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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 25.05.2005

Das Hartz IV Kochbuch - Kochen im Zeichen der Misere
Ruth Niehaus

Wer sich und seine Kinder schon rachitisch und mangelernährt im lichtlosen V. Hinterhof darben sah, bekommt nun genügend Ideen.



Gutes Essen, noch dazu mit FreundInnen oder der Familie, kann ein Quell echter Freude sein - diese fällt ganz nebenbei, sozusagen gratis ab. Das mit dem guten Essen ist da schon etwas schwieriger, denn der Blick ins Portemonnaie kann die Lust am Genuss und der Ideenfindung empfindlich lähmen. Stoisch und resigniert greifen wir im Discounter zu Nudeln und Tomatenpüree, manchmal sogar mit "Ökotest: sehr gut" - Prädikat. Wir bevorraten uns wegen des Vitamin-B-Komplexes mit Vollkornreis. Möhren, Zwiebeln und Salatgurken sind immer günstig, und wenn man dann noch hin und wieder einen Apfel verspeist, wirkt sich die Armut zumindest nicht auf die Gesichtsfarbe aus. Diese Strategie ist recht pragmatisch aber ausgesprochen unsinnlich.

Die Ödnis auf dem Teller macht große und kleine Menschen auf die Dauer unlustig und missmutig. Wie sollen sich da all die heute so wichtigen "Soft-Skills" wie Eigeninitiative, Kreativität und Flexibilität vernünftig ausbilden?
Wie trotz des pekuniären Mangels eine inspirierende Fülle in die Töpfe gezaubert werden kann, zeigen die Autorinnen, beide kampferprobte Gründerinnen von Ich-AGs, mit ihrem Hartz-IV-Kochbuch. Nicole Schlier hat bewährte Rezepte aus dem Repertoire ihres Cateringservice´ ausgewählt, Sigrid Ormeloh hat sie auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft.

Auch wenn einige der häufig genannten Zutaten wie Pinienkerne u. U. den Finanzrahmen sprengen, und andere, wie Gänseblümchen, nur im Rahmen einer aufwändigen Exkursion vor die Tore der Stadt organisiert werden können - Wer will schon das kontaminierte Grünzeug aus den öffentlichen Parks essen?- die Rezeptsammlung hilft, sich von der dünnen Patte nicht in Panik versetzen lassen und am Herd wieder mutiger zu werden.

© Katrin Winter

Zu den Autorinnen:

Nicole Schlier (43), von Hause aus Kostümbildnerin für Theater, Film und Fernsehen und Mutter der fünfjährigen Tabea, arbeitet seit mehreren Jahren professionell im Catering, inzwischen betreibt sie ihren Kochservice als selbstständige Unternehmerin (Ich-AG). Für ihre Kunden, überwiegend aus der Film- und Fernsehbranche, zaubert sie Nachspeisenbuffets und Hochzeitstorten, warme Menüs für 35 Leute und ausgefallene Buffets für bis zu 100 Gäste. Aus ihrem reichen Repertoire wählte sie für das Hart(z) IV-Kochbuch, ihr erstes Kochbuch, besonders pfiffige Rezepte, die zugleich schmackhaft, preiswert und individuell sind - und den Praxistest durch ihre Ko-Autorin überstanden.
Sigrid Ormeloh (41) ist gelernte Buchhändlerin, diplomierte Anglistin und Medienpädagogin, außerdem arbeitete sie als Filmemacherin und Journalistin. Vergangenes Jahr machte sich die zweifache Mutter (Tochter Cora ist fünf, Sohn Joris drei Jahre alt) mit einer Ich-AG als Hörfunk-Journalistin und Rechercheurin für TV-Produktionen selbstständig. Mit kritischem Realitätssinn prüfte sie Zutaten und Rezepte auf ihre Realitätssinn prüfte sie Zutaten und Rezepte auf ihre Alltagstauglichkeit. Mit Textwitz, Tipps und Kocherfahrung gemäß dem Familienmotto: "nur nichts verkommen lassen" beweist die vielseitige Autorin, dass Sparsamkeit keine Spaßbremse sein muss.

Die Website www.hartz-iv-kochbuch.de bietet Informationen rund ums Buch, Tipps zu Kräutern und saisonalem Einkaufsverhalten. Es ist geplant, dass demnächst die Möglichkeit zum Austausch von Sammeltipps. Sparerfahrungen und Rezeptvarianten besteht.

Sigrid Ormeloh, Nicole Schlier
Das Hartz IV Kochbuch
Ein Kochbuch für harte Zeiten
Lumica Verlag, Berlin, erschienen am 01. Mai 2005
70 Seiten, farbige Abb., Spiralbindung
ISBN 3-929028-22-0
12,00 Euro

Literatur Beitrag vom 25.05.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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