Alles halb so schlimm. Ein Roman von Lily Brett - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End AVIVA_gegen_AFD
Aviva-Berlin > Literatur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Romane + Belletristik
   Biographien
   Jüdisches Leben
   Sachbuch
   Graphic Novels
   Art + Design
   Lesungen in Berlin
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 08.04.2004

Alles halb so schlimm. Ein Roman von Lily Brett
Sabine Grunwald

Das Buch handelt von Renia und Josl Bensky, ihren Kindern und den FreundInnen in der jüdischen Gemeinde Melbournes. Erzählt wird von Streitereien, Versöhnung, dem Erinnern und Vergessen



Die Eltern haben die Hölle überstanden, sie haben das KZ überlebt, sich in Kellern und Wäldern versteckt, wurden gedemütigt und gequält und haben überlebt.

Den Kindern soll es gut gehen ist ihr einhelliger Wunsch. Ihnen soll es an nichts mangeln, weder an Liebe, noch an Essen oder an Geld. Sie bekommen alles im Übermaß und leiden daran. Leiden an der Vergangenheit, die tabu ist, leiden an der engen Gemeinschaft der Familie und Freunde, leiden an der Angst und Besorgnis der Eltern.

Einige werden zu Versagern, bleiben lebensuntüchtige Kinder ihr Leben lang oder finden erst nach langen schmerzvollen Prozessen zu sich selbst und einem eigenständigen Leben. Lola, die älteste Tochter von Renia und Josl Bensky baut einen Schutzwall aus Fett um sich. Seit ihrer Pubertät wird sie dicker und dicker, das ganze Gegenteil ihrer dominanten, bildschönen und energiegeladenen Mutter.

"Lola hatte eine wissenschaftliche Theorie, warum alle Juden Diät hielten. ...ich glaube, dass die Juden, die das Konzentrationslager überlebt haben, einen so effizienten Stoffwechsel besessen haben, dass sie mit sehr wenig Nahrung sehr lange auskommen konnten. Das bedeutet logischerweise, dass die Nachkommen...ebenfalls einen extrem langsamen Stoffwechsel haben."

Erst in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, dem Besuch von Lódz, der polnischen Heimat ihrer Eltern, gelingt es Lola, in der Gegenwart zu leben und ihr persönliches Glück zu finden.

Das Buch berichtet lakonisch und heiter von entsetzlichen Erlebnissen und Demütigungen, sowie dem Versuch, den Alltag trotz dieser Traumata zu meistern. Die Geschichten erzählen das Leben einer Generation, die es mit ungebrochenem Mut schaffte, sich ein zweites Leben in einem fremden Land aufzubauen.

Lily Brett ist 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern heirateten im Ghetto von Lodz, wurden im KZ Auschwitz getrennt und fanden einander nach zwölf Monaten wieder. 1948 übersiedelte die Familie nach Australien. Mit 19 begann die Autorin, als Journalistin für ein Rockmagazin zu arbeiten. Heute lebt sie in New York. Weitere Titel "Einfach so" (1999), "Zu sehen", "New York", 2001, "Zu viele Männer" (2002).




Lily Brett
Alles halb so schlimm!

Things could be worse
Aus dem Englischen von:
Melanie Walz
Suhrkamp Taschenbuch Verlag, April 2004
ISBN 3-518-45593-1
8,50 Euro90008115&artiId=2696472"


Literatur Beitrag vom 08.04.2004 Sabine Grunwald 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken