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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.05.2007

Die Nottaufe
Sarah Ross

Die Autorin Ruth Weiss erzählt in ihrem neuen Roman die spannende Geschichte des Hofjuden Daniel Löw und seiner Nachkommen. "Die Nottaufe" ist die Fortsetzung ihres Erfolgsromans "Der Judenweg".



Während uns die Autorin Ruth Weiss mit "Der Judenweg" am Aufstieg Daniel Löws vom Knecht zum Hofjuden teilhaben ließ, so stehen im Nachfolgeroman "Die Nottaufe" sein Enkel Menachem und seine Schwester Hanna im Mittelpunkt des Geschehens. Dreh- und Angelpunkt ihrer Geschichte sind die verhängnisvollen Folgen einer christlichen Nottaufe, die das Schicksal von Löws Nachkommen im 18. Jahrhundert bestimmen.

Anhand von Daniel Löws Familiengeschichte, die sie über mehrere Generationen hinweg betrachtet, erzählt die Autorin nicht nur von den beruflichen Werdegängen seiner Nachfahren, sondern taucht gleichzeitig wieder in die soziale, religiöse und wirtschaftliche Lebenswelt der Juden im frühneuzeitlichen Deutschland ein.

Wie einige wenige Juden in Deutschland, profitierte auch Löws Enkel Menachem von der privilegierten Stellung seiner Familie, die am Hof des Markgrafen von Ralensburg lebt. So konnte er sich nach Beendigung seines Medizinstudiums in Padua in Berlin als angesehener Arzt niederlassen. Doch Menachems Glück sollte bald durch einen schweren Schicksalsschlag getrübt werden: Als seine kleine Schwester Hanna schwer erkrankt, nimmt Marie, das katholische Kindermädchen der Löws, eine Nottaufe an Hanna vor – im Glauben, dass sie nicht mehr lange zu leben habe. Erst drei Jahre später, als der Jesuitenpater Pius auf einer Pilgerreise durch Ralensburg von Hannas Nottaufe beiläufig erfährt, zeigt sich, welch schwere Folgen Maries Handeln hinterlassen: "Das getaufte Kind müsse sofort aus dem Haus der Jesusmörder geholt werden! Die Tat der Magd ehre die Kirche!"

Obwohl Marie weder dem Kind noch dessen Familie absichtlich Leid zufügen wollte, wurde Hanna daraufhin, ohne das Wissen ihrer Eltern, von Pater Pius entführt und in ein Frauenkloster gebracht. Erst als erwachsene Frau gelingt ihr die Flucht. Ihrer Herkunft und jüdischen Identität beraubt, gibt es dennoch einen Menschen in ihrem Leben, der um jeden Preis Rache nehmen will.

AVIVA-Tipp:
Ebenso wie in ihrem Vorgängerroman gelingt es Ruth Weiss auch in "Die Nottaufe" auf geschickte und spannende Art und Weise, ein Stück deutsch-jüdische, bzw. christlich-jüdische Geschichte wieder lebendig werden zu lassen.

Zur Autorin:
Ruth Weiss
wurde 1924 in Fürth geboren und emigrierte mit ihrer Familie 1936 nach Südafrika. Anfang der 1960er Jahre begann sie in Johannesburg eine Karriere als Journalistin. 1966 verließ sie das Land und berichtete aus Südrhodesien für die Financial Times, The Guardian, BBC und die Deutsche Welle. Viele Jahre lang bildete sie in Simbabwe JournalistInnen aus und gründete eine Wirtschaftszeitschrift. Weil jedoch gegen das Apartheidsystem schrieb, durfte sie lange Zeit nicht wieder nach Südafrika einreisen. Seit 2002 lebt sie im Münsterland. In Deutschland wurde Ruth Weiss vor allem durch ihre Autobiographie "Wege im harten Gras" (1994) und ihre Romane "Meine Schwester Sara" (2002) und "Der Judenweg" (2004) bekannt.


Ruth Weiss
Die Nottaufe

Herausgegeben von Elmar Balster
Roman
Mosse Verlag, erschienen Oktober 2006
ISBN (10) 3-935097-10-7
ISBN (13) 978-3-935097-10-7
12,90 Euro

Literatur Beitrag vom 04.05.2007 Sarah Ross 

   




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