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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 07.06.2006

Marjaleena Lembcke - Die Fremde im Garten
Tatjana Zilg

Hillevi verbringt ihre freie Zeit oft im Garten eines verlassenen Hauses. Die Besitzerin, die zuvor in der Nervenheilanstalt war, wird bald zurückkehren. Ein Roman aus der Nachkriegszeit in Finnland



Jeden Sommer ist der große Garten mit den zwölf Apfelbäumen und den verwilderten Blumenbeeten der Rückzugsort des zwölfjährigen Mädchens. Dort liegt sie gerne in der Sonne, liest Bücher oder träumt einfach vor sich hin. Träumen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen von Hillevi. In ihrer Phantasie denkt sie sich ausgefallene Geschichten über das Haus aus, das den Garten umgibt. Manchmal träumt sie auch von Jungen und ist froh, sie in der Welt der Illusionen ganz nach ihren Willen gestalten zu können und sich nicht mit den Unberechenbarkeiten realer Begegnungen auseinandersetzen zu müssen.

Zwar hat sie sich in der Schule in ihren Klassenkameraden Pasi verliebt, aber so richtig sicher ist sie sich auch nicht. Da ist ja noch der etwas ältere Tuomo, der von allen Mädchen wegen seines attraktiven Äußeren und seiner witzigen Art bewundert wird. Dennoch umschmeichelt er Hillevi besonders und fährt in den Sommerferien mit ihr sogar einmal zum See. Er ist der ältere Bruder ihrer besten Freundin Sonja, die eher schüchtern ist und mit der Liebe noch viel weniger Glück hat.

Als Hillevi hört, dass die Besitzerin des Hauses zurückerwartet wird, versucht sie, ihre Eltern nach der geheimnisvollen, älteren Dame auszufragen. Diese sind immer über alle Neuigkeiten und Geschehnisse der Vergangenheit bestens informiert, weil sie einen Gemischwarenladen führen, wo sie tagtäglich mit den KundInnen über Wichtiges und Belangloses reden können.

Aber die Eltern antworten nur zögerlich. Die Besitzerin heißt Viola und verließ den kleinen Ort nach dem Ersten Weltkrieg. Sie war wahrscheinlich über vierzig Jahre in einer Nervenheilanstalt. Hillevi möchte natürlich die Gründe erfahren, doch die Eltern werden ungeduldig und wollen keine konkrete Auskunft geben.

Doppelt enttäuscht beginnt das Mädchen die Sommerferien: Sie wird ihre Zeit nicht mehr im Garten verbringen können und niemand will ihr erzählen, wer die Besitzerin des Hauses ist. Doch eines Tages gelingt es ihr, Kontakt zu Viola zu bekommen. Zunächst wird sie einkaufen geschickt, aber schon nach kurzer Zeit darf sie sich wieder im Garten aufhalten. Eine vorsichtige Begegnung zwischen dem heranwachsenden Mädchen und der misstrauischen, introvertierten Dame nimmt ihren Anfang.

AVIVA-Tipp: Das eigentliche Thema der Begegnung zwischen Hillevi und Viola kommt leider zu kurz. Erst gegen Ende enthüllt sich die tragische Vergangenheit der außergewöhnlichen Frau.
Stattdessen werden viele Alltagsbegebenheiten aus dem Leben von Hillevi beschrieben, ohne tiefergehend durchdrungen zu werden.

Zur Autorin:
Marjaleena Lembcke
wurde 1945 in Kokkola/Finnland geboren, studierte Theaterwissenschaften und Bildhauerei und lebt seit 1967 in Deutschland. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene Gedichte, Geschichten und Romane. Ihr Kinderbuch "Als die Steine noch Vögel waren" wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.


Marjaleena Lembcke
Die Fremde im Garten

Empfohlen ab 11 Jahre.
Gebunden, 139 Seiten
Nagel + Kimche Verlag, VÖ Februar 2005
ISBN: 3312009545
EAN: 9783312009541
12,90 Euro90008115&artiId=3094054"


Literatur Beitrag vom 07.06.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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