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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.02.2012

Dorothea Razumovsky - Babuljas Glück
Tatjana Zilg

Aus dem Alltag ausbrechen und etwas völlig Neues erleben: Diesen Wunsch kennen viele. Die Heldin des Romans wartet damit bis ins hohe Alter, um dann spontan nach Sibirien zu fliegen.



Zuvor verließ sie fluchtartig das SeniorInnenheim, in dem sie seit einiger Zeit lebt, und folgte ihrem Wunsch, den 16jährigen Wowa in seiner Heimat aufzuspüren. Nachdem sie den jungen Russlanddeutschen im Rahmen eines Besuchdiensts kennen gelernt hatte, entwickelte sich schnell eine von gegenseitiger Achtsamkeit getragene Freundschaft. Als er von einem Tag auf den anderen verschwindet, macht sie sich große Sorgen, aber erschreckt auch über die wiedereinkehrende Einsamkeit. Sie hat keine eigenen Kinder und führte ihr halbes Leben mit einem mittlerweile verstorbenen Professor eine Ehe, in der nie eine wirklich dichte Beziehung entstand. Während ihrer außergewöhnlichen Reise wird sie auch auf diese Ehe zurückblicken und in einem inneren Dialog die offen gebliebenen Konflikte austragen.

Ein sibirisches Abenteuer voller Überraschungen

Während der Tage in dem abgelegenen Dorf Slawgorad lässt sie sich nicht nur mit herzerwärmender Offenheit auf die teilweise etwas skurrilen Menschen ein, die ihr dort begegnen, sondern sie zieht auch Bilanz über ihr von der Nachkriegszeit geprägtes Leben, die verlorenen Chancen und erfahrenen Freuden.
Die Autorin lässt diese unterschiedlichen Erzählebenen geschickt ineinander fließen und verzichtet auf in sich geschlossene Rückblenden. Stattdessen fühlt sie sich sehr empathisch in ihren Hauptcharakter ein. Die Verflechtung der Gedankenstränge der alten Dame mit dem gegenwärtigen Geschehen wirkt dadurch ausgesprochen natürlich und frau lässt sich gerne auf das Auf und Ab der sich abwechselnden Zeitebenen ein.
Die Ich-Erzählerin begibt sich, nachdem sie Wowa aufgestöbert hat und dieser sie bei sich und seiner Jugendfreundin aufnimmt, auf die Spuren seiner vor Kurzem verstorbenen Großmutter Babulja, die der DorfbewohnerInnenschaft eine liebevolle Unterstützerin war. Dabei trifft sie auf widerborstige RussInnen, die versuchen, aus der desolaten Situation im makropolitisch eher verlassenen Sibirien das Beste zu machen. Wowa braucht hierbei etwas Nachhilfe und die SeniorInnenheim-Flüchtige wird seine Mentorin. Leider läuft ihr Visum ab und bald sind ihre Tage in Russland gezählt. Doch kann sie sich leichten Herzens auf die Rückkehr nach Deutschland begeben, da sie mit weiser List und sanfter Zielstrebigkeit alles in dem Dorf erreicht hat, was sie sich vorgenommen hatte.

AVIVA-Tipp: "Babuljas Glück" ist eine anrührende Geschichte, die einen humorvollen wie auch lebensweisen Blick auf den Austausch zwischen den Generationen wirft. Die Autorin zeichnet dieses reziproke Geben-und-Nehmen genauso feinsinnig wie das sibirische Dorf selbst in seiner sympathisch-skurrilen Atmosphäre zwischen fatalistischer Gelassenheit und träumerischer Aufbruchstimmung. Ein charmantes Lesevergnügen für alle Generationen.

Zur Autorin: Dorothea Razumovsky arbeitete für den Rundfunk und Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist Autorin mehrerer Sachbücher, überwiegend zu Themen der Geschichte und Außenpolitik. Sie lebt in Lich in Hessen. Ihr literarisches Debüt war der 2009 erschienene Roman "Letzte Liebe". (Quelle: Verlagsinfo Weissbooks)
Weitere Infos unter: weissbooks.com

Dorothea Razumovsky
Babuljas Glück

Gebunden, 154 Seiten
Verlag Weissbooks, Frankfurt am Main, erschienen Herbst 2011
ISBN 978-3-86337-010-7
18,90 Euro



Literatur Beitrag vom 06.02.2012 AVIVA-Redaktion 

   




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