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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.12.2005

Morpheus. Von Jilliane Hoffman
Ursula Schatzl

Eine Staatsanwältin aus Florida schreibt einen Thriller über eine Staatsanwältin aus Florida und stürmt 2004 mit ihrem Erstlingswerk "Cupido" die internationalen Bestsellerlisten.



Mit "Morpheus" knüpft die Autorin und ehemalige Staatsanwältin direkt an ihren Debüterfolg an. Wer also den ersten Band nicht gelesen hat, wird mit dem zweiten Buch nicht glücklich werden, weil einfach zu viele Hintergrundinformationen fehlen.

In "Cupido" wird eine Jurastudentin nachts in ihrer Erdgeschosswohnung von einem Einbrecher mit Clownsmaske überfallen und stundenlang sadistisch gequält. Nach der Tat wechselt die junge Frau, die nur knapp mit dem Leben davon gekommen ist, ihren Namen und den Wohnort.
Der Vergewaltiger wird nie gefasst.

Viele Jahre später sieht sich C.J. Townsend als Staatsanwältin im Gerichtssaal mit ihrem ehemaligen Peiniger konfrontiert, den sie trotz seiner früheren Maskierung zweifelsfrei an Stimme und Auftreten erkennt. Soll sie nun ihre persönliche Befangenheit offen legen und den aktuellen Fall abgeben, oder als Staatsanwältin besser selbst dafür sorgen, dass William Bantling als Serienkiller "Cupido" für 12-fachen Frauenmord in der Todeszelle landet? Mit ihrer Entscheidung bringt sich C.J. Townsend in Teufels Küche, denn während des Verfahrens erfährt sie, dass die Verhaftung des mutmaßlichen Killers auf dem Highway mit einer weiblichen Leiche im Kofferraum einen kleinen Schönheitsfehler hatte. C.J. ist gezwungen, sich auf ein gefährliches Pokerspiel mit gezinkten Karten einzulassen, andernfalls hätte der angeklagte Psychopath nach amerikanischem Recht gute Chancen auf seine sofortige Freilassung.

Der Folgeroman "Morpheus" setzt drei Jahre später an: C.J. Townsend plant gerade ihre Hochzeit mit Dominic Falconetti, einem Polizisten, den sie bei der Aufklärung der Cupido-Mordserie kennen und lieben lernte. Als Vertreterin der Staatsanwaltschaft wird sie eines Tages routinemäßig an den Tatort eines brutalen Polizistenmordes gerufen und weitere PolizistInnen – alle auf die gleiche brachiale Weise abgeschlachtet – folgen in immer kürzeren Abständen. Da keiner der getöteten Staatsschützer eine saubere Weste hatte, gerät zunächst ein kolumbianischer Drogenring als Täterkreis ins Visier der ErmittlerInnen.
Doch C.J. ahnt bereits Böses, denn alle Opfer hatten auch mit dem Cupido-Fall zu tun und waren MitwisserInnen ihres persönlichen Pakts mit dem Teufel, der damals zur Verurteilung führte.
Hilflos muss die Staatsanwältin mit ansehen, wie ein Unbekannter namens "Morpheus" die ZeugInnen beseitigt, die ihr schmutziges Geheimnis aus dem Bantling-Prozess enthüllen und gleichzeitig "Cupido" doch noch vor der Hinrichtung bewahren könnten. Während der verurteilte William Bantling aus der Todeszelle nach Rettung durch ein Wiederaufnahmeverfahren und persönlicher Rache dürstet, kann sich C.J. nicht einmal ihrem Verlobten anvertrauen ohne gleichzeitig ihr Geheimnis zu offenbaren. Schutzlos und alleine muss sie also mitverfolgen, wie sich der Mörder immer weiter in ihre Richtung vorarbeitet. Wird sie als letzte Zeugin übrig bleiben oder selbst zum Schluss noch in Morpheus tödlichen Armen landen?

Jilliane Hoffman schildert in "Cupido" sehr eindringlich, welchen Ängsten und Konflikten ein ehemaliges Opfer ausgesetzt ist, das später als Anklägerin in einem anderen Fall die Chance erhält, seinem Peiniger mutig die Stirn zu bieten. Der hochintelligente Täter weiß, wen er da als Vertreterin des Gesetzes vor sich hat und versucht im Gerichtssaal, seine frühere Machtposition perfide zu nutzen. Die junge Staatsanwältin zahlt für ihren Sieg im Cupido Prozess einen hohen Preis. In "Morpheus" scheint das Schicksal seinen Tribut dafür zu fordern.

Beim Lesen fragt man sich allerdings zwangsläufig, warum sich die Staatsanwältin über hunderte Seiten alleine mit ihrem schlechten Gewissen herumplagt und lieber ihr privates Glück zerbrechen lässt, statt sich endlich ihrem Polizistenfreund anzuvertrauen, der ja eigentlich von Berufs wegen noch am ehesten Verständnis für ihre Handlungsweise haben müsste. "Morpheus" fehlt über weite Strecken der Schwung, der "Cupido" zum Bestseller machte, obwohl das Ende dann doch noch richtig spannend wird.

AVIVA-Tipp: Da der zweite Band stark auf dem ersten aufbaut, sollte frau sie in der richtigen Reihenfolge lesen. Und wer weiß? "Morpheus" lässt zum Schluss noch genug Anknüpfungspunkte offen, wahrscheinlich ist der dritte Band bereits in Arbeit. Dieser würde dann unweigerlich zeigen, ob Jilliane Hoffman mit "Cupido" einfach nur Anfängerinnenglück hatte, oder sich mit einem furiosen Abschluss der Trilogie dauerhaft als Krimi Bestsellerautorin etablieren kann.


Jilliane Hoffman
Morpheus

Übersetzt von Sophie Zeitz.
Wunderlich Verlag, erschienen September 2005
ISBN: 3805207743
Gebunden, - 416 Seiten
19,90 Euro90008115&artiId=3564662&nav=5081"

Jilliane Hoffman
Cupido

Übersetzt von Sophie Zeitz.
Wunderlich Verlag, erschienen Januar 2004
ISBN: 3805207735
Gebunden, 476 Seiten90008115&artiId=2611132&nav=5081"


Literatur Beitrag vom 20.12.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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