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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 17.10.2005

Catherine Jinks - Die Geisterschrift
Tatjana Zilg

Allie freut sich. Im neugekauften Haus bekommen sie und ihr Bruder getrennte Zimmer. Eine ständig wiederkehrende Schrift auf den Wänden zerstört den Idealzustand. Spukgeschichte für alle Kids ab 10



Eine sympathische Patchwork-Familie stellt sich auf den ersten Seiten des Romans den Teenager-LeserInnen vor: Die elfjährige Allie heißt mit vollen Namen Alethea, denn ihre Mutter beschäftigt sich neben ihrer Teilzeitstelle in einer Bank gerne mit esoterisch-angehauchten Dingen wie Feng Shui, Tarotkarten und Hippieleben. Auch Aktmodell in Kunstkursen ist sie schon gewesen. Dort lernte sie ihren derzeitigen Partner kennen, den ruhigen, ausgeglichenen Maler Ray. Allie selbst ist ein Mädchen, das nicht unbedingt gut mit anderen Kindern auskommt und in der Pause manchmal lieber in die Bibliothek geht als auf den Hof. Dennoch hat sie eine beste Freundin, die hübsche Französin Michelle. Genervt ist Allie von ihrem achtjährigen Bruder Bethan.

Wie gut, das sie nun endlich getrennte Zimmer bekommen sollen. Die Mutter hat ein altes Haus gekauft, das sie in wochenlanger, mühseliger Arbeit renovieren ließ. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: abgeschliffene Dielen, frischgestrichene Wände, eine völlig neue Küche und alles perfekt eingerichtet nach Feng Shui-Regeln. Doch der kleine Bethan ist nach der ersten Nacht schwer enttäuscht. In seinem Zimmer erscheint eine schwarze Schrift unter der frischen Farbe. Erst an vereinzelten Stellen, dann verbreitet sie sich von Tag zu Tag über das ganze Zimmer. Da die Schrift auch nach erneutem Malern wieder erscheint, zieht Bethan zu Allie. Diese legt nun ihre ganze Energie in die Aufklärung des Rätsels der Schrift, die eine märchenhafte Geschichte zu erzählen scheinen will.

Natürlich versucht auch die Mutter alles, um diesen Störfaktor aus dem Haus zu vertreiben. Sie bestellt SpezialistInnen zur Aufklärung paranormaler Phänomene, einen Feng Shui-Meister und eine Geisterheilerin. Nicht alle werden besonderen Erfolg haben. Allie recherchiert sorgfältig die Vergangenheit des Hauses und erfährt von einem sechszehnjährigen Mädchen, die offensichtlich an Magersucht gestorben ist. Hier ist eine Schwachstelle des Romans: Querverbindungen zwischen Allie und diesem Mädchen werden angedeutet, aber nicht weitergeführt, wodurch die LeserInnen mit der Tatsache vom tragischen Anorexie-Tod und den psychischen Ursachen allein gelassen werden. Der Spuk-Konflikt wird zwar zum Ende aufgelöst, aber es bleibt das Gefühl zu wenig über die beiden Hauptprotagonistinnen erfahren zu haben.

Zur Autorin:
Catherine Jinks
wurde 1963 in Brisbane, Australien, geboren und verbrachte ihre Kindheit in Papua Neu Giunea. Sie studierte Geschichte in Sydney, wo sie heute noch mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt. Sie veröffentlichte bereits viele Titel für Erwachsene und Jugendliche im Genre Historienroman und Fantasy.

AVIVA-Tipp: Die Spukgeschichte aus der Gegenwart ist weniger gruslig, sondern mehr eine Detektiv-Geschichte. Die clevere Allie spürt sorgfältig der Vergangenheit ihres neuen Wohnortes nach und zieht schnell die richtigen Rückschlüsse. Der Roman ist leicht lesbar und dank der Kürze auch für kleine LeserInnen geeignet, die nicht vor der Ladenöffnung ihrer Buchhandlung für den neusten Fünfhundertseiter anstehen.



Catherine Jinks
Die Geisterschrift

Übersetzt von Christa Broermann.
Nagel + Kimche Verlag, erschienen September 2005
ISBN: 3312009618
Gebunden, 138 Seiten
Empfohlen für Kinder ab 10 Jahren.
9,90 Euro90008115&artiId=3528542&nav=5081

Literatur Beitrag vom 17.10.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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