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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 02.12.2005

Ein komplizierter Akt der Liebe. Von Miriam Toews
Sabine Grunwald

Nomi glaubt, in einer der peinlichsten Communities aufzuwachsen, die man sich nur vorstellen kann. Bei den Mennoniten ist alles verboten, was Spaß macht. Nur Beten, Arbeiten und Sterben ist erlaubt



Der Teenager Nomi wächst im Kanada der 70er und 80er Jahre im East Village auf. Es ist nicht der legendäre Ort in New York, sondern eine kleine kanadische Gemeinde in der dünn besiedelten Landschaft Manitobas. Nomis Familiengeschichte ist alles andere als alltäglich. Sie wächst in einer mennonitischen Gemeinde auf, in der alles aber auch alles verboten ist, was Spaß macht.

Nomi und ihr Vater, ein Wissenschaftler und Lehrer, wohnen zusammen in einem Bungalow, in dem immer mehr Möbel verschwinden. Sie sind allein, da ihre Mutter und die drei Jahre ältere Schwester Tash spurlos verschwunden sind. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass die Mutter, Trudie Nickel, von ihrem eigenen Bruder und bigotten Vorsteher der Gemeinde exkommuniziert wurde.

Von Tash ist wenigstens bekannt, dass sie zusammen mit ihrem Freund Ian weggegangen ist, da sie es in der moralisch engstirnigen Mennonitengemeinde nicht mehr ausgehalten hat.

Ironisch und doch zartfühlend wird nach und nach eine Familiengeschichte erzählt, die manchmal an Komik nicht zu überbieten ist. Nomi erzählt respektlos von Menno Simons, dem Gründer der Mennoiten, und macht sich ihre Gedanken über das verlogene und frömmelnde Leben in ihrer Gemeinde. Mit unerbittlichem Scharfsinn erzählt sie von alltäglichen Geschehnissen und dem verwickelten Beziehungsgeflecht der EinwohnerInnen.

"Trudie und Ray sind Cousin und Cousine zweiten Grades. Weshalb Tash und ich nicht nur Schwestern, sondern auch Cousinen dritten Grades sind. Unser Genpool hat nämlich keinen Abfluss."

Gegen Ende der Geschichte gelingt es auch Vater und Tochter, sich aus den Zwängen ihrer Umgebung zu befreien und ein neues Leben anzufangen.

AVIVA-TIPP:
Ein klarsichtiges Buch, das sensibel und unbarmherzig mit den Augen eines Teenagers eine verlogene Welt aufdeckt, die an ihren eigenen Vorschriften zu ersticken droht und kritische Menschen zu Außenseitern stempelt.

Zur Autorin:
Miriam Toews
wurde in Steinbach, einer Mennonitengemeinde im Staat Manitoba, geboren. Sie studierte Geisteswissenschaften und Journalismus. Heute lebt sie als Journalistin und Autorin in Winnipeg. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien. Ihr Roman ein "komplizierter Akt der Liebe", in Kanada ein Bestseller, wurde mit dem renommierten Governor Gerneral´s Literary Award ausgezeichnet.


Miriam Toews
Ein komplizierter Akt der Liebe

Originaltitel: A Complicated Kindness.
Deutsch von Christiane Buchner
Berlin Verlag, erschienen September 2005
ISBN 3-8270-0598-1
18,00 Euro
Gebunden, 299 Seiten90008115&artiId=3583773"


Literatur Beitrag vom 02.12.2005 Sabine Grunwald 

   




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