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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.06.2012

Leïla Martial - Dancefloor
Katarina Wagner

Das Debütalbum der im "La Défense Jazz Festival" ausgezeichneten Sängerin liefert abwechslungsreichen Vocaljazz, der ohne viele Worte auskommt. Sie imitiert nicht, singt nicht die Standards,...



... sondern kreiert mit ihrer Stimme Melodien, gemischt aus Jazz, Klassik und auch orientalischen Noten.

Leïla Martial wurde 1984 in Südfrankreich in die Musik hineingeboren. Ihre Mutter sang in der Oper und ihr Vater war Oboist und Lehrer der Musiktheorie. Jeden Morgen hörte die Familie Jazz und Klassik des Radiosenders France Musique und die Eltern unterhielten sich ständig über Musik. Von ihrer Mutter hat die Sängerin ihre Leidenschaft für die Chansonette Barbara übernommen und durch ihren Vater lernte sie russische, bulgarische und "Gypsy" Lieder kennen.

Mit fünf Jahren begann Martial Klavierunterricht zu nehmen, mit zehn ging sie in Marciac auf das "College de jazz", wo sie spielerisch die Grundlagen des Scat lernte. Dann bekam sie große Lust auf die Schauspielerei und machte Ausbildungen an zwei Theatern. Im Booklet ihres Albums erzählt sie, dass sie sich danach doch wieder für die Musik entschied, da sie ohne diese nicht leben wollte. So trat die Künstlerin mit 17 Jahren in das Toulouse Conservatoire ein und machte drei Jahre später ihren Abschluss in Jazz.
Ihre Stimme beschreibt sie selbst als eher zerbrechlich, nicht außergewöhnlich. Das hat sie als Ansporn genommen, unaufhörlich an ihrem Gesang zu arbeiten. Im Unterricht mit der klassischen Sängerin Michèle Zini hat sich Martial von ihrem bisherigen tiefen, rauchigen Klang gelöst und hat zu einem höheren und helleren Gesang gefunden.

Die junge Musikerin hat sich nie sehr an den großen Jazz-SängerInnen orientiert, sondern immer danach gestrebt, das Saxophon nachzuahmen. Diese Art, ihre Stimme wie ein Instrument zu spielen, wurde 2009 im Concours national de jazz de la Défense mit dem ersten Preis in der Kategorie "Solisten" belohnt. Eigentlich InstrumentalistInnen vorbehalten, war es das erste Mal, dass diese Auszeichnung an eine Sängerin ging.

Am Jazz liebt Martial vor allem die ganze Bandbreite der Improvisation: Die Freiheit, in Tempo und Stimmung zu variieren neue Sprachen zu entwickeln, zum "Chamäleon" zu werden. Diese Leidenschaft ist auf "Dancefloor" nicht zu überhören. Ihre Stimme blendet sich mal in die Instrumentenkulisse ein, bildet mal einen Dialog mit dem Saxophon, sticht jedoch meist klar hervor.

Dancefloor

Das Debütalbum ist in enger Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger des Quartetts, Eric Perez, entstanden. Sie komponierten gemeinsam oder auch füreinander. Von Perez stammt Avant de sourire der erste Titel, der das Album sehr melodisch einführt. Ein Saxophon und ein zurückhaltendes Schlagzeug begleiten Martials Gesang, der sich in all seinen Facetten präsentiert: mal ruhig und harmonisch, dann fröhlich und laut oder auch mal klagend nach "Gypsy"- oder Flamenco-Art. Die Sängerin wiederum komponierte den rhythmischen Titelsong Dancefloor mit einem besonderen Fokus auf den, wie sie ihn bezeichnet, "groove incroyable" des Schlagzeugers.

Das "Baby" der beiden, wie Martial das Album liebevoll nennt, ist also sehr vielseitig. Stücke wie Dancefloor und Toc laden zum Tanzen ein, andere wie Avant de sourire , Petit fêlure und Voyageur... umarmen eineN mit ihrer Melodie. Das einzige Musikstück mit Text ist eine Interpretation von Billie Holidays Left alone, bei der mensch am liebsten melancholisch in den Regen hinaus schaut.

Ein hidden track vollendet das Album. Martial beschreibt hier in Worten, wozu ihre Musik intuitiv anregt: das Leben und all seine Emotionen intensiv auszuleben.

"Manger de bon appetit. Mentir en tout impunite. Jouer franc-jeu. Avoir la conscience tranquille. Sourire a plein dent. Se crouler de tout son poid. Pleurer à chaudes larmes. Venir de loin. Rendre grâce. Conjurer le sort"

AVIVA-Tipp: Die Stimme als Instrument einzusetzen, das scheint Leïla Martials Botschaft an den Jazz zu sein. In ihren Kompositionen und im Gesang weiß sie sowohl Melancholie, als auch Lebensfreude und Tanzlust auszudrücken.

Leïla Martial
Dancefloor

Label: Out Note Records
VÖ: März 2012

Mehr zu Leïla Martial unter:

www.leilamartialgroup.com

Music Beitrag vom 06.06.2012 Katarina Wagner 

   




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