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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 15.02.2008

Ana Moura – Para Além da Saudade
Silvy Pommerenke

Was für die EngländerInnen die Brit Awards, für die Deutschen der Echo und für die USA der Grammy ist, nennt sich in Holland Edison Award. Hier wurde Ana Moura als jüngste Fado-Sängerin...



...vor drei Jahren für ihr Album "Aconteceu" nominiert und war damals gerade einmal 25 Jahre alt. Für den Musikstil des Fados eine beachtliche Leistung, ist doch die Konkurrenz hoch und scheinbar macht vor allem die langjährige Erfahrung die wirklich begnadete Fado-Sängerin aus. Aber Weh- und Schwermut liegen den PortugiesInnen wohl einfach im Blut, so dass das Alter letztendlich doch nicht der einzig ultimative Zugangsschlüssel zu dieser tragisch-schönen Musik ist.

1980 im schönen Santarém am Tejo geboren, mit portugiesisch-angolanischen Wurzeln, wuchs Ana Moura in der Nähe von Lissabon auf und wurde von ihren Eltern in ihrem musikalischen Bestreben stets gefördert. Nachdem sie einige Musikstile durchprobiert hatte, blieb sie letztendlich beim Fado hängen und wurde in Lissabon bei "Senhor do Vinho", einem Treffpunkt für Fado-InterpretInnen, von Maria da Fé entdeckt und anschließend von Jorge Fernando produziert. 2003 kam sie mit ihrem Debut "Guarda-me a vida na mão" auf den Markt und hatte zwei Jahre später, neben ihrer Nominierung in den Niederlanden, auch einen Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall, der wohl für jede Künstlerin zu einem der absoluten Höhepunkte in ihrer Karriere gehört.

Ein besonderer Leckerbissen für Fans dürfte das Duett "No Expectations" mit Mick Jagger sein, das (allerings in grauenhafter Ton- und Bildqualität) auf Youtube nachzusehen und zu hören ist. So rockig, wie sie sich bei dem Konzert mit den Rolling Stones gegeben hat, ist sie natürlich als Fado-Sängerin nicht. Das verbietet quasi die Tradition, auch wenn einige ihrer Musikvideos mit einem gewissen Augenzwinkern gedreht wurden, so steht die Theatralik und Dramatik im Vordergrund, die Moura mit ihrer melancholisch-rauchigen Stimme vorträgt. Was einst in den Armenvierteln der Stadt (ähnlich dem amerikanischen Blues und dem argentinischen Tango) begann, ist längst eine über alle Schichten hinausgehende gesellschaftsfähige Musik geworden, die sich zwischen Cocktailgläsern und Kaviarhäppchen genau so wohl fühlt, wie bei Zuckerrohrschnaps und getrocknetem Fisch. Produzieren lässt sich die Afroportugiesin, wie schon bei ihren letzten beiden Alben, von Jorge Fernando und als Special Guests treten auf ihrem Album Tim Ries am Saxophon auf und der spanische Sänger und Schauspieler Patxi Andion, der auf dem Song "Vaga, No Azul Amplo Solta" den männlichen Gegenpart übernimmt.

Ana Moura im Netz: www.anamoura.com und auf MySpace

Weiterhören: Katia Guerreiro und Joana Amendoeira

AVIVA-Tipp: Für jede Liebhaberin des Fados ist das neue Album von Ana Moura eine absolut großartige Alternative zu ihrer älteren Kollegin Mísia, die lange Zeit den Fado-Markt – zumindest außerhalb Portugals - maßgeblich bestimmt hat. Moura steht für einen Generationenwechsel, denn sie transportiert die tragischen Verse oftmals mit einem hoffnungsvollen, nach vorne gewandten Blick.

Ana Moura
Para Além da Saudade

Label: World Village, Februar 2008

Music Beitrag vom 15.02.2008 Silvy Pommerenke 

   




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