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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 08.03.2005

Trezza Azzopardi. Was ich nicht vergessen darf
Sabine Grunwald

Eine 70 jährige Obdachlose erzählt rückblickend ihr Leben, das an Elend alle Dicken´schen Waisenschicksale in den Schatten stellt. Poetisch-radikal und unbedingt lesenswert.



Winnie hat ihre gesamte Vergangenheit in ihrem Koffer, den sie überall mit hinschleppt, unter Verschluss. Plötzlich taucht mitten in der Nacht ein Mädchen mit brandroten Haaren auf und raubt alles, was sie besitzt. Nichts ist der alten Frau mehr geblieben. Seit ihren Kindertagen hat sie der Koffer begleitet. Er enthielt wenig, doch alles, was sie besitzt und mit ihrer Vergangenheit verbindet.

Ihre Überlebensstrategie ist einfach, sie besteht in einem festen Tagesablauf, der nie variiert wird. Morgens früh der erste Gang zum Markt, um Obstkisten zu holen, die sie als Brennholz benutzt, um den verlassenen Schusterladen zu beheizen in dem sie haust. Danach ist es wichtig, Essen aufzutreiben, den Leuten bei ihrem Treiben zuzuschauen und nicht über den Verlust in der Vergangenheit nachzudenken.

Diese Ausblendung gelingt nur so lange, wie es die greifbaren Erinnerungsstücke in ihrem Koffer gab. Nach dem Verlust kann Winnie ihre Erinnerungen nicht länger zurückdrängen und beginnt zu erzählen. Langsam und Schicht um Schicht erfahren wir von der Kindheit eines einsamen rothaarigen Mädchens, das immer auf der Suche nach Liebe ist und alles verliert.

Über die Autorin:
Trezza Azzopardi
, Waliserin maltesischer Abstammung, in Cardiff geboren,lebt heute in Norwich. Ihr Debütroman Das Versteck (Berlin Verlag 2001) wurde für den Booker Prize und den Guardian First Book Award nominiert. Sie gilt als eine der wichtigsten neuen Stimmen der englischen Gegenwartsliteratur.

AVIVA-Tipp: In einer poetisch-radikalen, bildhaften Sprache lässt die Autorin ihre Protagonistin von einem Schicksal erzählen, das man nicht so schnell wieder vergisst.


Trezza Azzopardi
Was ich nicht vergessen darf

Aus dem Englischen von Monika Schmalz
Berlin Verlag, erschienen Februar 2005
315 Seiten, gebunden
19,90 Euro
ISBN 3-8270-0549-3
200748002475"



Literatur Beitrag vom 08.03.2005 Sabine Grunwald 

   




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