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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.05.2004

Pomona. Ein Roman von Gertrud Leutenegger
Sabine Grunwald

Pomona heißt "Göttin der Früchte" - das Buch erzählt von drei Generationen, Großmutter, Mutter und Tochter. Sie bleiben namenlos und stehlen sich dennoch in das Herz der Leserin



Pomona handelt von Abschieden und vom Erinnern - als Vermächtnis einer Generation zur nächsten.
Die Protagonistin trennt sich von ihrem alkoholkranken Ehemann. Sie nimmt Abschied von der eigenen Kindheit und ihrer toten Mutter, durchlebt den Abnabelungsprozess zur eigenen Tochter.
In einer poetisch dichten Sprache werden Erinnerung und Gegenwart zu traumähnlichen Zuständen verwoben. Ganz nebenbei wird auch noch die Lust auf Äpfel geweckt.

Der Keller mit seinen Apfelregalen symbolisiert das Paradies der Kindheit. Noch nach Jahren erinnert sich die Erzählerin an den Eigengeschmack der "Berner Rose", des "Gravensteiners", der "Goldparmäne" und des "Rosenapfels". Jede Apfelsorte hat ihre eigene Reifezeit und ist dadurch mit einer eigenen Geschichte verbunden.

"Am Ende behält man wenig von einer Kindheit, einen Geruch, eine Lichtstimmung, eine Geste. Alles andere ist zum Stoff geworden, aus dem wir atmen, handeln, vergessen. Ein ganzes Haus hat sich aufgelöst, wir haben Abschied genommen von seinen Zimmern..."

Das gemeinsame Leben der Familie in einem Tessiner Dorf ist trotz der dörflichen Feste und des sozialen Zusammenhaltes bedroht. Die Bedrohung geht vom Vater des Kindes aus. Orion, ist ein erfolgloser Architekt, der nur noch einige Ruhe bei der Beschäftigung mit seinem Teleskop findet. Beim Blick in die Unendlichkeit kann er sich der Nichtigkeit seines eigenen Scheiterns versichern. Ein epileptischer Knabe, namens Sirio, ist der Einzige dessen Gegenwart er erträgt. Alle Männer des Dorfes scheinen aus dem Gleichgewicht, mit der Natur uneins zu sein.

Die Erzählung endet mit der Flucht aus dem Dorf, die Jahre später mit dem Satz begründet wird "weil ich, mit dir zusammen, lebendig bleiben wollte."

Zur Autorin:
Gertrud Leutenegger
, geboren 1948 in Schwyz, absolvierte ein Regiestudium an der Schauspielakademie in Zürich. Sie lebte mehrere Jahre in der französischen, dann in der italienischen Schweiz. Heute lebt sie in Zürich. Weitere Romane: Kontinent (1985), Meduse (1988) und Acheron (1994).

AVIVA-Tipp: Eine Geschichte mit einem magischen Sog, die einen erst nach der letzten Seite wieder freigibt.




Gertrud Leutenegger
Pomona

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, Februar 2004
ISBN 3-518-41603-0
Gebunden, 176 Seiten
18,90 Euro200238810375"


Literatur Beitrag vom 21.05.2004 Sabine Grunwald 

   




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