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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.06.2005

Vom Leben und Sterben der Pinguinfische
Karin Effing

Der Debütroman der Fernsehmoderatorin Juliane Hielscher erzählt die Geschichten dreier Frauen und des Ortes an dem diese zusammentreffen, um ihren Schmerz zu bewältigen



Drei Frauen: Leah, Helene, Hermana Consuelo und ein zauberhafter Küstenort im spanischen Nordgalicien: Punto del Cambio. Alle haben sie ihre Geschichten, die erzählt werden wollen.
Sie handeln von Schmerz, Tod, Selbstverletzung und vom Erzählen selbst.

Helene ist eine der Frauen. Niemand weiß, wo sie hergekommen ist. Nachdem sie eine Weile im Kloster gelebt hat, ist sie in die Casa Floreciente eingezogen und meidet jeglichen Kontakt mit dem Dorf und seinen BewohnerInnen. Täglich wandert sie stundenlang am Strand entlang, bis sie erschöpft zusammenbricht.

Dann ist da noch Leah. Sie beobachtet diese geheimnisvolle Frau aus Deutschland neugierig und möchte gerne mehr über sie erfahren. Die junge Frau lebt als Aupair bei ihrem Onkel und ihrer Tante und behütet deren beiden Kinder. Sie möchte durch den Auslandsaufenthalt ihre Spanischkenntnisse verbessern. Der eigentliche Grund jedoch ist, Abstand von ihren Eltern zu gewinnen, zu denen sie ein angespanntes Verhältnis hat.
Leah leidet unter ihrem Bauch, den sie für zu dick hält. Sie fühlt sich fremd und anders unter Menschen. Nirgends scheint sie hinzupassen. Sie flüchtet sich in Selbstverletzung und Betäubung.
Aber da ist diese Frau, die allein am Strand läuft und läuft...
Langsam kommen sich die beiden Frauen näher. Aber ihr Geheimnis mag Helene nicht preisgeben. Deshalb nutzt Leah einen Aufenthalt in Deutschland bei ihren Eltern, um auf eigene Faust nach ihrer Vergangenheit zu forschen und erfährt den Grund für den entsetzlichen Schmerz der Frau, die einen immer größeren Platz in ihrer Phantasie einzunehmen beginnt.

Die dritte im Bunde ist Hermana Consuelo, die Helene mit Kräutern, Geschichten und ihrem siebten Sinn im Kloster gepflegt hat. Auch sie hat eine Geschichte zu erzählen und das macht sie denn auch. Ihre Geschichte handelt gleichermaßen von Verlust und Schmerz.

Bitteres Leiden und tabubrechende Geheimnisse tischt Juliane Hielscher der Leserin nach und nach auf. Gegen Ende des Buches vernetzen sich alle Geschichten zu einem sinnvollen Ganzen.
Alles hängt mit allem zusammen und alle ProtagonistInnen finden mit allen anderen ihren Frieden, auch wenn man sich das nach den vorangegangen Geschehnissen nicht so richtig vorstellen kann.
Ganz glaubwürdig und frei von Rührseligkeit ist das nicht. Das mag aber auch Geschmackssache sein. Vielleicht muss man sich einfach auf den prosaischen Stil, der viel über innere Dialoge arbeitet, einlassen und das Ende unbefangen auf sich wirken lassen.


Zur Autorin:
Juliane Hielscher, geboren 1963, studierte Philosophie und Germanistik. Nach ihrem Studium arbeitete sie als freie Journalistin für den Hörfunk und Zeitschriftenverlage. Zwischen 1988 und 1995 war Juliane Hielscher als Redakteurin und Moderatorin bei SAT.1, u. a. für die SAT.1 - News, Deutschland Heute Mittag, das Doku-Magazin Wendepunkte und die Talk-Show Kirche Kontrovers tätig. Für die ARD arbeitete sie als Talkmasterin in der täglichen Sendung Juliane & Andrea und seit 1998 ist sie Moderatorin beim ZDF-Morgenmagazin. Juliane Hielscher hat einen Sohn und lebt in Berlin.
(Verlagsinformation)


Juliane Hielscher
Vom Leben und Sterben der Pinguinfische

Roman
Eichborn Verlag, Februar 2005
ISBN 3-8218-5736-6
22,90 Euro
352 Seiten, gebunden200681633975"


Literatur Beitrag vom 20.06.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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