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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 08.05.2006

Die Wilde Gabe - Fantasy-Roman
Tatjana Zilg

Zwei Jugendliche wachsen im rauen Hochland auf. Ihre Familien gehören zu magischbegabten Clans, sie verfügen über besondere Gaben, die aber mehr schaden als nützen. Von Ursula K. Le Guin



Orrec ist hin- und hergerissen. Einerseits liebt er die Geschichten, die sein Vater Canoc ihm über die Gabe der Familie erzählt, andererseits ängstigen sie ihn und er fragt sich, ob er je in der Lage sein wird, sein Talent angemessen einzusetzen.

Es ist die machtvolle Gabe des Auflösens. Mit einem besonderen Blick können alle Abkömmlinge seines Clans ein anderes Lebewesen töten, wobei es sich von innen heraus auflöst. Als Kind versuchte Orrec dies an kleineren Objekten, doch er hatte nie Erfolg. Sein Vater Canoc beherrscht die Gabe, setzt sie aber nur selten ein.
Im Hochland war es schwierig für Canoc, eine Frau zu finden, denn die Clans stehen durch kleinere und größere Fehden im konflikthaften Verhältnis zueinander.
Er entschloss sich, ins Flachland zu reiten, wo die Menschen in zivilisierten Städten leben und voller Vorurteile gegenüber den Clans aus dem Hochland sind.
Der Hexenmeister forderte, eine Frau zu bekommen, sonst würde er seine Gabe gegen die StadtbewohnerInnen einsetzen. Diese zögerten, waren aber sichtlich verängstigt, und Canoc demonstrierte seine Macht. Im Inneren hegte er aber selbst Zweifel, ob er nicht von der Menschenmasse überwältigt werden könnte. Da schritt aus einem Prachthaus die Tochter eines Priesters. Sie hatte in den Augen ihrer Familie gegen die strengen Anstandsregeln verstoßen.
In der Flucht mit dem Hexenmeister erhoffte sie sich eine Möglichkeit, ihrem engstirnigen Zuhause zu entkommen.

Was Melle im Hochland erwartet, sind Schwierigkeiten anderer Art, aber zwischen Canoc und ihr entsteht eine Liebe, die von gegenseitigem Respekt und Hochachtung gekennzeichnet ist. Ihrem Sohn Orrec versucht sie in seinem Zwist mit der Gabe bestmöglichst zu unterstützen, aber die ambivalenten Gefühle des Clans dem gegenüber, was sie als Bestimmung erachten, bleiben ihr fremd.

Als Orrec zunehmend in Konflikt mit den Traditionen seines Clans gerät, kann er vor allem mit Gry darüber reden. Sie ist die Tochter eines benachbarten Clans und verfügt über die Gabe der Tierbesprechung. Sie hegt große Zweifel darüber, ob es richtig ist, dass ihre Familie dies oft dazu benutzt, um Tiere für die Jagd zu rufen. Viel lieber setzt sie ihr Talent dafür ein, Pferde zu bereiten oder Hunden besondere Fähigkeiten beizubringen.

Die Beiden fühlen, dass ihre Zuneigung zur Liebe wird. Doch die Heiratsregeln der Clans sehen für sie ein anderes Schicksal vor. Sie lernen sich zu dem zu bekennen, was sie im Innersten fühlen und ihre eigenen Werte zu entwickeln.

AVIVA-Tipp: Die Geschichte wird sehr langatmig erzählt. Zum großen Teil in Form von Rückblenden, denn Orrec und Gry werden von einem Fremden aus dem Hochland befragt, der sich über den Winter bei der Familie niedergelassen hat. Die Person des Fremden verschwindet gegen Ende überraschend wieder, ohne eine wirkliche Bedeutung für die Geschichte gewonnen zu haben. Die Charaktere und ihre Grundkonflikte sind sensibel geschildert, was aber nicht reicht, den Roman interessant genug werden zu lassen, um die Aufmerksamkeit der LeserInnen vom Anfang bis zum Ende zu fesseln.

Zur Autorin:
Ursula K. LeGuin
geboren 1929 in Kalifornien, ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten phantastischen Autorinnen. Für den »Hainish«-Zyklus wurde sie mit dem Hugo- und dem Nebula-Award ausgezeichnet. Sie hat mit fast vierzig Romanen die anspruchsvolle phantastische Literatur geprägt wie keine andere Autorin. Unvergessene Klassiker sind "Planet der Habenichtse" und der "Erdsee"-Zyklus. Im Netz unter: www.ursulakleguin.com


Die wilde Gabe
Ursula K. Le Guin

Originaltitel: Gifts
Übersetzt von Florian Marzin
Piper Verlag, erschienen März 2006
Gebunden, 294 Seiten
ISBN: 3492701094
EAN: 9783492701099
18,90 Euro90008115&artiId=5187271"


Literatur Beitrag vom 08.05.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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