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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.04.2004

Hanas Koffer. Ein Kinderbuch über den Holocaust
Denise Hoffmann

Hanas Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus und das Tokyo Holocaust Education Resource Center werden zu einem eindringlichen Plädoyer für Erinnerung, Toleranz, Respekt und Mitgefühl



"Hanas Koffer" erzählt eine wahre Geschichte, die auf drei Kontinenten spielt und eine Zeitspanne von fast siebzig Jahren umfasst. Sie verbindet die Erfahrungen eines Mädchens und ihrer Familie in der Tschechoslowakei der Dreißiger- und Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts, einer jungen Frau und einer Gruppe von Kindern in Tokio, Japan, und eines Mannes in Toronto, Kanada, in der Gegenwart."

Die Autorin rekonstruiert anhand der Erinnerungen von Hanas Bruder, George, die Geschichte der Familie Brady in der Tschechoslowakei zur Zeit des nationalsozialistischen Regimes.

Die Bradys sind in ihrer Stadt Nove Mesto eine glückliche Familie mit einem kleinen Geschäft und zahlreichen Freunden. Hana hat viele Träume, am sehnlichsten wünscht sie sich jedoch, Lehrerin zu werden.
Nachdem Hitlers Truppen 1939 in der Tschechoslowakei einmarschiert sind, verändert sich das Leben für sie komplett. Zuerst wird die Mutter und dann der Vater deportiert, später werden auch Hana und Georg nach Theresienstadt gebracht. 1944 wird Hana nach Auschwitz geschickt.

Fumiko Ishioka, die Leiterin des "Tokyo Holocaust Education Resource Center", bekommt für ihre Ausstellung 1999 einen Koffer aus dem Museum in Auschwitz zugesendet.

"Hanna Brady. 16. Mai 1931. Waisenkind" - dies steht auf dem Koffer und ist gleichzeitig alles, was Fumiko über den Koffer und seine Besitzerin weiß. Sie verspricht den Kindern, die das Zentrum in Tokio regelmäßig besuchen, mehr über Hana herauszufinden.

Fumiko reist nach Europa, um weitere Informationen über Hanas Leben zu bekommen. Im Ghetto-Museum von Terezín erfährt sie jedoch aus Akten, dass Hana tot ist. Verzweifelt macht sich Fumiko auf die Suche nach George. Sie kann ihn in Kanada ausfindig machen und schreibt ihm.
George, inzwischen zweiundsiebzig, erklärt sich bereit nach Japan zu fahren, damit die Kinder dort am Schicksal seiner Schwester etwas über den Holocaust erfahren können.

"George erkannte, dass am Ende Hanas Wünsche wahr geworden waren. Sie war eine Lehrerin geworden. Ihretwegen - wegen ihres Koffers und ihrer Geschichte - lernten tausende japanische Kinder das, was nach Georges Auffassung die wichtigsten Werte der Welt waren: Toleranz, Respekt und Mitgefühl."

"Hanas Koffer" erzählt die durch Hana personalisierte Geschichte des Holocausts. Jungen LeserInnen wird die Schrecklichkeit der Verfolgungen und Massenmorde eindringlich klar gemacht, verzichtet aber auf grausame Deutlichkeit.
Die LeserInnen erfahren durch Fotos und Zeichnungen aus Theresienstadt viel persönliches über Hana und ihr Schicksal.

Zur Autorin:
Karen Levine ist eine preisgekrönte Radiojournalistin aus Kanada. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darin, dokumentarisch fundierte Sendungen für Kinder zu gestalten, insbesondere zum Thema Holocaust.
Mit "Hanas Koffer" - ursprünglich auch eine von ihr produzierte Radioreportage für CBC Radio One aus dem Jahr 2001 - gewann sie mehrere Preise.

Aviva-Tipp:
Ein äußerst lesenswertes Buch für Kinder ab zehn Jahren (sowie für deren Eltern). Ein eindringlichen Plädoyer für Erinnerung, Toleranz, Respekt und Mitgefühl, das junge LeserInnen auf angemessene Art an die Schrecken des Holocausts heranführt.

Weitere Informationen über das Tokyo Holocaust Education Resource Center:
www.ne.jp/asahi/holocaust/tokyo/ (auf Japanisch!)
holocaust@Tokyo.email.ne.jp
Die folgende URL verlinkt zu anderen Seiten über Holocaust-Forschung im Netz:
www.qcc.cuny.edu/HRCA/news/links.htm




Hanas Koffer
Karen Levine

Deutsch von Mirjam Pressler
Ravensburger Verlag, Juli 2003
9,95 Euro
144 Seiten, Gebunden200896858675"


Literatur Beitrag vom 27.04.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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