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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 24.07.2005

Aber erst müßt ihr mich kriegen. Irene Awret
Sharon Adler

Die Erinnerungen einer außergewöhnlichen Frau und Künstlerin an Berlin und das Sammellager Mecheln, wo die jüdische Malerin als eine unter Tausenden auf die Deportation nach Auschwitz wartete.



Äußerst präzise erinnert sich Irene Awret auch heute noch an ihre Kindheit im Berlin der 20erJahre - an die Vorboten der Machtübernahme Hitlers und seiner Schergen, die ersten kleinen, aber schmerzhaften Restriktionen im bürgerlichen Berlin-Zehlendorf, die Trauer um den Verlust der "Busenfreundin Tutti Mahlow, die sie fallen lässt wie eine heiße Kartoffel, bis zur "sich immer enger schließenden Zange antijüdischer Maßnahmen", Flucht und Deportation. Doch auch ihr Stummfilmauftritt als Fünfjährige an der Seite der großen Diva Lil Dagover ist Thema ihrer persönlichen Erinnerungen, ihre Begegnung mit dem Expressionisten Ludwig Meidner, der frühe Tod der Mutter und ihre erste Liebe.

Als Achtzehnjährige flieht sie von Berlin nach Brüssel, studiert dort an der Kunstakademie, bis Hitler auch in Belgien einmarschiert. Man bringt sie in das Übergangslager Mecheln (Malines), wo sie seit ihrer Verhaftung im März 1943 bis zur Befreiung am 4. September 1944 als eine unter Tausenden in direkter Nähe zur Eisenbahnlinie auf die Deportation nach Auschwitz wartet.
In dieser bedrückenden Zeit lernt sie ihren Künstlerkollegen Azriel Awret kennen, mit dem sie auch heute noch zusammen lebt.

Ihr Talent zum Zeichnen rettete ihr das Überleben
Zufällig entdeckt ein SS-Mann ihr Skizzenbuch - ein Glücksfall, dem Irene ihr Leben verdankt: Sie soll in der Malerstube arbeiten, muß Nummernschilder für Mitgefangene, aber auch Portraits von Inhaftierten und Familienangehörigen der SS-Wachmänner anfertigen.

Durch ihre beharrliche Lebenslust und auf imponierende Weise gelingt es Irene Awret, auch die schlimmsten Erfahrungen ihres Lebens als eine künstlerische Weiterentwicklung unter schwierigsten Umständen zu verstehen.
Mit viel Liebe zum Detail aber auch feinem Humor blickt Irene Awret zurück im Zorn und auch nicht - ihr ist es wichtig, die Erinnerung an die Toten zu bewahren.

Zur Autorin: Irene Awret, 1921 in Berlin geboren, floh 1939 nach Belgien, wurde 1942 dort von den Nazis aufgegriffen und in das Sammellager Mecheln gebracht. Nach der Befreiung des Lagers 1944 lebte sie einige Jahre in Brüssel, emigrierte 1949 mit ihrem Mann Azriel und ihrer Tochter nach Israel und lebt seit 1968 in Falls Church, Virginia. Ihre Bilder und Skulpturen sind in Israel und in den USA weitläufig bekannt. Mit "Days of Honey", ihrem ersten Buch, gewann sie den Janusz-Korczac-Wettbewerb.


Irene Awret
Aber erst müßt ihr mich kriegen

Erinnerungen einer Malerin 1921-1944
Vorwort: Walter Laqueur
Gebunden, 345 Seiten
Aufbau-Verlag, Erschienen
ISBN 3-351-02594-7
22,90 Euro / 41,10 Sfr200726246975"


Literatur Beitrag vom 24.07.2005 Sharon Adler 

   




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