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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 12.06.2006

Auf nach Versailles
Constanze Geißler

Duftende Blüten, frittierte Melonenscheiben, vergoldete Gondeln, die kleine Bedienstetenkammer unter dem Dach, eine spottende Wäscherin, ein Hexenpulver und vieles mehr - das Buch ist ein Lesefest.



In ihrem Leben hat Marion nie etwas anderes gesehen als das berühmte Versailles Ludwig XIV. Das junge Mädchen wächst bei ihrem Vater, dem Gärtner der königlichen Orangerie, auf. Das macht sie zu einer ganz besonders spannenden Komplizin.
Denn die Residenz des französischen Königs ist gewaltig. Überall sind Bedienstete, Berater und andere am Hof lebende Adlige unterwegs. Der Schlosspark ist zum Verlaufen groß. Doch Marion kennt sich bestens darin aus. Sie ist ein Mädchen, das den Park innig liebt.

Die französische Kinderbuchautorin Annie Pietri entführt ihre LeserInnen in eine Zeit, in der das Königtum in verschwenderischstem Reichtum lebte, umringt von einem riesigen Hofstaat, das die herrschaftlichsten Bauten in Auftrag gab und die glamourösesten Festlichkeiten ausrichtete - die Zeit des Barock.

Gelassen urteilt Lucie, die Freundin Marions, über Adel und Königtum:
"Ihre Möbel sind ein Vermögen wert, aber wir, wir sind nichts. Sie sehen nur unsere Arbeit. Unsere Person existiert nicht." Doch mit ihrer Begabung und ihrer Feinsinnigkeit vermag es Marion, mehr als andere, von den Vorzügen Versailles zu profitieren.

Auf Wunsch von Madame de Montespan, einer Adligen mit hohem Rang, arbeitet Marion neben vielen anderen Mädchen als Zofe. Oftmals bewacht sie den Schlaf ihrer Herrin.
Das Leben im Schloss ist ein anderes als dasjenige jenseits der Gärten. Doch sind beide Welten in Versailles miteinander verbunden. Überall wird gearbeitet - zum Wohl des Königs und der Hofgesellschaft.

Der einstige Sonnenkönig Ludwig XIV. war nicht sonderlich schön. Dennoch beschreibt ihn die Autorin ganz nach Art des Märchens als einen Mann von überaus anmutiger Gestalt, der trotz seines gewaltigen Reichtums die Menschenfreundlichkeit und Gutherzigkeit nicht vergessen hat.
Madame de Montespan ist die Geliebte des Königs. Das ist seine charakterliche Schwäche. Aber er genießt sie und kaschiert nichts. (In Wahrheit hatte der König noch viel mehr Geliebte.)

Durch ihre Schönheit und Durchtriebenheit hat Madame de Montespan ein leichtes Spiel mit den Menschen in Versailles. Sie will der Mittelpunkt sein. Eine perfekt gezeichnete Mätresse - mächtiger als die Königin.
Annie Pietri bringt mit der Adligen, die von blonden Locken umringt und mit den schönsten Kleidern ausstaffiert ist, eine Wendung in ihren fröhlich strahlenden Roman. Denn wie könnte es bei dem Charakter der Marquise anders sein, als dass sie eine Intrige spinnt?
In den prunkvollen Zimmern des Schlosses, inmitten der kulinarischen Genüsse und erlesenen Parfüms, von Marion selbst kreiert, entfalten sich die dunklen Seiten der Marquise auf das Trefflichste.

AVIVA-Tipp:
Das bewegte Leben am mächtigen, französischen Königshof für neugierige Kinderaugen. Annie Pietri entführt mit einem liebevoll einfach gestalteten Erzählton ihre LeserInnen direkt nach Versailles. Alle Beteiligten, auch die in Schokolade vernarrte Königin, nehmen im Geschehen andächtig ihren Platz ein. In jeder Zeile ist die Freude der Autorin beim Schreiben zu spüren.
Auch für Erwachsene empfohlen!

Zur Autorin:
Annie Pietri
wurde 1956 geboren. Sie arbeitete als Logopädin und Radiomoderatorin. Von ihr im Verlag Bloomsbury weiterhin erschienen sind die Romane "Die Spionin des Sonnenkönigs" und "Das Geheimnis des Barons de Grenois". Die Autorin lebt heute bei Paris.


Annie Pietri
Die Orangenbäume von Versailles

Originaltitel: Les orangers de Versailles
Empfohlen ab 9 Jahren
Übersetzt von Ursula Schregel
Bloomsbury Kinderbuch, erschienen Februar 2005
Gebunden, 160 Seiten
ISBN: 382705060X
Euro 13,9090008115&artiId=3107555&nav=5081"


Annie Pietri
The Orange Trees of Versailles

Empfohlen von 8 bis 12 Jahren
Übersetzt von Catherine Temerson
Dell Juvenile, erschienen November 2005
Kartoniert, 137 Seiten
ISBN: 0440419484
Euro 4,6990008115&artiId=3569009&nav=5081"



Literatur Beitrag vom 12.06.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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