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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 30.06.2005

Leslie Silbert - Der Marlowe Code
Tatjana Zilg

Ein Spionage-Thriller, der tief zurückgreift in die Geschichte bis zur Renaissance. Privatdetektivin Kate Morgan ermittelt in mehreren Todes- und Entführungsfällen sowie einem mysteriösen Einbruch



Eine Zeitspanne von über vierhundert Jahren trennt die bildhübsche Mitzwanzigerin von den Ursprüngen ihres neuesten Falles. In London wurde von einem Gentleman-Dieb in die Villa des so charmant wie reichen Cidro Medina eingebrochen. Offensichtlich ging es dem sehr geschickten Dieb lediglich um ein sehr altes Buchmanuskript, welches Medina eine Woche zuvor während der Bauarbeiten seiner Büroräume in einem Hohlraum entdeckt hatte. Jedoch wird der Dieb vom Wachmann überrascht und sucht die Flucht im sofortigen Selbstmord.

Medina ist bestürzt und beauftragt die New Yorker Privatdetektei des ehemaligen CIA-Agenten Jeremy Slade mit der Aufklärung. Er ahnt nicht, dass er an eine Tarnfirma geraten ist, die neben gewöhnlichen Aufträgen für die US-Regierung arbeitet und mit dem CIA kooperiert. Eine Topkraft der Agentur ist die kampfsportbegeisterte Kate. Ihr Vater, Donovan Morgan, vermittelte ihr den Job, da er selbst beim CIA arbeitet. Ursprünglich wollte er zwar nicht, dass seine Lieblingstochter eine solch gefährliche Tätigkeit aufnimmt, doch das Energiebündel überzeugte ihn schließlich, dass dies ihr Weg sei. Zuvor studierte sie Geschichte und schrieb eine Examensarbeit über Spionage zur Zeit der Renaissance. Als ihr Partner in Asien bei einem Attentat ums Leben kommt, sieht sie in ihrer Arbeit gegen die Kriminalität die einzige Möglichkeit, der Trauer zu entkommen.

Als Kate zur Recherche nach London fliegt, bittet sie ihr Chef, gleichzeitig zu versuchen, der wahren Identität eines gewissen Luca de Tolomei nachzuspüren. Dieser ist seit längerem durch internationale, sehr hohe Geldtransfers und dubiosen Geschäften mit dem arabischen Raum auffällig geworden. Es vermischen sich nun einige Plots aus der Spionage-Tätigkeit des CIA im Irak, von Folterfällen im Iran und Kunstdiebstählen mit den Intrigen in der Zeit von Elisabeth I. Eine wesentliche Rolle kommt hier dem britischen Autor Kit Marlowe zu, der real existierte und 1593 eines mysteriösen Todes starb. Insgesamt sind 42 Personen für die Handlung relevant, so dass ständig neue Charaktere eingeführt werden, was den Lesefluss stark hemmt, da zudem abwechselnd die Handlung aus dem 16. Jh. und aus der Gegenwart erzählt wird. Die Schauplätze sind über die ganze Welt verteilt. Weniger wäre hier mehr gewesen, eine Konzentration und Entscheidung für einen Hauptplot. Wer dennoch bis zum Schluss des Thrillers durchhält, der vom Stil oft einem Lara-Croft-Film ähnelt, wird erstaunt sein, mit welcher Lösung die Fäden am Schluss zusammenkommen und mit der Entwirrung aller Rätsel belohnt werden.

Zur Autorin: Die Harvard-Absolventin und Renaissance-Expertin Leslie Silbert arbeitete in einer der weltweit führenden privaten Ermittlungsagenturen in Manhattan. Sie lebt in New York und schreibt momentan an ihrem 2. Kate Morgan-Thriller.

AVIVA-Tipp: Ein spannendes Werk mit brisanten historischen Bezügen, die sorgfältig recherchiert wurden. Was jedoch an den Renaissance-Episoden besticht, stört bei der Erzählung in der Gegenwart. Die Vermischung von Fiktion und aktuellen politischen Bezügen erscheint teilweise zu unsensibel, fast aufdringlich: Saddam wird wörtlich erwähnt, die Araber sehr klischeehaft dargestellt, die Zuschreibung der Foltermethoden wirkt sehr einseitig, letztlich wird ein Bild des "Bösen" produziert. Wünschenswert wäre hier mehr Fiktion gewesen, die den LeserInnen erlauben würde, die Charaktere als reine Kunstfiguren wahrzunehmen und den Roman als Krimikonstrukt zu genießen.


Leslie Silbert
Der Marlowe-Code

Blanvalet Verlag, erschienen Januar 2005
ISBN/EAN: 3-7645-0139-1
415 Seiten, gebunden
Preis 21,90 Euro200487591575"

Der Marlowe-Code im Web:
www.randomhouse.de/dynamicspecials/marlowe-code/_start.html


Literatur Beitrag vom 30.06.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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