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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 10.03.2007

Ane Brun – Live in Scandinavia
Silvy Pommerenke

Liveaufnahmen zeichnen sich meistens durch schlechte Tonqualität und viel zu lautes und zu langes Geklatsche des Publikums aus. Nicht so bei diesem phänomenalen Album von der introvertierten...



...31-jährigen Ane Brun, die wie die leibhaftige Auferstehung Pipi Langstrumpfs Freundin Annika aussieht. Man mag kaum glauben, dass es sich hierbei um Livemitschnitte handelt, und nicht um monatelange Studiosessions, da alles überaus perfekt abgemischt, eingespielt und aufgenommen wurde. Die Konzertreihe führte sie im September letzten Jahres durch Norwegen und Schweden, wobei die Crème herausgefiltert und auf diesem Album verewigt wurde. Dabei wurde sie vom DMF String Quartet und von Nina Kinert im Background Chor begleitet.
Der Perfektionismus der Norwegerin, der sich sowohl auf ihre Stimme bezieht, als auch auf ihr Gitarrenspiel, mag erstaunen. Ist sie doch Autodidaktin und hat erst mit 21 Jahren das Instrument für sich entdeckt. Aber es war wie "gesucht und gefunden" meint sie, und nach knapp vier Jahren war sie bereit, sich mit ihrer Musik der Öffentlichkeit zu stellen. Sie hörte in dieser Zeit überwiegend amerikanische Singer-Songwriter, und hat sich ihr Fingerpicking vor allem von Ani DiFranco
abgeschaut, was man unschwer an ihren Songs hören kann. Bisher hat Ane Brun vier Alben veröffentlicht. Rezensionen zu dem Debutalbum "Spending time with Morgan"
und zu "A temporary dive" können Sie hier lesen.

Ane Bruns Musik ist sicher nichts für frohe Gemüter. Eine dramatische Tragik zieht sich durch jeden Song, pointiert schmiegt sich ihre Stimme an die Worte an und mit minimalem Aufwand wird die größtmögliche emotionale Empfindung erzeugt. Auch wenn sie auf der Bühne steht, sind ihre Bewegungen äußerst sparsam. Manchmal wippt verhalten ein Fuß und der Kopf wird ekstatisch in Zeitlupentempo nach hinten geworfen. Und dennoch: steif wirkt sie dabei nicht. Der ganze Körper steht unter aufgestauter Energie, wie eine Qigong-Meisterin lebt sie die reine Bewegung in der Nichtbewegung. Dass sie bisweilen auch ein wenig schneller kann, zeigt sie bei "So you did it again" und "Song No. 6". Trotzdem bleibt ihre Welt mehr eine Entdeckung der Langsamkeit.

Anspieltipps: "To let myself go" ist eines dieser Lieder, das zum Sterben schön ist! Neben der eingängigen Melodie, die mehr nach Mantra als nach Hookline klingt, ist es immer wieder die Stimme Bruns, die die Hörerin in ekstatisches Verzücken geraten lässt. Zwei besondere Schmankerl sind noch die Cover-Versionen von PJ Harvey "The Dancer" (vom Konzept her relativ ähnlich gestrickt wie "To let myself go" und klingt dadurch mindestens ebenso schön) und die von Jeff Buckley, ebenfalls Meister der melancholischen Töne, "So real".

Weiterhören: Katja (Maria) Werker und Mathilde Santing

Ane Brun im Netz: www.anebrun.com

AVIVA-Tipp: Ane Brun klingt wie das weibliche Pendant des verstorbenen Jeff Buckley. Es kann zwar sein, dass ihre emotionale Art so mancher Hörerin zu viel ist, aber wer sich darauf einlässt, wird mit unendlichem Glücksgefühl belohnt – trotz oder gerade wegen der großen Melancholie ihrer Songs.

Ane Brun
Live in Scandinavia

Label: V 2 Records, VÖ: Februar 2007.
EAN: 5033197457482
18,49 Euro
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Music Beitrag vom 10.03.2007 Silvy Pommerenke 

   




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