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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.08.2007

Ultra Orange und Emmanuelle
Tatjana Zilg

Als europäische Antwort auf die US-Grunge-Nachfolgeband Garbage wurde das französische Duo Mitte der 90 er bekannt. Jetzt forderten sie die Schauspielerin Emmanuelle ("Frantic", Bitter Moon") ...



... zu einem Sing Sing der ganz besonderen Art auf.

Geheimnisvoll, lasziv, mysteriös, schön .... so war Emmanuelle Seigner schon dutzende Male auf der Leinwand zu sehen, zuletzt in einer Nebenrolle in dem Chanson-Epos "La Vie En Rose". Jetzt hat sie der Versuchung nachgegeben, nicht Mimik und Gestik in den Mittelpunkt ihres Schaffens zu stellen, sondern ihre Stimme zum Instrument eines neuen Werkes zu machen.
Den Anstoß dazu gaben Pierre und Gil Emery, die mit dem Debut "Ultra Orange" (1996), den Nachfolge-Alben "Snow White" (2001) und "Seven Lonely Girls" (2003) ihre Markenzeichen in die Indie Rock History einbrannten. Eigentlich wollten die Beiden nur einen einzigen Song gemeinsam mit Emmanuelle einspielen, aber die Atemluft zwischen ihnen war bald so energiegeladen, dass sie gar nicht mehr aufhören konnten mit Songwriting und musikalischer Umsetzung. Die inspirierende Umgebung im Kreativ-Ort ihrer Wahl, einem Haus in Südspanien, trug das gewisse Etwas dazu bei, ein intensives Rock-Album mit nuancenreichen Songs entstehen zu lassen.

Mit Garantie ist die Singleauskoppelung "Sing Sing" ein chartverdächtiger Ohrwurm. Die farbreduzierte Ästhetik des in Schwarz-Weiss gehaltenen, mit einem edlen Rosé überblendeten Video erinnert schnell an Velvet Underground und die großartige Nico. Doch derartige Vergleiche hört die Gesangs-Spätberufene eher ungern. Von der Düsterkeit, die diese Band umgab, möchte sie sich distanzieren. Mit dem positiven Flair und erfrischender Lebendigkeit einer Debbie Harry kann sich da viel mehr identifizieren.

Derartig lässig, wie Gil Emery die E-Gitarre in den Händen hält und gemeinsam mit der Tambourin-schlagenden Pierre die charismatische Emmanuelle umtänzelt, lässt auch an das berühmte Geschwisterpärchen denken, das aus den Indie Playlists der Gegenwart nicht mehr wegzuradieren ist: Den White Stripes.

Viel Motorcyle Sound findet sich auf dem selbstbetitelten Album von Ultra Orange & Emmanuelle. Da wäre das vorwärtspreschende "Bunny", das fesselnd-provokative "The Good From The Bad" und das Lebenselixier-spendende "Won´t Lovers Revolt Now", auf dem sich Gil und Emmanuelle ein mitreißendes Wechselgesangsgefecht liefern.
Die samtig-weichen Qualitäten ihrer Stimme zeigt die Sängerin und Schauspielerin, die ihre Karriere zu Jugendzeiten als Modell startete, in "Nobody Knows" und "Rosemary´s Lullaby".

AVIVA-Tipp: Ein Rock-Album, das keine Wünsche offenlässt. Vielseitig, eingängig, mit einer Stimme, die sich schnell einprägt, dabei immer genau das richtige Timbre für die sinnlichen Texte einfängt und an einigen Stellen zum Hinfort-Träumen verführt, an anderen zum Refrain-Mitsingen, nicht selten für einen kurzen Moment den Atem raubt - genau wie die Präsenz auf der Kino-Leinwand der vielbegabten Madame, die mittlerweile zu den Thirtysomethings zählt.

Ultra Orange & Emmanuelle
Sony
VÖ Juli 2007


Music Beitrag vom 06.08.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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