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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 30.03.2005

Lalya
Sarah Ross

Marina Groslerner beschreibt auf eine mitreißende Art und Weise das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens in Israel, und setzt damit israelisches Leben und weibliche Realität in ein neues Licht.



Lalya, das ist die Tochter Chanas, einer Mutter, die dieses und viele andere Kinder nie gewollt hat. Lalya, das ist ein Kind, das von seiner Mutter nie beachtet wird und dennoch von ihr geliebt werden will. Und so versucht sie ununterbrochen, ihre Mutter, eine ehemalige Prostituierte aus Russland, deren Gefühle für immer erstarrt zu sein scheinen, meist vergeblich für sich einzunehmen. Dennoch bleibt sie dieser Frau treu ergeben, deren Stärke und Unabhängigkeit ihr imponieren.

Schon früh zeigt sich, dass Lalya sich von anderen Kindern sehr unterscheidet:
Nicht nur ihre hellgrauen Augen, blonden Locken und endlos erscheinenden Arme und Beine heben sie optisch aus dem Kreise Gleichaltriger heraus und machen sie zur Außenseiterin. Sondern auch ihr Eigensinn, ihre Sensibilität, die überbordende Phantasie sowie ihr hochgradig empfindliches Wahrnehmungssensorium verunsichern die Menschen in dem russischen Einwandererviertel von Aschdod in Israel, wo sie aufgewachsen ist. Diese enge und rückwärtsgewandte Enklave, in der sich ihre Eltern in Trauer und Schweigen hüllen, aber auch die vielen seelischen Verletzungen, lassen ihren Eigensinn wie eine wilde Pflanze wuchern und einen unbändigen Überlebenswillen entwickeln.

Marina Groslerner beschreibt in ihrem Roman, wie dieses hochsensible und zugleich versponnene Kind zu einem rebellischen, aggressiven und kompromisslosen Teenager heranwächst, "der die bürgerlichen Lebensträume anderer Mädchen seines Alters verachtet und sich von seinem Lebens- und Liebeshunger bis an die Ränder der Gesellschaft treiben lässt". Nachdem ihre erste große Liebe zu Daniel, einem ebenfalls ausgestoßenen und missachteten Jungen, zerbricht, macht sie sich auf die Reise nach Eilat, um dort in einem Aussteigercamp am Strand zu leben. Lalya, mittlerweile eine junge Frau, führte auf dem Weg zu sich selbst stets ein rigoroses, experimentierfreudiges und gefährliches wie gefährdendes Leben, bevor sie zur Künstlerin wird. Sie entschließt sich bewusst für eine ungesicherte und ungeschützte Existenz, in der Hoffnung, dass sie immer die Balance halten wird.

AVIVA-Tipp: Zum ersten Mal in der israelischen Literatur erzählt die Autorin mit einer kreativen wie sinnlichen Sprache das Leben eines heranwachsenden Einwandererkindes und dessen mühseligem Integrationsprozess in die israelische Gesellschaft. Das Leben Lalyas verläuft im Zickzackkurs: Dennoch wird ihre schwierige Kindheit, ihre rebellische Jugend, samt gescheiterter erster Liebe, in einer leidenschaftlichen Hingebung an das Leben münden.

Zur Autorin:
Marina Groslerner
, 1967 in Czernowitz/Ukraine geboren, kam zusammen mit ihren Eltern während der großen russischen Einwanderungswelle Anfang der siebziger Jahre nach Israel, mitten in den Jom-Kippur-Krieg hinein. Aufgewachsen in Kfar Saba, studierte sie Linguistik und Philosophie in Tel Aviv. Heute lebt sie als Übersetzerin und Lektorin in Tel Aviv und Barcelona. "Lalya", ihr erster Roman, wurde in Israel mit Staunen und Begeisterung aufgenommen.


Lalya
Marina Groslerner

Deutscher Taschenbuch Verlag, erschienen Juni 2004
ISBN/EAN 3-423-24397-X
16,00 Euro
200266519075"


Literatur Beitrag vom 30.03.2005 Sarah Ross 

   




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