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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 22.11.2007

MIA. - Zirkus. Die Zugabe.
Silvy Pommerenke

Passend zum zehnjährigen Bandbestehen und als Dankeschön an die Fans haben MIA. eine wunderschöne und aufwendig gestaltete "Zugabe" zu ihrem letzten Studioalbum produziert.



Der Clou des Ganzen ist die DualDisc, die ähnlich einer alten Vinyl-Schallplatte beidseitig abspielbar ist. Manches DVD-Laufwerk oder CD-Player kapituliert allerdings vor so viel neuer Technik, so dass man eventuell auf Alternativgeräte zurückgreifen muss. Wenn man die Scheibe(n) dann aber zum Laufen gebracht hat, dann hält ungeballte MIA. Power Einzug. Eine Seite enthält den Videoteil, der Konzerte in Japan, Magdeburg und Berlin zeigt, außerdem Interviews, Video-Clips und Making-ofs. Die zweite Seite der Disc enthält den Audioteil, der ganz ungewohnte Versionen einiger "Zirkus"-Songs enthält.

Neben den Einblicken in das Produktionsgeschehen, erfährt man auch (dank des wunderschönen Büchleins mit vielen Photos, Texten und Zeichnung von Mieze), dass das Quartett - bestehend aus Andy, Bob, Gunnar, Ingo und Mieze – eigentlich ein Oktett ist, weil die ganze Sache ohne Staab, Nhoah und Inga einfach nicht funktionieren würde. Es wird von den heimlichen Trainingsstunden Miezes in der Artistenschule berichtet, die sie ein halbes Jahr später zu erstaunlichen Trapeznummern führten, dass die Knieschoner Miezes kein modischer Gag sind, sondern ein notwendiges Hilfsmittel für ihre angegriffenen Kniegelenke, dass Andy sich "soziokulturell [...] eher verantwortungslos" sieht und gerne einmal im Bärenkostüm ein klassisches Klavierkonzert geben würde, dass Gunnar, sehr zu seinem Leidwesen, als Vaterfigur der Band angesehen wird, dass Ingo als einziger aus der Band Musik studiert hat und in einer Hinterhofwohnung mit Außenklo lebte, dass alles, was die Band macht, ohne Mieze nicht speziell wäre, und, und, und...

Sehr amüsant sind auch die eingespielten Kommentare, wenn die Fünf sich zu ihren Videoclips äußern ("Das ist jetzt David Lynch mäßig!"), oder wenn sie von den Schwierigkeiten berichten, die sie mit dem Leierkasten und der Bühnenlametta hatten. Bei allem wird deutlich, wie viel Arbeit die Band in ihr Album "Zirkus" gesteckt hat, und mit was für einer Liebe zum Detail sie die Songs arrangiert, die Clips gedreht und die Bühneneffekte durchdacht haben. Respekt für eine der besten deutschen Bands!

Lesen Sie auch das Interview auf AVIVA-Berlin mit MIA.

Weiterhören: Wir sind Helden und Klee

MIA. im Netz: www.miarockt.de

AVIVA-Tipp: Für eingefleischte MIA. Fans ist die "Zugabe" natürlich ein absolutes Muss! Die Einblicke, die man in die Entstehungsgeschichte des Albums bekommt, das Gefühl, was die Band backstage hat, und wie sich Songs anhören können, wenn sie noch im Demostadium sind, lässt deutlich werden, was für ein Knochenjob Popmusik tatsächlich ist.

MIA.
Zirkus. Die Zugabe.

Gebundenes Buch mit 130 Seiten
Dual Disc, Doppel-CD
Label: Sony BMG, November 2007

Music Beitrag vom 22.11.2007 Silvy Pommerenke 

   




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