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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.09.2011

Patti Smith - Outside Society
Nina Breher

Patti Smith hätte alle Kriterien für einen frühen Rock´n´Roll-Tod erfüllt. Dass sie diesen nicht starb, beschert ihr zusätzliche Lebensjahre und uns eine neue Zusammenstellung ihrer alten Hits.



Don´t you see when you´re looking at me
That I´ll never end – transcend transcend
("Ain´t it Strange")

Viele Größen des klassischen Rock´n´Roll und Punkrock sind tot. Die Überlebenden können wir auf überdimensionierten Bühnen der Welt bemitleiden, wie sie eine Abschiedstour an die andere reihen. Wir müssen ihnen unfreiwillig beim Altern zusehen und so sterben die Legenden, die nicht körperlich tot sind, in unseren Köpfen. Patti Smith hingegen scheint es besser zu machen. Von ihr hören wir nicht viel, doch wenn, dann klingt es noch immer nach ihr selbst: Eine Ausstellung in New York zeigt neue Bilder, ein Verlag veröffentlichte kürzlich "Just Kids", eine Autobiographie, die von der Kritik überwiegend positiv aufgenommen wurde und seit 2007 ist sie zudem Mitglied der "Rock´n´Roll Hall of Fame". Sie ist präsent, drängt sich aber nicht auf.

Outside of society, they´re waitin´ for me.
Outside of society, that´s where I want to be
("Rock´n´Roll Nigger")

Ein Glück, dass sie noch lebt. "Outside Society" ermöglicht einen neuen Zugang zum Werk der Ausnahmekünstlerin und so haben wir heute die Chance, im Nachhinein mehr über die wilden Jahre des Punkrock und die drogendurchtränkte Zeit der amerikanischen Beatniks zu erfahren. Das FeminstInnenherz schlägt höher, denn weibliche Repräsentantinnen waren rar, damals, als die amerikanische Jugend französische Gedichte und Jack Kerouacs Klassiker "On the Road" las und begann, sich auf die Suche nach eigenen Ausdrucksformen und alternativen Lebensstilen zu machen. Dies mündete in dem Stil, der heute unter dem Begriff Beat Generation zusammengefasst wird und dessen frei assoziierende Sprache sich auch in Smiths Songtexten wiederfindet.

The world´s roof was raging, but we were looking fine,
´Cause we built that thing and it grew wings
("1959")

Ein Glück ist auch, dass Patti Smith den hier vorliegenden Longplayer mit konzipiert hat. Natürlich lässt sich nur mutmaßen, wie viel sie tatsächlich am Entstehen dieser Compilation, die achtzehn ältere und neuere Songs versammelt, beteiligt war. Die in digitaler Qualität komplett überarbeitete Auswahl enthält zwar viele Hits, scheint aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit zu haben. So finden auch weniger bekannte Stücke ihren Platz. Dies lässt die Vermutung zu, dass die Person, die das Werk von Patti Smith am besten kennt, am Regler saß - sie selbst. Einige Hits wie "Pastime Paradise" mussten weichen – wohl zugunsten der Kohärenz des Stils und der Dramaturgie der Platte.

Diese CD ist nämlich keine lieblose Aneinanderreihung der meistgespielten und berühmtesten Songs der Künstlerin, sondern erzeugt eine chronologische Spannungslinie, die uns Patti Smiths Stimme und ihre Musik in ihrer Entwicklung von 1975 bis 2007 verfolgen lässt. Die digitale Qualität erfreut nur Menschen mit hervorragenden Soundanlagen, der landläufige CD-Player transportiert die klarer als zuvor differenzierten Klangelemente kaum. Das Spannende hingegen ist die Zusammenstellung: HörerInnen werden akustisch durch die Geschichte und musikalische Entwicklung einer lebenden Legende geführt.

And we´ll roll, dream, roll, dream, roll, roll, dream, dream ("Free Money")

AVIVA-Tipp: "Outside Society" portraitiert Entwicklungen und Konstanten der Musik von Patti Smith, die wohl die einzige Person ist, die es schafft, Flamencogitarren in einen Punkrock-Song einzubauen, ohne dass es lächerlich klingt ("1959"). Die klar aufgebaute Platte oszilliert zwischen Revolution, Spiritualität und rotziger Ironie. Hier präsentiert sich der Classic Punk Rock von seiner besten Seite: Schnell und wild, aber dennoch luftig, klar und poetisch.

Patti Smith
Outside Society

Label: Arista Usa (Sony Music), VÖ: September 2011
17,98 Euro
www.pattismith.net

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Patti Smith – Twelve

Patti Smith and her Band – Trampin´

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Patti Smith 1969–1976, ein Bildband von Judy Linn.

Patti Smith – Just Kids. Die Geschichte einer Freundschaft, die Autobiographie der Künstlerin.

Patti Smith – Dream Of Life, ein Dokumentarfilm des Fotografen Steven Sebring.

Music Beitrag vom 16.09.2011 AVIVA-Redaktion 

   




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