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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 23.03.2012

Lonely Drifter Karen - Poles
Annika Hüttmann

Wer die ersten zwei Alben von Lonely Drifter Karen kennt und meint zu wissen, was von "Poles" zu erwarten sei, wird überrascht sein. Mit weniger akustischen Instrumenten und mehr Elektronik ...



... gibt sich die Band ein neues musikalisches Gewand, das ihnen aber durchaus steht.

Zugegeben: Auch zwischen dem 2008er Debüt "Grass ist Singing" und "Fall of Spring" von 2010 gab es Veränderungen. War Ersteres eine Mischung aus Folk, Kabarett und Chansons, wurden auf dem Nachfolgealbum zusätzlich Einflüsse aus Rock, Jazz und Americana deutlich. Trotzdem konnte mensch getrost behaupten, Lonely Drifter Karen würden eine verspielte Variante folkigen Indie-Pops machen. Doch davon hat sich das Trio, welches aus einem Solo-Projekt der österreichischen Sängerin Tanja Frinta hervor ging, mit "Poles" nun sehr weit entfernt.

Funky und sphärisch, voller Synthesizer und analoger Elektronik, mit dominanten Gitarrenriffs und einer Klangdichte, die nach größerer Attitude klingt - das dritte Album der zur Zeit in Brüssel beheimateten Band macht deutlich, dass sie sich weiter entwickelt haben. "Weiter" heißt in diesem Fall häufig: Drei Jahrzehnte zurück, direkt in die 1980er. Aber warum auch nicht? Die junge Madonna wird wohl nicht zurückkehren, also ist es doch schön, wenn es Lieder wie "Brand New World" gibt, die beinahe von ihr stammen könnten. Oder wenn mensch nach dem letzten Song des Albums, "Exactly Light" Lust bekommt, mal wieder die Cocteau Twins anzuhören. Andere Songs des Albums, wie "Traffic Lights" oder "Appetite" sind eine etwas beschwingtere Variante modernen Dreampops, wie ihn auch Beach House machen. Auch eine gewisse Ähnlichkeit zu Air lässt sich stellenweise heraushören.

Aber wer jetzt denkt, es sei überflüssig, sich anzuhören, was Sängerin Tanja Frinta, Keyboarder Marc Melià Sobrevas und Gitarrist Clément Marion mit "Poles" geschaffen haben, liegt falsch. Die deutlich erkennbaren musikalischen Vorbilder führen nämlich nicht dazu, dass mensch gelangweilt gähnen möchte, weil es das alles schon mal gab. Vielmehr schafft die Band es, diese Einflüsse so gekonnt mit ihren eigenen Melodien und Ideen zu verweben, dass mensch eher anerkennend lächeln möchte, denn spielerisch und kreativ gelingt ihnen eine Mischung aus Altem und völlig Neuem und Eigenem.

Die Neuorientierung ist auch auf textlicher Ebene erkennbar. Schon die beiden VorgängerInnenalben handelten häufig vom Reisen, doch auf "Poles" geht die Reise viel weiter - passend zu den schwebenden Klängen manchmal bis ins Weltall. Diese neuen Höhen seien der Band gegönnt. Bis auf ein paar Momente, in denen das Album etwas banal-elektropoppig wird, hüllt es die HörerInnen in Klänge, zu denen mensch die Augen schließen und kurz aus dem Alltag driften kann.
Und eine Sache, die Lonely Drifter Karen schon auf den anderen Alben auszeichnete, ist geblieben: Die ganz besondere, zarte aber trotzdem ausdrucksstarke Stimme von Sängerin Tanja Frinta. Diese ist sogar noch etwas kraftvoller geworden und bleibt dennoch angenehm unaufdringlich.

AVIVA-Tipp: Ein Album, das mensch nicht mit den anderen Werken der Band vergleichen sollte, denn es ist nicht besser oder schlechter, sondern anders. Verträumt und elektronisch entführt es HörerInnen in ganz neue Welten und Weiten.

Lonely Drifter Karen
Poles

Label: Crammed Discs
VÖ: 23.03.2012


Lonely Drifter Karen im Netz:
www.lonelydrifterkaren.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Lonely Drifter Karen - Fall Of Spring

Lonely Drifter Karen - Grass is singing

Music Beitrag vom 23.03.2012 Annika Hüttmann 

   




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