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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 27.12.2004

Herausgegeben von Angeli Sachs und Edward van Voolen im Prestel Verlag
Sharon Adler

Jewish Identity in Contemporary Architecture. Jüdische Identität in der zeitgenössischen Architektur. Museen, Synagogen, Gemeinde- und Kulturzentren, Schulen, Tempel. 16 internationale Projekte



Inwieweit kann Architektur Belange jüdischer Identität transportieren?
Wodurch werden die Beziehungen jüdischer Bauten zu ihrem kulturellen und urbanen Umfeld sichtbar?
Kann die Architektur von Museen, Synagogen, Gemeindezentren oder Schulen einen Beitrag dazu leisten, den Ausdruck jüdischen Selbstverständnisses und Aktivitäten jüdischer Gemeinden nach außen zu senden?

Hat sich mit Daniel Liebeskind, Frank O. Gehry, Richard Meier, Peter Eisenman, Moshe Safdie, Al, Michael und Judith Mansfeld oder Zvi Hecker, um nur einige zu nennen, eine jüdische Avantgarde etabliert?
Jüdische ArchitektInnen bauen jedoch nicht zwangsläufig ausschließlich in jüdischem Kontext, und auch nichtjüdische Architekten wie Mario Botta haben mit einer Cymbalista Synagoge in Tel Aviv Bauten mit jüdischer Thematik realisiert. Wie also lässt sich die Frage nach Formen jüdischer Identität beantworten?

Ob Architektur der jüdischen Identität Form verleihen kann, analysierte die Ausstellung "Jewish Identity in Contemporary Architecture" im Joods Historisch Museum, Amsterdam und der gleichnamige, gebundene Katalog zur Ausstellung, erschienen im Prestel Verlag. Anhand von 16 zeitgenössischen, internationalen Bauprojekten jüdischer Institutionen untersuchen die HerausgeberInnen und weitere AutorInnen die wichtigsten Architekturhaltungen und ihre Beziehung zum kulturellen Umfeld.

Essays renommierter Architektur- und KulturhistorikerInnen wie Aaron Betsky, Stephen Fox, Samuel D. Gruber, Ruth Hanisch, Roman Hollenstein, Hans Ibelings, Michael Levin, Danette Ridlde, Wolfgang Pehnt, Anna Teut, Heinrich Elfing, James E. Young, Rudolf Klein und Mordechai Omer beleuchten diese Fragestellungen und vielfältigen Aspekte und geben die notwendigen Hintergrundinformationen zum Verständnis dieses komplexen Themas.

Die HerausgeberInnen
Angeli Sachs
ist Kunsthistorikerin und Lektorin für Architektur und Design in München. Zuvor war sie Mitarbeiterin an der ETH Zürich. Publikationen zur Kunst und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts.
Edward van Voolen ist Kustos des Joods Historisch Museum in Amsterdam und berufsausbildender Direktor am Abraham Geiger Kolleg in Berlin. Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen in Amsterdam, Potsdam und Chicago. Publikationen zur jüdischen Kunst, Kultur und Religion.

AVIVA-Tipp: "Jewish Identity in Contemporary Architecture" zeigt in eindrucksvollen Aufnahmen und Hintergrundessays, wie sich jüdische Traditionen, Schriften, Symbole im architektonischen Entwurf anwenden lassen, und mehr noch: Die Publikation macht deutlich, wie gerade architektonischer Dekonstruktivismus die Diskontinuität der jüdischen Geschichte erfahrbar machen kann.


Jewish Identity in Contemporary Architecture.
Jüdische Identität in der zeitgenössischen Architektur

HerausgeberInnen: Angeli Sachs und Edward van Voolen
Prestel Verlag, erschienen 01.03.2004
Sprache: dt./englisch
176 Seiten, Gebunden, 156 farbige Abbildungen, 59 schwarz-weiße Abbildungen, 30 x 23 cm.
ISBN 3-7913-3057-8
59.00 Euro200288197775"



Literatur Beitrag vom 27.12.2004 Sharon Adler 

   




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