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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 28.10.2005

1000 PeaceWomen Across the Globe
Maren Westensee

Millionen von Frauen arbeiten öffentlich kaum beachtet täglich für eine bessere Zukunft. Das Nachschlagewerk stellt 1000 von ihnen mit ihrer Arbeit vor. 2005 wurden sie für den Friedensnobelpreis...



...nominiert. Die Frauen setzen sich oft ohne Rücksicht auf ihre eigene Sicherheit für die Gemeinschaft ein, rufen zur Versöhnung auf, fordern Gerechtigkeit und bauen wieder auf, was zerstört wurde. Sie arbeiten sowohl an vorderster Front in Krisen- und Kriegsgebieten als auch in anderen hilfsbedürftigen Regionen auf der ganzen Welt. Ziel dieses Projektes und Buches ist es, die Aufmerksamkeit auf diese Frauen und ihre wichtige Arbeit zu lenken.

Die Schweizer Politikerin Dr. Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Ethnologin, Nationalrätin und Europarätin, kam auf diese Idee durch ihre zahlreichen Besuche in Kriegs- und Krisengebieten. Die Frauen, die sie dort traf, leisteten in gefährlichen Situationen Wiederaufbau und Friedensarbeit. Doch sie wurden mit ihrer Arbeit über die betroffenen Gebiete hinaus kaum bemerkt oder anerkannt. Um ihre Tätigkeiten zu würdigen, wählte sie symbolisch 1.000 der Frauen, um die Millionen anderer zu repräsentieren. Unter ihnen befinden sich auch einige Deutsche: Barbara Gladysch, Monika Gerstendörfer, Bosiljka Schedlich, Karla Schefter, Monika Hauser, Maria Christina Färber, Karla-Maria Schälike, Ruth Weiss, Heide Göttner-Abendroth, Sabriye Tenberken, Marianne Grosspietsch, Seyran Ates, Lea Ackermann, Cathrin Schauer, Judith Brand.

Jede Frau wird mit ihrer Arbeit auf einer Doppelseite kurz präsentiert. Hildegard Goss-Mayr aus Österreich ist eine von ihnen. Über 52 Jahre unterrichtet sie nun schon gewaltfreien Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung als Mitarbeiterin bei der "International Fellowship of Reconciliation" (IFOR). Goss-Mayr glaubt an das gute Gewissen jedes Menschen. Mit gewaltfreier Arbeit möchte sie jene erreichen, die sich in einer besseren Situation befinden. Sie nahm Einfluss auf die gewaltfreie "People Power Revolution" in den Philippinen 1968, auf die "Liberation Theology Movement" in Lateinamerika, und die friedliche Beendigung der Tyrannei in Madagascar.

Seyran Ates aus der Türkei arbeitet in Berlin als Juristin in Fällen von Zwangsheirat und sogenannten "Ehrenmorden" an Frauen, die sich dem widersetzen und damit aus Sicht der Verwandten die "Ehre der Familie" verletzen. Als Studentin arbeitete sie bereits in einem Beratungszentrum für türkische Frauen, wo sie 1984 von einem Attentäter angeschossen wurde. Eine andere Frau starb auf der Stelle. Trotzdem gab Ates nicht auf und kämpft weiter für die Rechte der Frauen. Die fünf "Ehrenmorde" innerhalb von vier Monaten im Winter 2004/05 in Berlin veranlassten sie dazu, der Regierung vorzuschlagen, einige Gesetze zu verschärfen - und wurde im Gegenzug in viel gelesenen türkischen Zeitungen wie z.B. "Hürriyet" als "verrückte Juristin" verleumdet. Ates ist keine Männer- oder Islamhasserin, sondern glaubt an die Gleichberechtigung der Geschlechter: "Every woman who leaves my office happy is a success for me. Women´s rights are my life´s work."

Die Veröffentlichung kann als Standardwerk für Non-Profit-Organisationen, Frauen- und Friedensnetzwerke, Hilfsorganisationen wie auch für ein breites Publikum dienen, das an Entwicklung und Wachstum von demokratischen, zivilen Strukturen weltweit interessiert ist. Die übersichtlichen Inhaltsverzeichnisse erleichtern die zielgerichtete Suche nach Personen und Nationen.

AVIVA-Tipp: Informativ und anschaulich verdeutlicht der Portraitband die Arbeit der Frauen, die sich für ein friedvolles, gerechtes Zusammenleben einsetzen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.1000peacewomen.org

1000 PeaceWomen Across the Globe
Scalo Verlag, VÖ: 19.10.2005

2208 Seiten, gebunden
32,00 Euro
ISBN: 3039390392
EAN: 978303939039790008115&artiId=4642672" target="blank">



Literatur Beitrag vom 28.10.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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