen werden. Lindis gerät mehr und mehr in eine Zwickmühle. Um dieser zu entkommen, muss sie sich tiefergehend mit den Botschaften aus ihrer Innenwelt auseinandersetzen, und herausfinden, nach welchen Werten sie ihr Leben gestalten möchte.

AVIVA-Tipp: Der gelungene Genre-Mix macht den Roman für viele LeserInnen attraktiv. Die Heldin wird im Gegensatz zur reinen Fantasyliteratur nicht gleich innerhalb der ersten zehn Seiten aus ihrem gewöhnlichen Alltag in eine mystische, abenteuerliche Welt katapultiert, in der völlig andere Regeln gelten als in der Realität der LeserInnen. Die Autorin bringt den Reiz der Lebenswirklichkeiten in vergangenen Zeiten nahe, indem sie ihn aus einem Umfeld in der Gegenwart, das viele Identifikationspunkte bietet, heraus entwickelt. Die Frage, warum es möglich ist, dass Lindis Danus Lebensstationen in träumerischen Visionen nacherlebt, bleibt dabei spielerisch offen, wodurch auch das dramatische Ende eine erfrischende Leichtigkeit beibehält.

Zur Autorin: Andrea Schacht lebt als freie Schriftstellerin in der Nähe von Bad Godesberg. Neben erfolgreichen historischen Romanen hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht, in denen Katzen eine Hauptrolle spielen. Bei Rütten und Loening liegen von ihr vor: "Das doppelte Weihnachtskätzchen", "Weihnachten mit Plüsch und Plunder", "Weihnachtskatz und Mausespeck" sowie "Weihnachtskatze gesucht" sowie ab Frühjahr 2011 "Die keltische Schwester". Im Aufbau Taschenbuch veröffentlichte sie "Der Tag mit Tiger", "Auf Tigers Spuren", "Tigers Wanderung", "Die Katze mit den goldenen Augen", "Katzenweihnacht" sowie "Morgen Katzen wird´s was geben".

Andrea Schacht
Die keltische Schwester

Rütten und Loening, erschienen im April 2011
Gebunden, 475 Seiten
ISBN 978-3-352-00806-1
16,95 Euro




Literatur Beitrag vom 22.07.2011 AVIVA-Redaktion 

   




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