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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 07.10.2006

Jüdischer Almanach
Sarah Ross

2006 widmet sich das vom Leo Baeck Institut herausgegebene Jahrbuch dem Thema Frauen. Von der jiddischen Mame bis zur Jewish American Princess ist alles dabei.



Das Bild der Frauen, bzw. die Vorstellung von dem, wie sie sind, sein oder eben nicht sein sollen, wurde und wird auch im Judentum in vielen verschiedenen Farben gezeichnet. Daher widmet sich der Jüdische Almanach 2006 all jenen jüdischen Frauen, die sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart unterschiedlichen Rollenerwartungen entsprachen oder aber diesen wirkungsvoll widersprachen. Denn während die einen solch "typischen" Frauengestalten wie etwa der jiddischen Mame, mit ihrer überbordenden Sohnesliebe oder der besten Ehefrau von allen, entsprechen, haben sich andere mit ihren individuellen Lebensentwürfen traditionellen und religiösen Werte- und Normvorstellungen entgegengesetzt.
Gisela Dachs, die Herausgeberin des Jüdischen Almanach 2006, sowie ein internationales Team von namhaften Autorinnen und Autoren, haben in ihren Essays das Thema "Frauen" im jüdischen Kontext aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachtet.

Ein kleines Buch mit großer Bandbreite - das ist der Jüdische Almanach.
Auf gerade einmal 147 Seiten spannt der diesjährige Almanach einen Bogen von jüdischen Frauen in Israel, in den Vereinigten Staaten bis nach Europa. Das Themenspektrum der einzelnen Beiträge reicht somit von der deutsch-jüdischen Salondame bis zur israelischen Kriegswitwe, von der zionistischen Pionierin bis zur Jewish American Princess und der häuslichen Hüterin der Tradition bis zur intellektuellen Vorkämpferin.

So befasst sich beispielsweise Barbara Honigmann im ersten Aufsatz des Buches mit dem "Problem der Kopfbedeckung". Hier thematisiert sie die Zerrissenheit moderner orthodoxer Frauen, die die religiösen Gebote mit einem selbst bestimmten Leben zu vereinen versuchen. Im weitesten Sinne greift auch Susannah Heschel, eine der bekanntesten amerikanischen Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Jüdischen (Gender-) Studien, diese Thematik auf, indem sie in ihrem Beitrag auf die sich verändernden Rollen von Männern und Frauen im Judentum eingeht. Natürlich beinhaltet der Jüdische Almanach auch Essays, die sich mit historischen Frauenfiguren beschäftigen, in deren Leben und Wirken sich einstige, politisch gefärbte Denkwelten widerspiegeln. Einen besonders schönen Abschluss bilden die Beiträge von Eric Zakim und Henryk M. Broder. Während Zakim sich mit den postmodernen Qualitäten amerikanischer Jüdinnen auseinandersetzt, begibt sich Broder auf die Suche nach der "übermächtigen mythischen Gestalt" der jiddischen Mame.

AVIVA-Tipp:
Den Autorinnen und Autoren des Jüdischen Almanachs 2006 ist es gelungen, ein umfassendes, präzises und informatives Bild jüdischer Frauen zu zeichnen, ohne sie dabei auf ein "Klischee auf zwei Beinen" zu reduzieren. Die einzelnen Beiträge der AutorInnen sind nicht nur gut recherchiert und lehrreich, sondern auch besonders unterhaltsam. Wie immer ist der Jüdische Almanach auch in diesem Jahr ein Muss!

Jüdischer Almanach
Frauen
Herausgegeben von Gisela Dachs
Fotos von Talila Kasubek
Jüdischer Verlag, erschienen September 2006
ISBN 3-633-54221-3
147 Seiten, Broschur
14,80 Euro90008115&artiId=5517154"


Literatur Beitrag vom 07.10.2006 Sarah Ross 

   




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