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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 18.10.2007

Emma Pollock – Watch The Fireworks
Tatjana Zilg

Früher war sie die Leadstimme der schottischen Band "The Delgados", die John Peel so begeisterten, dass er sie sieben Mal in sein Studio bat. Auch solo widmet sie sich melodischem Songwriting...



...und durchdachten Lyrics.

Ihre Liebe zur Rock- und Popmusik erwachte erst relativ spät. In ihrem Heimatort Castle Douglas war vermutlich noch weniger los als im skandinavischen Vittula. Live-Konzerte gab es dort nicht zu sehen und so stürzte sich die begabte Songwriterin erst mit Anfang 20 in die lebendige Musikszene von Glasgow. Für das Studium zog sie in die schottische Hauptstadt. Schnell war sie infiziert vom Run auf klangvolle, wilde und weniger wilde Töne. Sie brachte sich das Gitarrespielen selbst bei. Eine Bassline von New Order war ihr dabei der beste Lehrer. Wenig später gründete sie mit drei Freunden die Band "The Delgados", die fünf von der Kritik sehr positiv aufgenommene Alben veröffentlichten, bevor sie sich 2005 auflösten.

"Es fühlte sich merkwürdig an, wie eine Scheidung. Unsere letzte Show passierte ohne großes Trallala, da wir nicht wussten, dass es die letzte sein würde. Es gab keinen richtigen Abschluss, weder für die Fans noch für mich persönlich, das war wirklich merkwürdig. Ich wusste dann recht schnell, dass ich weiter Songs schreiben und aufnehmen wollte und beschloss 4AD zu kontakten, um zu eruieren, ob wir zusammenarbeiten könnten" erzählt Emma Pollock über die überraschende Trennung und die darauffolgende Zeit.

Das Label 4AD zögerte nicht lange und nahm die Sängerin unter Vertrag. Für ihr Debut fand sie bald den passenden Produzenten, um ihre musikalischen Vorstellungen zu verwirklichen: Intelligent gemachte Popmusik, gerne leicht melancholisch und düster. Victor Van Vugt, der schon mit Nick Cave, PJ Harvey und Beth Orton arbeitete, war dazu vermutlich genau die richtige Unterstützung. Und dafür, dass es nicht zu düster wird, sorgte der grammy-nominierte Jeremy Wheatley, der die finalen Remixe arrangierte. Mit intelligenter Popmusik hat er beste Erfahrung: Zuvor bewies er seine Stilsicherheit bei der Mitarbeit an den Werken von Goldfrapp, Razorlight und Corinne Bailey Rae.

Eine lebhafte Mischung ist Emma Pollock mit den 11 Songs von "Watch The Fireworks" gelungen. Leise Momente kommen dabei keinesfalls zu kurz, raffinierte Melodien, dunkle Wortspielereien werden mit optimistischen Rhythmen kombiniert.
Dahingewehte Akkorde, balladenhafte Poesie und eine zarte Stimme zeichnen "Limbs" aus, der Melancholie gibt sie so einen besonderen Ausdruck. Ein weiterer sanfter, bittersüsser Song ist "The Optimist". Ein schnelleres Tempo lässt sie in "Adrenaline" zu. Stakkato-Pianotöne, dynamische Beats begleiten ihre Stimme, die hier um einige Nuancen kräftiger daherkommt. Den Song, der sich auch mal im Tempo zurücknimmt, um dann umso energiegeladener erneut aufzufluten, wählte Emma Pollock als erste Singleauskoppelung aus. Mit Stakkato-Rhythmen und lässig-rauchigem Gesang spielt sie ebenso gekonnt in "Acid Test".

AVIVA-Tipp: Schottische Popmusik vom Feinsten, die in einem Zug mit Camera Obscura und Belle And Sebastian genannt werden kann. Intelligent, temperamentvoll, melancholisch, sinnlich und zugleich von ansteckender Fröhlichkeit. Für anspruchsvolle Popmusik-HörerInnen bestens geeignet!

Emma Pollock
Watch The Fireworks

Label: 4AD, Beggars Group, Indigo, VÖ Oktober 2007

Die Songwriterin im Web: www.emmapollock.com/

Music Beitrag vom 18.10.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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