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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 05.10.2007

Vanessa Winship - Schwarzes Meer
Jule Fischer

Poesie in Schwarzweiß: Vanessa Winships Bildband "Schwarzes Meer" ist ein visuelles Gedicht über ein Meer, welches Menschen aus sechs Ländern Ernährerin, Verkehrsweg und Heimat ist



Das Schwarze Meer ist ein sagenumwobenes Gewässer.
Platons versunkenes Atlantis wird in den Tiefen des alten Meeres vermutet und die biblische Sintflut soll sich hier ereignet haben. Manche Menschen sehen es gar als Wiege der euasischen Kultur, denn die Wurzeln der frühen Griechen liegen an seinen nördlichen Ufern.

"Es ist ein Meer der Paradoxien", wie Karl J. Spurzem in seinem Text zu dem Fotoband schreibt. Das Schwarze Meer ist schwarz und ist es auch wieder nicht, es ist reich und von absoluter Leere. Es ist salzig und es ist süß.
An der Oberfläche glasklar, ist es nur 5 Meter darunter undurchsichtig. Dort lebt das Meer, welches vor etwa 9.000 Jahren noch ein gigantisches Süßwassersee war, bis große Mengen Salzwasser durch den Bosporus flossen.

Sewastopol. Beim Appell zum
"Tag der Marine"
Das Schwarze Meer war und ist Heimat vieler Völker, war Urlaubsparadies und Wirtschaftsraum der Sowjetrepubliken und ist es nun für die sechs Anrainerstaaten Bulgarien, Rumänien, Russland, Ukraine, Türkei und Georgien.

Fast ein Jahrzehnt war die britische Photographin Vanessa Winship in den so unterschiedlichen jungen Staaten am Balkan unterwegs. Sie bereiste rumänische Fischerdörfer, lief verwehte Promenaden entlang und photographierte Matrosen der russischen Schwarzmeerflotte.
Auf ihren insgesamt acht langen Reisen durch die Küstenländer, entstanden Photographien von einer scheinbar unsichtbaren Beobachterin.

In unbemerkten Momenten hat Vanessa Winship die BewohnerInnen der Dörfer, Städte und Touristenziele beobachtet: Müßiggänger, umgeben von Sonne und Seeluft, eine Dorfbewohnerin auf der Flucht vor dem Regen und Männer in einem Mineralbad am Meeresufer.

Istanbul. "Die Mädchen streichelten
zärtlich über das Abbild dieses
femininen Mannes. Eine erste zag-
hafte öffentliche Geste der Liebe."
Mit einer solchen Ruhe und Leichtigkeit geben sich die Menschen ihren Tagträumen hin, dass der/die BetrachterIn meint, zu den schwarz-weißen Photographien die Klänge der "Rêverie", der "Träumerei" Debussys zu hören.

Vor allem in den Photos der noch jungen Demokratien zeigen sich die Gesellschaften im Umbruch, zwischen Vergangenheit und Gegenwart,zwischen Sowjetunion, Revolution und Demokratie.
Vanessa Winships Photos transportieren viel Gefühl, ein wenig Melancholie ist dabei, vor allem aber, die Liebe der BewohnerInnen zu ihren Ländern - und zu ihrem Meer.

Die Photographin:
Vanessa Winship
, geboren 1960 in England, studierte Film, Video und Fotografie an der Westminster University in London. Seit 1992 arbeitet sie als freie Fotografin. Ihre Arbeiten hat sie in mehreren nationalen und internationalen Einzelausstellungen gezeigt. 1998 wurde sie mit dem Ersten Preis des World Press Photo Award in der Kategorie "Art stories" geehrt. Vanessa Winship lebt in Istanbul.
Weitere Informationen finden Sie auf Vanessa Winships Homepage: www.vanessawinship.com

Batumi. Junge Volkstänzerinnen
warten in den Kulissen auf ihren
Auftritt bei einem Wettbewerb
AVIVA-Tipp: "Schwarzes Meer" ist ein großartiger Bildband. Vanessa Winships Gefühl für Licht und Zeit, für die Menschen und für die Geschichte des bewegten Meeres gibt den eingefangenen Momenten eine unendliche Tiefe, Ruhe und Schönheit.

Wissenswertes über das Schwarze Meer: www.lexi-tv.de


Vanessa Winship
Schwarzes Meer

marebuchverlag, erschienen September 2007
Gebundene Ausgabe, Leinen, 136 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3936543957
49,90 Euro

Literatur Beitrag vom 05.10.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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