Ich will malen – Das Leben der Artemisia Gentileschi - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End AVIVA_gegen_AFD
Aviva-Berlin > Literatur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Romane + Belletristik
   Biographien
   Jüdisches Leben
   Sachbuch
   Graphic Novels
   Art + Design
   Lesungen in Berlin
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im November 2017 - Beitrag vom 21.10.2007

Ich will malen – Das Leben der Artemisia Gentileschi
Sabine Grunwald

Die junge Artemisia möchte Malerin werden, im frühbarocken Rom ein fast aussichtsloses Unterfangen. Doch mit List und Hartnäckigkeit überwindet sie alle Widerstände und verwirklicht ihren Traum



Artemisia kam als erste Tochter des Malers Orazio und dessen Frau Prudenzia am 10. Juli 1593 in Rom zur Welt. Das Geld war knapp in dem lebhaften Künstlerviertel und die Gentileschis lebten von der Hand in den Mund. Die kleine Welt des Mädchens beschränkte sich auf ein paar Straßenzüge, die genauso schmal wie die Mietshäuser waren.

Bereits als kleines Kind wollte sie es ihrem Vater, der Freskenmaler war, nachtun, und verschönerte mit einem Holzkohlestift die Wand seines Zimmers. Unter Androhung des Fegefeuers wurde der Dreijährigen verboten, je wieder Holzkohle in die Hand zu nehmen. Aber das Kind ließ sich nicht entmutigen und wusste bereits im Alter von zwölf Jahren, dass es eine berühmte Malerin werden würde.

Doch das Schicksal schien gegen sie zu arbeiten. Als ihre Mutter bei der Geburt ihres fünften Kindes starb, musste die zwölfjährige die Mutterstelle vertreten. Der Vater, der inzwischen mehr verdiente, holte seine verwitwete Schwester ins Haus, eine fromme und strenge Frau, die bei den Kindern nicht beliebt war. Artemisia wuchs allmählich zu einer jungen Frau heran und das Leben draußen fand ohne sie statt. Als der Vater anfing, ihren vier Jahre jüngeren Bruder Cecco als Lehrling anzuleiten, empfand sie dies als himmelschreiende Ungerechtigkeit. Dabei lag ihr das Zeichnen im Blut. Erst als der Vater ein von ihr meisterhaft gemaltes Portrait entdeckte, erklärte er sich bereit, seine Tochter zu unterrichten.
Von nun an lernte Artemisia zu malen. Doch sie hatte noch viele Hemmnisse und unglückliche Widerstände zu überstehen, bevor sie als gefeierte Malerin in Florenz anerkannt und beliebt wurde.

Zu den AutorInnen:

Michael Hatry, geb, 1940 in Hamburg, arbeitete mehrere Jahre als Dramaturg und Regisseur. Außerdem verfasste er Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher, Geschichten und einen Kriminalroman. 1981 begann er, auch für Kinder zu schreiben.

Susanna Partsch, geb. 1952, studierte Kunstgeschichte in Heidelberg und arbeitete nach der Promotion am Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen. Seit 1985 lebt sie als freie Autorin in München.

AVIVA-Tipp: Die Romanbiografie über Artemisia Gentileschi (1593-1654) zeichnet das Bild einer faszinierenden Frau, deren Leben durch die Kunst bestimmt war. Neben der persönlichen Geschichte erhält die Leserin einen spannenden Einblick in das Leben des frühbarocken Rom und Florenz. "Ich will malen" enthält eine Kurzbiografie und eine kunstgeschichtliche Würdigung der im Roman erwähnten Gemälde, sowie einer Einführung in die Kunst des Frühbarocks.


Michael Hatry
Ich will malen
Das Leben der Artemisia Gentileschi

Mit einem Anhang von Susanna Partsch
Gerstenberg Verlag, erschienen August 2007
ISBN 978-3-8369-5172-2
16,90 Euro

Literatur Beitrag vom 21.10.2007 Sabine Grunwald 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken