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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 15.09.2005

Lyris
Sarah Ross

Dorothee Wahl stellt in dem von ihr herausgegebenen Band deutschsprachige Dichterinnen und Dichter vor, die auf einer Sprachinseln mitten in Jerusalem leben und arbeiten.



In ihrem Band "Lyris" taucht die Herausgeberin Dorothee Wahl in die Peripherie des literarischen und kulturellen Lebens Jerusalems ein. Ende der 1980er Jahre erfuhr sie zum ersten Mal von der "Existenz des Lyris-Kreises, einer Gruppe deutschsprachiger Dichterinnen und Dichter in Jerusalem". Zehn Jahre sp├Ąter reiste Dorothee Wahl erneut nach Israel. Mit ihr Bernd Rensinghoff, ein Aufnahmeger├Ąt, eine Kamera und viele Fragen. Das Ergebnis dieser Reise ist ein Lesebuch, das auf ganz eindrucksvolle und mitrei├čende Art und Weise die Lebensgeschichten der Mitglieder dieses Dichterkreises erz├Ąhlt.

W├Ąhrend im ersten Teil des Buches das Leben der Dichterinnen und Dichter, die aus der Bukowina, Deutschland und ├ľsterreich stammen, in Interviews und einer Auswahl ihrer Texte vorgestellt, sowie "ihr k├╝nstlerisches Wirken in der neuen Heimat dokumentiert" wird, so bietet der zweite Teil eine historische Einf├╝hrung in die verschiedenen Auswanderungswellen nach Israel und zu deutschsprachigen SchriftstellerInnen in Israel. Sowohl die Interviews, als auch die Gedichte, Texte, die k├╝nstlerischen Arbeiten der SchriftstellerInnen und die zum Teil noch unver├Âffentlichten Dokumente im zweiten Teil bilden ein lebendiges Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Seit Ende der 1980er Jahre treffen sich die in Jerusalem lebenden Mitglieder des Lyris-Kreises, um in der Sprache ihrer Kindheit und Jugendzeit zu schreiben. Dabei erinnert der leichte und hintersinnige Charakter ihrer deutschen Sprache an l├Ąngst vergangene Zeiten. Doch was diesen Band so spannend macht, ist die Verbindung der Dichtkunst mit den Fakten des Lebens. Jedes der zehn Mitglieder des Lyris-Kreises kann auf eine Lebensgeschichte zur├╝ckblicken, die unverwechselbar zu sein scheint. Die Erfahrung des Holocausts, der Auswanderung und ihrer lebenslangen Besch├Ąftigung mit der Kunst und der deutschen Sprache bilden die gemeinsame Basis.

Einen von ihnen ist Eva Avi-Yonah. Sie erz├Ąhlt in einer erstaunlichen Offenheit von den Pionierjahren Israels, in denen sie auf engstem Raum mit einem Truthahn zusammen lebte. Man lernt Felix Badt kennen, einen geb├╝rtigen Berliner, der seit 1933 in Pal├Ąstina und sp├Ąter in Israel lebt. Seine nicht-j├╝dische Mutter spielte in der Berliner 11-Zimmer-Wohnung das Spiel ihres religi├Âsen Ehemannes mit, und begann erst nach seinem Tod ihr selbst bestimmtes Leben zu leben. So hatte sie am Schabbes geraucht. "Ich selber habe dieses religi├Âse Denken nicht in mir. Der Holocaust hat mir bewiesen: Gott hat nichts zu tun mit ethischen Fragen", so Felix Badt.
Eva Basnizki, 1933 als Tochter eines christlichen Vaters und einer j├╝dischen Mutter in Hamburg geboren, wurde als Kind auf einem Gutshof bei Quickborn versteckt und war sogar einige Zeit in der Hitlerjugend. Mit ihren Eltern versteckte sie sich sp├Ąter auf einem Kinoboden in Jever. In ihren Gedichte setzt sie sich mit dem Unbehagen an der Nachbarschaft, mit der Erinnerung, aber auch mit dem Licht Israels auseinander.

Zur Autorin: Dorothee Wahl lebte von 1986 bis 1987 in Israel. Sie ist Historikerin und Lektorin und hat unter anderem beim S. Fischer Verlag gearbeitet. Seit 2001 arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin in Frankfurt/Main.

AVIVA-Tipp: Auf eine unverwechselbar liebevolle Art und Weise erz├Ąhlt Dorothee Wahl die Lebensgeschichten deutschsprachiger LyrikerInnen in Jerusalem. In diesem aufwendig gestalteten Buch kommen die Dichterinnen und Dichter nicht nur in ihren bewegenden Gedichten zu Wort.


Dorothee Wahl (Hg.)
Lyris. Deutschsprachige Dichterinnen und Dichter in Israel
Beerenverlag, Januar 2004
ISBN 3-929198-40-1
176 Seiten, Leineneinband
29,- Euro90008115&artiId=2760273"


Literatur Beitrag vom 15.09.2005 Sarah Ross 

   




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