Die chinesische Geliebte - der in China verbotene Roman von Hong Ying - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End AVIVA_gegen_AFD
Aviva-Berlin > Literatur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Romane + Belletristik
   Biographien
   Jüdisches Leben
   Sachbuch
   Graphic Novels
   Art + Design
   Lesungen in Berlin
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 31.03.2004

Die chinesische Geliebte - der in China verbotene Roman von Hong Ying
Sabine Grunwald

Eine tragische Geschichte um Liebe, Tod und Leidenschaft, die wegen ihrer freizügigen erotischen Schilderungen und ihres demi-authentischen Hintergrunds in China auf dem Index steht



Der Roman beginnt mit dem tragischen Tod des Helden, der im spanischen Bürgerkrieg als Sanitätsfahrer sein Leben läßt.
Seine letzten Worte lauten: "Ich hatte zwei Wünsche in meinem Leben: Ich wollte eine wunderschöne Geliebte und in den Kampf ziehen. Beides war mir vergönnt. Ich sterbe zufrieden."

Im Rückblick erfahren wir, dass der Protagonist der Geschichte, Julian Bell, ein verwöhnter, eitler Frauenheld der Londoner Künstlerszene ist. Seine Mutter Vanessa, Malerin und Schwester von Virginia Woolf, bleibt die Frau, die er am meisten verehrt. Alles andere sind für ihn unbedeutende Liebschaften und Eroberungen, die nicht länger als einen Frühling überdauern.

1935 bricht er nach China auf und arbeitet als Englisch-Donzent an der Universität Wuhan. Dort lernt er die Ehefrau, Journalistin und Schriftstellerin Lin kennen. Sie ist die Frau des Dekans und aus der anfänglichen Freundschaft wird eine erotische Leidenschaft. Die scheue Lin erweist sich als Expertin in der taoistischen Liebeskunst und führt Julian in die Geheimnisse und Wonnen der Erotik ein.

In den Briefen an seine Mutter, taucht sie als K auf, der elfte Buchstaben des Alphabets, denn Lin ist seine elfte Geliebte! Entgegen seinen wahren Gefühlen entscheidet er sich gegen eine legitime Beziehung und zieht in den Krieg. Lin beendet ihr Leben von eigener Hand und stirbt aus Liebe.

Hong Yings Roman wurde in China wegen seiner pornographischen Schilderungen und "Ahnenverleumdung" verboten. Zwar haben die beiden Hauptfiguren reale Vorbilder, doch die Schriftstellerin betont, dass sie eine fiktive Geschichte und keine Biographie geschrieben hat. Für sie ist dies ein weiterer Beweis für die Tatsache, dass weibliche Selbstbestimmung in ihrer Heimat noch immer ein Tabuthema darstellt.

Hong Ying, 1962 in Sichuan geboren, wuchs in den Slums am Rande des Jangtse in China auf. Mit 18 Jahren verließ sie ihren Heimatort und zog nach Peking. Dort wurde sie in die Lu Xun Literature Academy for Writers aufgenommen. Wegen Repressionen und Zensur wanderte sie nach England aus. Bekannt wurde sie durch ihren Roman "Der verratene Sommer" (1997) und ihre Autobiographie "Daughter of the River (1999).




Die chinesische Geliebte
Hong Ying

Aufbau-Verlag, 2004
ISBN 3-351-03008-8
17,90 Euro
270 Seiten, gebunden90008115&artiId=2657635"


Literatur Beitrag vom 31.03.2004 Sabine Grunwald 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken