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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 17.10.2008

Annett Louisan – Teilzeithippie
Silvy Pommerenke

Und weiter geht es in die vierte Runde. Nach dem phänomenalen Debut "Bohème" von 2004, das Doppelplatin erhielt, und weiteren zwei Topsellern dürfte die Erfolgsgeschichte des zurückhaltenden...



...und gleichzeitig quirligen Wesens nahtlos weitergehen. Nach wie vor spielt die mittlerweile 31-Jährige mit den gegensätzlichen Images von Lolita und Vamp, von Femme Fatale und kindlicher Unschuld, von Leichtfüßigkeit und Tiefsinnigkeit.

Jim Rakete hat sich für die Photos mächtig ins Zeug gelegt, und Annett Louisan von einer weniger kindlichen Seite abgelichtet, sondern als verruchten Sechziger-Jahre Vamp. Die Musik ist nicht ganz so verrucht, wie die Bilder vermuten lassen, sondern wendet sich ein wenig von ihrem bisherigen Chanson-Stil ab und geht stärker in Richtung Pop. Dennoch ist es ein unverkennbares Annett Louisan Album, das ihre filigrane Stimme in den Vordergrund stellt und sich nach wie vor den Sinnfragen des Lebens widmet. Musikalisch finden sich wieder etliche von der Melodie her eingängige Songs darauf, die textlich zwar ein wenig Bissigkeit verloren haben, aber immer noch die HörerIn zum Schmunzeln bringen. Wunderbare Balladen dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen, wozu unter anderem "Auf dich hab ich gewartet" und der instrumentale hidden track zählen.

Vermutlich ist der musikalische und optische Wandel auch mit der Trennung von ihrem Ehemann Gazi Isikatli zu begründen, den sie 2005 geheiratet hatte. Einvernehmlich habe man sich in diesem Sommer getrennt, und nun lebt Annett Louisan - statt wie bisher in Hamburg – im Stadtteil Kreuzberg der Spreemetropole Berlin. Somit erhalten Songs wie "Gekommen um zu sagen" oder "Die nächste Liebe meines Lebens" einen unmittelbaren autobiographischen Zusammenhang, aber, so versichert die Sängerin: "Ich liebe diese Stadt und bin hier jetzt sehr glücklich." Aber Glück ist ja bekanntlich eines der flüchtigsten Dinge.

Anspieltipps: Die erste Singleauskopplung "Drück die 1" ist gewohnt eingängig von der Melodie und bissig vom Text geraten, auch das Wortspiel mit der "Siezgelegenheit" ist ebenfalls sehr amüsant gelungen und endet mit der neckischen Frage "Wollen Sie mit mir schlafen?" und einem kindlichen Kichern. Sie kann das Spiel mit dem Lolita-Image einfach nicht lassen. Der Song, der wohl stilistisch am stärksten aus dem Rahmen fällt und eine gänzlich neue Annett Louisan präsentiert ist "Ich brauch Stoff", denn darauf beweist die Neu-Berlinerin, dass sie auch düstere Töne treffen kann. Sehr zu Herzen gehen die Balladen "Wir nicht" und "Gekommen um zu sagen", die eine starke Resignation gegenüber der Liebe durchscheinen lassen. Aber an diesen Punkt dürfte wohl jede/r schon einmal im Leben gekommen sein.

Weiterhören: Rosenstolz und Ina Müller

Annett Louisan im Netz: www.annettlouisan.de

AVIVA-Tipp: Weniger Chanson, mehr Pop, weniger Bissigkeit, mehr Sinnlichkeit. So könnte man das neue Album von Annett Louisan auf den Punkt bringen. Dennoch ist es wieder eine super Produktion geworden, die an die Erfolge der Vorgängeralben nahtlos anknüpfen dürfte.

Annett Louisan
Teilzeithippie

Label: 105 music, Oktober 2008

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin
CD-Review zu "Bohème"
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Music Beitrag vom 17.10.2008 Silvy Pommerenke 

   




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