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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 15.05.2007

Noisettes – What`s the time Mr Wolf
Silvy Pommerenke

Die Noisettes machen einfach nur Spaß. Anders kann man das gar nicht ausdrücken. Mit geballter Wucht rotzen sie ihre Songs ins Mikro, sind schlecht frisiert und die Klamotten sind irgendwo in den...



...siebziger Jahren hängen geblieben.

Aber das ist ja zur Zeit modern, von daher sind sie wahrscheinlich total hip. Wie auch immer ihr Dresscode zu bewerten ist, ihre Musik ist phänomenal. Und dies liegt vor allem an der Leadsängerin und Bassistin Shingai Shoniwa, die es perfekt versteht, Punk und Jazz unter einen Hut zu bringen. Dabei wird sie von ihren ebenso genialen Kollegen Dan Smith an der Gitarre und dem Drummer Jamie Morrison begleitet. Die beiden reißen ihre Gitarren an und trommeln auf`s Schlagzeug, als gäbe es kein morgen mehr. Ganz in der Tradition von den Glamrockern der siebziger Jahre (siehe Klamotten) spielen sie sich die Seele aus dem Leib, was unbedingt mitreißend ist.

Die Band, die sich bereits 2003 in London zusammengefunden hat, gründete sich eigentlich, um eine andere unliebsame Band zu sabotieren. Herausgekommen ist dabei nach einer Maxi-Single und einer EP nun das krachige Debutalbum "What`s the time Mr Wolf?". Zugegeben haben sie sich damit ein wenig Zeit gelassen, aber dafür kommt es nun umso mehr mit Brachialgewalt daher. Was aus der zu sabotieren beabsichtigten Band wurde, ist hingegen unklar. Die Noisettes haben es längst nicht mehr nötig, durch Provokation anderer MusikerInnen auf sich aufmerksam zu machen. Sie sind ihre eigene Provokation, respektive verfügen über ihren eigenen Sound, der seinesgleichen sucht. Gewiss nichts für ein erstes Rendezvous, aber unbedingt empfehlenswert statt der Zigarette danach.

Anspieltipps: "The count of Monte Christo" vereint die Stärken der drei jungen Wilden auf`s kongeniale: Einfühlsame Gitarrenriffs, kombiniert mit einer grandiosen Melodieführung und der immer wieder verblüffenden Stimme Shingais. Auch "Mind the gap" ist ein absoluter Hinhörer. Sie verwursten den Slogan, der an jeder Tube steht, und präsentieren ein Sammelsurium von Shalala-Chören, kraftvollen E-Gitarren und dem total energiegeladenen Gesang von Miss Shoniwa. Gleich das nachfolgende Lied "Cannot even (break free)" ist ein genialer Kontrapunkt dazu. Mit sanften Jazzattitüden kommt es scheinbar harmlos daher, wird jedoch immer wieder von Smith` Gitarre unsanft unterbrochen. Eine Rocksymphonie, die ihresgleichen sucht.

Weiterhören: Skin und Guano Apes

Noisettes im Netz: www.thenoisettes.com

AVIVA-Tipp: Die Noisettes, deren Namen so unschuldig wie ein Mädchenchor klingt, bringen fetzigen Punk-Jazz auf die Bühne, mit ausgesprochen ausgefeilten Arrangements und einer Sängerin, die Nina Hagen in Bewunderung versetzen dürfte. Dazu unbedingt Dosenbier trinken und beherzt Löcher ins Lieblings-T-Shirt reißen. That`s the dresscode!

Noisettes
What`s the time Mr Wolf?

Label: Motown / Universal, VÖ: März 2007
EAN: 0602517259072

Music Beitrag vom 15.05.2007 Silvy Pommerenke 

   




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