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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.06.2006

Maria Callas oder die Kunst der Selbstinszenierung
Sabine Grunwald

Ihr Ziel war es, auf der Opernbühne lebendige Frauen darzustellen, die lieben, leiden und kämpfen konnten. Sie gab sich ihren Rollen vollkommen hin und schaffte es,....



das Publikum bis heute zu verzaubern.

Versuchen Sie sich nicht
an äußerlicher Leidenschaft,
bevor Sie das Stück
nicht verinnerlicht haben.
Leidenschaft ohne Intellekt
Ist in der Oper nicht gut,
Sie sind dann ein wildes Tier,
aber kein Künstler.

Maria Callas in Meine Meisterklasse

Maria Callas war bereits Zeit ihres Lebens eine Legende. Bis heute, mehr als 30 Jahre nach ihrem Tod, ist sie unvergessen und ihre Stimmgewalt unübertroffen. Neben ihrer musikalischen Ausstrahlung trug auch ihre großartige Bühnenpräsenz zu ihrem Mythos bei.
Sie spielte nicht nur die tragischen Frauengestalten in den bekannten Opern wie Tosca, Norma oder Violetta (La Traviata) sie war eins mit ihren Rollen und legte ihre ganze Persönlichkeit in die Aufführung.

Ihre einzigartige Begabung zeigte sich schon in ihrer frühen Jugend. Bereits als schüchterner, dicklicher Teenager mit Brille wusste sie zu überzeugen, sobald sie anfing zu singen.
Schriftstellerinnen wie Ingeborg Bachmann und Friederike Mayröcker und Donna Leon waren ihre Verehrerinnen und priesen ihren Genius.

Sie hat immer direkt getroffen, auf den Umwegen über Libretti, über Figuren, zu denen man Liebe haben muss, um sie akzeptieren zu können. Sie war der Hebel, der eine Welt umgedreht hat, zu dem Hörenden, man konnte plötzlich durchhören, durch Jahrhunderte, wie war das letzte Märchen. (Ingeborg Bachmann).

Maria Callas wurde am 3. Dezember 1923 als drittes Kind von Evangelia und Georges Kalogeropoulos in New York geboren. Die Mutter stammte aus einer wohlhabenden Familie, in der Musik und Literatur eine wichtige Rolle spielten. Der Vater kam aus bäuerlichen Verhältnissen, studierte jedoch Pharmazie. Der 15 Jahre ältere Ehemann war ein Frauenliebling und die Ehe erwies sich als nicht glücklich. Evangelia verlagerte ihren Ehrgeiz auf die Tochter. 1937 kehrte die Mutter mit beiden Töchtern nach Athen zurück und arbeite systematisch an der Karriere von Maria. Marias erste Gesangslehrerin war Maria Trivella aus Mytilini, Lesbos, die dann von der gebürtigen Spanierin Elvira de Hidalgo abgelöst wurde.

Am 16. Juni 1940 sang Maria die Hauptrolle in Giacomo Puccinis Suor Angelica am Athener Konservatorium. Am 27. August 1942 stand sie als Tosca auf der Bühne. Mit dieser Rolle gelang ihr der Durchbruch. Im Herbst 1945 besuchte Maria ihren Vater in New York, schaffte es aber nicht, dort als Sängerin Fuß zu fassen. Bei einem Vorsingen überzeugte sie den künstlerischen Leiter der Opernfestspiele von Verona Giovanni Zenatello und wurde von ihm engagiert.
In Italien lernte Maria 1947 den Fabrikanten Meneghini kennen, der sich bald ihrem Management widmete. Sie heirateten am 21. April 1959 in Verona und blieben bis 1959, dem Beginn der Liebesbeziehung zwischen Maria Callas und Aristoteles Onassis, ein Paar.
Ein weiterer wichtiger Förderer war der Dirigent Tullio Serafin.
Die erste gemeinsam erarbeite Aufführung war die Norma, der noch viele große Bühnenrollen folgen sollten. 1954 fand die erste Zusammenarbeit mit Luchino Visconti statt. Maria verkörperte die Hauptrolle in La Vestale. Sie wog jetzt dreißig Kilo weniger und hatte ihren gesamten Typ verändert. 1969 engagiert Pasolini die Callas für seinen Film Medea. Er wurde zwar kein Publikumserfolg, doch begeistert von der Kritik aufgenommen.
1971-72 unterrichtet sie eine Reihe von Meisterklassen an der Juilliard School auf Music in New York. 1973 startet ihre Comeback-Welttournee, am 25. Oktober in Hamburg. Ihr letzter öffentlicher Auftritt findet am 11.11.74 in Sapporo statt.
Am 16. September 1977 stirbt Maria Callas an Herzversagen.

AVIVA-Tipp: Die Biografie lässt viele Stimmen zu Wort kommen, die den Lebensweg der unvergesslichen Diva kreuzten, sie bewunderten und förderten. Eindringliche Fotografien aus ihrem beruflichen und Privatleben machen das Buch zu einem optischen Lesegenuss. Für Fans unbedingt zu empfehlen.

Zur Autorin:
Gunna Wendt
studierte Soziologie und Psychologie und lebt als Ausstellungsmacherin in München. Neben ihren Arbeiten für Radio und Theater schrieb sie mehrere Libretti für zeitgenössische Opern und veröffentlichte zahlreiche Biographien.


Gunna Wendt
Maria Callas oder die Kunst der Selbstinszenierung

Herausgegeben vom Deutschen Theatermuseum München
Henschel Verlag, erschienen Februar 1006
ISBN 3-89487-537-2
Über 100 Duotone-Abbildungen s/w
29,90 Euro90008115&artiId=5226536"


Literatur Beitrag vom 27.06.2006 Sabine Grunwald 

   




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