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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.06.2005

Russische Bücher von Jagoda Marinic
Sabine Grunwald

In den drei Erzählungen geht es um Verlust, den Verlust von PartnerInnen, FreundInnen und Eltern. Die Schwierigkeit, Beziehungen aufzubauen und das eigene Leben zu meistern.



Der ehemalige Liebhaber wird nicht mit Namen genannt, er ist schlicht "der Andere", und als er wieder auftaucht, gibt die Protagonistin die Illusion einer glücklichen Ehe auf und geht. Mit dieser Entscheidung wird es ihr möglich, sich von ihren Ängsten zu befreien und ein eigenes unabhängiges Leben zu führen.

"Jetzt fühle ich mich verlassen genug, um mich einem Menschen aufrichtig zu nähern. Nicht aus Notwehr, nicht als Mittel wider die Verlassenheit, sondern, trotz der Verlassenheit, ein Mensch."

In der Geschichte "Lara" zieht die Protagonistin ständig um, in andere Städte und zweimal in andere Länder, immer auf der Suche nach dem "richtigen Leben". In den letzten drei Jahren hat sie das Bleiben gelernt. Um es aushalten zu können, ist sie stumpfer geworden. Dem Drang nach der Ferne setzt sie eine Kraft entgegen, die die Anderen als "Erwachsen-Sein" beschreiben.

Lara, die italienische Freundin, ist die Einzige, die sie neben sich erträgt. Da sie ihre Anwesenheit manchmal vergessen kann. Die Leichtigkeit ihrer anfänglichen Freundschaft verändert sich und wird allmählich zu einer schwierigen Beziehung, die mit dem Auszug und dem Tod der Freundin endet.

In der letzten Erzählung geht es um das Zwillingspaar Hannah und Jonás, das aus dem Hinterland Dalmatiens stammt und deren Vater auf einer Bohrinsel tödlich verunglückt, noch bevor die beiden die Gelegenheit hatten, ihn wirklich kennen zulernen.

Alle Figuren sind auf der Suche nach dem wirklichen Leben, doch erst als sie loslassen, ist eine wirkliche Begegnung möglich.

AVIVA-Tipp: Jagoda Marinic beschreibt Momente der Sprachlosigkeit und das Unvermögen, sich aneinander anzunähern. Mit einem messerscharfen Blick legt sie den Fokus auf das Unsichtbare und die Beweggründe, die uns auf geheimnisvolle Weise handeln lassen.

Zur Autorin:
Jagoda Marinic
, geboren 1977 in Waiblingen. Für die Erzählung "Russische Bücher" erhielt sie 2003 ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Veröffentlichungen: "In Deutschland lügt man nicht". Zuletzt erschienen "Eigentlich ein Heiratsantrag", Geschichten", 2001. Publikationen in Literaturzeitschriften und Tageszeitungen.



Jagoda Marinic
Russische Bücher

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 3-518-41696-0
16,90 Euro"


Literatur Beitrag vom 29.06.2005 Sabine Grunwald 

   




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