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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.06.2005

Barrierefreies Webdesign
Christiane Sanaa

Barrierefreies Webdesign bietet nicht nur für Menschen mit Behinderung freien Zugang zu Internet-Seiten. Es bedeutet zudem die Optimierung und Modernisierung des Angebots zu Gunsten der Usability.



Bis zum Ende des Jahres 2005 m�ssen alle �ffentlichen Einrichtungen ihre Internetseiten barrierefrei gestalten, d.h. auch f�r Menschen mit Behinderungen zug�nglich machen. Die Vorgaben daf�r sind in der "Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung" (BITV) festgelegt.

Was bedeutet aber barrierefreies Webdesign und welche Richtlinien mu� die Programmiererin befolgen?
Das Buch "Barrierefreies Webdesign" von Jan Eric Hellbusch bietet einen umfassenden Leitfaden im Dschungel der Anforderungen.

Folgende allgemeine Regeln geben die Richtschnur an:

  1. F�r den Inhalt und die Funktion von Bildern und Grafiken sind alternative Texte notwendig. Diese werden bei abgeschalteter Grafik angezeigt und von Screen-ReaderInnen, die von Sehbehinderten benutzt werden, vorgelesen
  2. Die Inhalte m�ssen unabh�gig von der Form darstellbar sein, da man nicht weiss, mit welchen Einstellungen die UserIn die Internet-Seite betrachtet. Die radikale Trennung von Inhalt und Form kann mittels moderner CSS-Technik verwirklicht werden
  3. Die Navigation und die Funktionen der Pr�sentation, wie z. B. ein E-Mail-Formular m�ssen eindeutig und selbsterkl�rend sein. Auch hier sind Mehrfachauszeichnungen durch Tooltipps sinnvoll
  4. Um die Orientierung innerhalb des Angebots zu optimieren, m�ssen Titel und Beschriftungen eindeutig, einfach und zahlreich vergeben werden
  5. Die Seite muss unabh�gig vom jeweiligen Ausgabeger�t bedienbar sein. Das hei�t unter anderem, dass der zielgerichtete Einsatz von Tabulatoren f�r notwendig ist, damit auch UserInnen, die keine Maus verwenden, innerhalb der Seit navigieren k�nnen
  6. Die Seite mu� linearisierbar sein. Screen-ReaderInnen lesen den Inhalt von Internetseiten in der Reihenfolge vor, wie er im Quelltext steht. Um hier eine sinnvollen Ablauf anzubieten, mu� das traditionellen Tabellendesign aufgegeben werden. Der Aufbau sollte mittels "div-Containern" erfolgen, die unabh�ngig von ihrer Position im Quelltext auf der Seite positioniert werden k�nnen
  7. Die Seite mu� skalierbar sein, was vor allem die Texte betrifft, so dass sie auch f�r Menschen mit Sehbehinderung und f�r die sogenannten Silverserver (UserInnen �ber 50) gut lesbar ist. Daher sollte weitgehenst auf absolute Gr��enangaben zugunsten von relativen verzichtet werden
  8. Die Farben sollten kontrastreich sein und d�rfen nicht als einziges Unterscheidungsmittel z.B. innerhalb der Navigation eingesetzt werden. Die Seite mu� auch bei ausgeschalteten Styles �bersichtlich bleiben
  9. Texte sollten einfach, verst�ndlich und gut strukturiert geschrieben sein. Abk�rzung und Fremdw�rter m�ssen erkl�rt werden
  10. Beim Einsatz von multimedialen Elementen, wie Movies oder Sounds m�ssen Ersatzinformationen zur Verf�gung gestellt werden, die es allen erm�glichen, den Inhalt der Elemente zu erfassen
  11. Es sollten zus�tzliche Dokumentaionen und Hilfen angeboten werden, die es erleichtern, sich auf der Seite zurechtzufinden
  12. Der Code sollte im Sinne des W3-Konsortiums validiert sein

Der Umbau einer Internet-Pr�sentation anhand dieser Richtlinien hat nicht nur Vorteile f�r die Barrierefreiheit. Die strikte Trennung von Inhalt und Form erleichtert die Wartung und Aktualisierung der Seiten enorm. Die Anforderungen an die Usability, das hei�t: wie leicht kann sich eine UserIn auf der Seite zurecht finden ohne im digitalen Nirvana zu versinken, w�rden auch so manchen herk�mmlichen Seiten gut tun, die selbst die intelligenteste und ges�ndeste Internet-UserIn im Dunklen stehen l��t.

AVIVA-Tipp: Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Techniken des barrierefreien Webdesigns. Er ist gut strukturiert und f�hrt detailliert in die Thematik ein. An einem Praxisbeispiel wird gezeigt, wie der Umbau von bestehenden Internet-Seiten durchgef�hrt werden kann. Eine CD-Rom und zahlreiche Links zu zus�tzlichen Informationsangeboten erweitern das Spektrum enorm.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.barrierefreies-webdesign.de
Ein hilfreiches Glossar:
www.bmgs.bund.de/download/gesetze/behinderung/anlage_2_bitv.htm
Deutscher Geh�rlosen-Bund e.V.
www.gehoerlosen-bund.de


Jan Eric Hellbusch
Barrierefreies Webdesign

Praxishandbuch f�r Webgestaltung und grafische Programmieroberfl�chen
Hrsg.: Christian B�hler, Abl
dpunkt.verlag, 2005
ISBN: 3-89864-260-7
44,00 Euro
382 Seiten, Paperback mit beiliegender CD-Rom



Literatur Beitrag vom 21.06.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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