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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 21.04.2003

Als Lesbe durch die Metropolen dieser Welt
Kirsten Eisenberg

Die Herausgeberinnen Traude Bührmann und Suzette Robichon laden in "Lesbisches Berlin" und "Lesbisches Paris" zu vielversprechenden Streifzügen durch Stadtleben und -geschichte ein



DAS LESBISCHE BERLIN:
"Wir gehen über die Strasse des 17. Juni hinweg (...) zur Amazone. Sie ist das lesbische Wahrzeichen Berlins..." – dieses Buch lässt die Leserin zu Orten spazieren, die von Lesben initiiert wurden, an denen Lesben arbeiten oder die von Lesben frequentiert wurden und werden. Dabei fühlt frau sich in guten Händen, denn Traude Bührmann ist selbst Urberliner Lesbe und kennt sowohl die heutigen wichtigen Ecken als auch längst verschwundene, aber in die Geschichte eingegangene Orte.

"Hier gaben sich neben Fuchs und Elster die Berliner kriminelle Halbwelt, Prostituierte, Homosexuelle und Künstler die Klinke in die Hand..."
Die Autorinnen sind sozusagen live mit dabei und beschreiben, was frau vor sich sieht und welche geschichtlichen Hintergründe und Anekdoten sich hinter den aufgesuchten Orten verbergen...Die wilde Zeit der 20er, als in Berlin das lesbische Leben nur so brodelte, wird durch spannende Erzählungen wieder lebendig.

Verborgenes Museum in Charlottenburg, Schokoladenfabrik in Kreuzberg: Die Rundgänge führen durch verschiedene, für Lesbengeschichte/n bedeutende Stadtteile. Frau erfährt nebenbei so einiges über berühmte Musikerinnen, Schriftstellerinnen, Malerinnen oder Freiheitskämpferinnen, die einst im betreffenden Bezirk lebten und wirkten. Die Straßen sind plötzlich nicht mehr nur leere Namen, sondern beginnen, durch teils bewegende Geschichten über Berliner Frauenschicksale vorm inneren Auge der Leserin ein Profil zu entwickeln.

Hilfreich für die Orientierung sind Stadtteil-Pläne, auf denen die wichtigsten Besichtigungspunkte markiert sind, und die interessanten Porträts von Bewohnerinnen sowie von Szenekneipen des jeweiligen Bezirkes am Ende der einzelnen Kapitel.

Zwischen den stadtteilbezogenen Seiten sind Anekdoten und Geschichten von Berliner Lesben eingestreut, die über das einschlägige Nachtleben,starke Berliner Frauen, Bedingungen für Rolli-Fahrerinnen im lesbischen Berlin und viele andere, ganz unterschiedliche Themen im Plauderton berichten.
Besonders interessant: Eindrücke von Migrantinnen, in deren Ursprungsländern Homosexualität teilweise noch als Verbrechen gilt.

Das Buch kommt ohne viel Farb- und Layout-Effekte aus, nur einige ansprechende Schwarz-Weiß-Fotos und –Zeichnungen bereichern den ergiebigen Text.

Nicht nur Adressen, sondern auch Beschreibungen aktueller frauen- und lesbenbezogener Projektarbeit finden sich im umfangreichen Serviceteil am Ende des Buches. Ob Kfz-Kurs für Frauen oder schwullesbische jüdische Gemeinde – Bührmann hat hier sehr viel Wissenswertes zusammengetragen. Nützliche Anschriften finden sich zu den unterschiedlichsten Rubriken, von Bars/Cafés/Kneipen über Psychologie/Gesundheit bis hin zu Vereinen/Parteien.
Darüber hinaus erhält die interessierte Leserin Anregungen für vertiefende Lektüre.



Traude Bührmann (Hg.)
Lesbisches Berlin. Die Stadtbegleiterin
Verlag: Orlanda Frauenverlag, 2.Auflage, 2002
ISBN: 3-929823-89-6
Preis: 16,00 EURO

Literatur Beitrag vom 21.04.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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