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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 15.04.2006

Luci van Org - Der Tod wohnt nebenan
Silvy Pommerenke

Aus dem ehemaligen Girlie-Wunder ist endgültig eine erwachsene Frau geworden. Statt als Popstar Lucilectric gibt sie nun ihr schriftstellerisches Debüt inklusive neuem Studioalbum.



Über die Geschichten: Die schauerlichen Texte bewegen sich zwischen Fiktion und Non-Fiktion. Hier werden Zwischenwelten geschaffen, die es schier unmöglich machen, das eine vom anderen zu unterscheiden. Verblüffende Ideen hat die 35 jährige. Da treffen sich Himmel und Hölle auf einem Schöneberger Spielplatz, in Neuköllner Zweiraumwohnungen werden gutgläubige Vermieter von Untoten bewirtet, kleine blutrünstige Babys fressen schon mal das unliebsame Geschwisterchen auf, und der Mikrokosmos eines Spielzeugparkhauses wird plötzlich zur realen ausweglosen Falle eines Flüchtenden.

Neben diesem gleichzeitigen Existieren von Schein und Sein durchziehen zwei weitere Muster die Kurzgeschichten. Da gibt es, und das verwundert nicht bei einem Großstadt-Erzählband, die alles durchziehende Einsamkeit und unerfüllte Sehnsucht der ProtagonistInnen. Die Unfähigkeit, reale Beziehungen zu leben, wirkt sich bei ihnen in Lucis Schilderungen zumeist als Flucht in die Phantasie aus. Die GroßstädterIn als unzulängliches Wesen?! Der zweite rote Faden des Buches sind Kinder, die in fast jeder Erzählung eine große und gruselige Rolle spielen. Das ist bestimmt dem Sohn der Autorin zu schulden, der nach ihren eigenen Worten seit November 2004 ihr "liebster Arbeitgeber" ist. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass sich Nachwuchs Victor keine Vorbilder aus diesen Geschichten sucht...

Über die Musik: Die zehn Songs des gleichnamigen Albums "Der Tod wohnt nebenan" nehmen unmittelbar Bezug auf die Geschichten, und werden von der Band "Das Haus von Luci" musikalisch umgesetzt. Anders als noch zu Zeiten von "Lucilectric" werden ausschließlich Live-Instrumente benutzt. Neben Luci, die für Gesang, Bass und Songwriting zuständig ist, spielt Gary Schmalz die Gitarren und Toni Nissl die Drums und Percussions. Als Special Guest konnten sie noch Martin Wenk von Calexico mit ins Haus holen. Er gibt dem ganzen den besonderen Touch mit Trompete, Vibrafon und Mandoline.

Dass Luci van Org stimmlich über eine Bandbreite von vier Oktaven verfügt, ist besonders in dem Song "Die Wölfin" zu hören. Wenn man nicht das CD-Cover in den Händen hielte, würde man nicht glauben, dass sie es ist, die da singt. Großartig! Als weiteres Highlight der Todessongs ist noch "Beißerchen" zu nennen, das als Swing-Version sofort ins Blut geht.

AVIVA-Tipp: Insgesamt ist es eine schöne Idee, literarische Texte mit Musik zu verbinden. Ein quasi duales Lese- und Hörereignis. Reife Songs, die irgendwo
zwischen 2raumwohnung und Annett Louisan liegen, und Geschichten,
die an Edgar Allan Poe erinnern.

Luci van Org im Netz: www.lucivanorg.de

Luci van Org
Der Tod wohnt nebenan

Neun Spukgeschichten und zehn Songs aus der großen Stadt.
Parthas Verlag, erschienen März 2006
Gebunden, 140 Seiten. Zahlreiche Abbildungen. Inklusive CD
ISBN: 3866015992
EAN: 9783866015999
28 Euro90008115&artiId=3522383&nav=5081"

Literatur Beitrag vom 15.04.2006 Silvy Pommerenke 

   




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